Für Kämpfertypen

Matthias Esser neuer Para-Leichtathletik-Trainer

Matthias Esser ist der neue Trainer der Para-Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen. Der 40-jährige ehemalige Parcouring-Weltmeister bringt eine spannende Vita mit – und viele neue Ansätze.


„Ein tolles und motiviertes Team mit einem riesigen Potenzial hat mich hier herzlich aufgenommen“, schildert Esser, der offiziell seit dem 1. April mit seiner Arbeit gestartet ist, „aber vorher schon reingeschnuppert hat“, seine ersten Eindrücke: „Ich habe voll Bock auf die Aufgabe.“

Für Esser wurde eine neue Position geschaffen: In Leverkusen ist er verantwortlich für die Perspektivgruppe, er ist also das Bindeglied zwischen der Nachwuchsgruppe von Helena Pietsch und Sara Grädtke und den Top-Athleten, die bei Hans-Jörg Thomaskamp und Karl-Heinz Düe trainieren, mit denen Esser in regem Austausch steht. Zur neuen Gruppe zählen neben den EM-Teilnehmern Maria Tietze und Johannes Bessell auch Moritz Raykowski, Moritz Hoffmann, Bastian Börsch und Noah Bodelier. Bei den Wochenendeinheiten kommen weitere Athleten dazu, die nicht in Leverkusen wohnen.

Die zweite Osterferienwoche verbrachte Esser mit der Gruppe um Trainerin Pietsch in Cottbus zum Trainingslager. Neben der Leistungsentwicklung legt „Mattes“ Wert auf einen guten Gruppenzusammenhalt, dass sich alle gegenseitig pushen und dass ein Teamgeist entsteht: „Das ist mir schon sehr wichtig und dann natürlich, dass wir auf die WM in diesem Jahr hinarbeiten.“

Nach sechs Jahren musste der Leichtathletik-Dozent an der Sporthochschule Köln seine Trainingsgruppe beim LT DSHS Köln verlassen, „aber alle haben Verständnis gehabt. Die wussten, dass ich immer eine Festanstellung wollte und das ist jetzt möglich. Aber das war der härteste Part überhaupt.“ Seinen Lehrauftrag an der Sporthochschule wird er behalten, „um da eine Brücke zur Sporthochschule zu schlagen und weiter Ansprechpartner zu sein.“

Mit dem Parasport ist Esser immer wieder in Berührung gekommen, aber nie so detailliert wie jetzt. „Er stellt mir Fragen, die mir davor niemand gestellt hat“, sagt Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann und Esser fügt grinsend hinzu: „Ich werde auch Heinrich Popow noch viel auf die Nerven gehen. Ich will alles lernen, aber das kann ich hier auch von den Athleten und dem tollen Trainerteam, das da ist.“

Dass Esser, der 2007 Weltmeister im Parkouring geworden ist und auch als Athletiktrainer tätig ist, Einblicke in andere Sportarten wie Hockey oder Fußball bekommen hat, sollen künftig auch seine Athleten mitbekommen: „Ich will immer meinen Horizont erweitern und baue gerne selbst Trainingsgeräte, mal schauen, was da noch so kommt.“


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