Für Kämpfertypen
Stefan Hähnlein (c) Mika Volkmann
Stefan Hähnlein (c) Mika Volkmann

Sitzvolleyball: „Wir wollen es nach Tokio packen“

Vom 28. Mai bis zum 6. Juni wird in Duisburg die Entscheidung fallen, ob die deutschen Sitzvolleyballer bei den Paralympics in Tokio dabei sein werden. Für das Team mit mindestens vier Spielern des TSV Bayer 04 Leverkusen ist das Ziel nach der zweiten Verschiebung gleichgeblieben: Die Qualifikation für die Spiele ist der große Plan.


Wettkampftechnisch hätte 2020 für die Leverkusener Sitzvolleyballer nicht unglücklicher laufen können: Im März waren die Nationalspieler zum Quali-Turnier um das letzte Paralympics-Ticket in die USA gereist. Als sie vor Ort in Oklahoma waren, wurde das Turnier auf Februar verschoben – und die Rückreise gestaltete sich abenteuerlich. Ähnlich war es bei den Deutschen Meisterschaften: Die Leverkusener waren schon in Dresden, dann kam die kurzfristige Absage.

Mittlerweile ist klar, dass auch zum angepeilten Ausweich-Termin im Februar pandemiebedingt nicht auf Hallenboden gerutscht und geschmettert wird. Aber ein neues Datum ist fix, der Ort steht mit der Sportschule Wedau auch fest: Vom 28. Mai bis zum 6. Juni möchte das Team um Kapitän Stefan Hähnlein, Dominik Albrecht, Lukas Schiwy und Jürgen Schrapp beim Heimspiel in Duisburg die Quali schaffen.

Gegen die USA, Kanada, Kasachstan, Kroatien, Lettland und die Ukraine muss die deutsche Mannschaft in Duisburg ran, der Sieger wird das letzte Ticket für die Spiele in Japan lösen. Bei der EM 2019 in Ungarn hatte Deutschland die Paralympics-Qualifikation trotz Bronze noch knapp verpasst. Für das Heimspiel in Duisburg macht die Tatsache Mut, dass sich das deutsche Team bei der vergangenen EM ausschließlich dem späteren Europameister Russland geschlagen geben musste.

„Die Terminverschiebung ist nachvollziehbar aufgrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland in Bezug auf die Pandemie, da braucht man nicht unbedingt ein Turnier in dem Ausmaß ausrichten“, sagt Stefan Hähnlein: „Das Ziel ist in der Mannschaft gleichgeblieben: die Qualifikation für Tokio! Wir wollen es nach Tokio packen und dann auch die bestmögliche Leistung abliefern, das ist unser Plan auf jeden Fall.“

Anschließend würde nach den Paralympics noch die Europameisterschaft auf die Leverkusener warten: Im türkischen Antalya hätten vom 16. bis 24. Oktober auch die Bayer-Sitzvolleyballerinnen um Sonja Scholten, Ronja Schmölders und Elly Sieck ihr Saisonhighlight, nachdem sie das Paralympics-Ticket knapp verpasst hatten.


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