Für Kämpfertypen
Markus Rehm (c) Binh Truong / DBS

Markus Rehm fliegt zum dritten Weitsprung-Gold in Serie

Das Presseinteresse war immens: Noch fast eineinhalb Stunden nach seinem Wettkampfende war Markus Rehm in den Katakomben des Olympiastadions in Tokio und beantwortete geduldig die Fragen der hauptsächlich japanischen Medien. 


Der Weitsprung-Weltkordhalter hatte kurz zuvor mit 8,18 Metern seinen dritten Paralympics-Sieg im Weitsprung der Klasse T64 gefeiert. Sein weitester Sprung des Tages im sechsten Versuch war knapp übertreten, dennoch war der 33-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen glücklich mit seinem Sieg: „Ich habe gehofft, dass die Rekordweite drin ist. Aber es gibt so Tage, da ist alles harte Arbeit.“

Auf das Wetter wollte Rehm es nicht schieben, dass er nicht weiter gesprungen war, obwohl es den Wettkampf über immer wieder geregnet hatte. „Es war etwas kühler, das kann auch ein Vorteil sein, der Wind kam von hinten, die Bahn war schnell. Das hat alles gepasst. Vielleicht war die Bahn sogar etwas zu schnell für mich und die Feder dann zu weich. Aber alles gut, Ziel war die Goldmedaille und die Weite wäre nice to have gewesen“, sagte Rehm, der die Siegerehrung dann am Donnerstagvormittag japanischer Zeit haben wird: „Die Goldmedaille ist wirklich schön, ich habe sie bei Martin Schulz schon gesehen und dachte, die gefällt mir, die will ich auch haben.“

Seit 2011 ist Rehm nun ungeschlagen in paralympischen Weitsprung-Wettkämpfen, Routine ist ein Sieg für ihn dennoch nicht: „Ich freue mich wirklich. Aber es war mir vorher klar: Wenn ich die Weite nicht springe, muss ich mich vor mir selbst rechtfertigen. Aber die Goldmedaille ist schon echt stark.“

Rehm hatte auch einen Start bei den Olympischen Spielen angestrebt, der Internationale Sportgerichtshof CAS untersagte ihm diesen jedoch, schuldet ihm bis heute eine Begründung, die ursprünglich bis zum 5. August zugesagt worden war. „Das hat mich schon viele Körner gekostet, vor allem in der Woche nach dem Nein habe ich Zeit für mich gebraucht. Aber heute hat das keine Rolle gespielt. Heute war ich voll da“, sagte Rehm, der ankündigte, dass er „weiter dafür kämpfen“ möchte.


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