Für Kämpfertypen
Weltrekordhalter Léon Schäfer (c) Mika Volkmann

Para Leichtathletik: Weltspitze 2020, Tokio als Ziel

Trotz weniger Wettkämpfe konnten die Para Leichtathletinnen und Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen 2020 durch gute Leistungen überzeugen. Das neue Jahr bringt mit der Europameisterschaft in Bydgoszcz (Polen) und den Paralympics in Tokio (Japan) zwei Highlights mit sich, die eigentlich 2020 stattgefunden hätten.


Im März die pandemiebedingte Abreise aus dem Trainingslager in Südafrika, anschließend die Absage und Verschiebung nahezu aller Wettkämpfe im Sommer – und doch gelang es den Bayer-Coaches, die Para Leichtathlet:innen gut auf die Spätsaison vorzubereiten.

Wenngleich die Weltranglisten durch Corona nicht so aussagekräftig sind wie in anderen Jahren, konnten sich das Bayer-Team über zwölf Top-3- und 13 Top-Ten-Platzierungen freuen. Johannes Floors (100m und 400m), Markus Rehm, Léon Schäfer (beide Weitsprung), Irmgard Bensusan (200m), Nele Moos (400m) und der mittlerweile gewechselte Felix Streng (200m) führten die Rankings in ihren Startklassen an. Zweite Plätze sicherten sich Streng (100m), Bensusan (200m), Maria Tietze (200m) und Schäfer (100m). Marathonläufer Johannes Bessel rangiert 2020 mit seinem Debüt auf Platz drei der Welt.

Für das herausragende Resultat der Saison sorgte Weitspringer Léon Schäfer. Der Athlet von Karl-Heinz Düe stellte beim Para Leichtathletik-Heimspiel im Manforter Stadion mit 7,24 Meter einen neuen Weltrekord auf. Damit konnte er als erster oberschenkelamputierter Athlet die 7-Meter-Marke übertreffen.

Auch der Perspektivkader, der von Matthias Esser trainiert wird, und der Nachwuchskader von Sara Grädtke und Constanze Wedell konnte sich steigern: Alle Athlet:innen verbesserten ihre Bestleistungen. Nele Moos konnte sogar die Norm für die Paralympics in Tokio erfüllen. Insgesamt werden in der Para Leichtathletik 2021 17 Bundeskader-Athlet:innen für den TSV an den Start gehen – mit ambitionierten Zielen, schließlich hoffen noch einige der jungen Sportler:innen auf ein EM- oder Paralympics-Ticket.

Wichtige Eckdaten sind Anfang Mai die Grand-Prix-Veranstaltungen in Paris (5.-7. Mai) und Nottwil (11.-16. Mai). Nach dem Pfingstsportfest in Troisdorf (23./24. Mai) wartet dann im polnischen Bydgoszcz mit der EM vom 28. Mai bis 6. Juni das erste Saisonhighlight, bevor am 12. und 13. Juni der nationale Höhepunkt mit den deutschen Meisterschaften in Püttlingen stattfindet. Das Para Leichtathletik-Heimspiel in Leverkusen ist am 25. Juni und wird gleichzeitig für deutsche Athlet:innen die letzte Chance sein, die Norm für die Paralympics zu erfüllen, die dann hoffentlich am 24. August in Tokio starten können.


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