Für Kämpfertypen
Léon Schäfer mit Staatssekretärin Andrea Milz und Moderatorin Anke Feller (c) LSB NRW/Andrea Bowinkelmann

Léon Schäfer ist Para Sportler des Jahres in NRW

Weitsprung-Weltmeister und Weltrekord, WM-Silber über 100 Meter: Léon Schäfer vom TSV Bayer 04 Leverkusen ist beim FELIX-Award in Düsseldorf als Para Sportler des Jahres in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.


Nachdem Staatssekretärin Andrea Milz den Preisträger verkündet hatte, stand Schäfer als Erstes auf und drehte sich nach rechts: Dort lachte Teamkollege Johannes Floors als Deutschlands Para Sportler des Jahres, gratulierte und beglückwünschte ihn. „Ich hätte es Johannes auf jeden Fall gegönnt, sehr, sehr starke Leistung“, sagte der sichtlich überraschte 22-Jährige in Richtung Floors: „Aber ich freue mich umso mehr. Vielen, vielen Dank an alle, die für mich gestimmt haben. Es ist eine Ehre.“

Nach einem Kreuzbandriss in der Vorsaison hatte sich Schäfer zurückgekämpft und eine starkes Jahr 2019 abgeliefert. Die lange Ausfallzeit und die Reha hätten ihm gezeigt, wie wichtig ihm der Sport sei. Als Moderatorin Anke Feller ihn fragte, was ihn in dieser schweren Zeit motiviert habe, sagte er ehrlich: „Zu Anfang nicht viel. Ich hatte die Motivation ein bisschen verloren. So lange wie der Sport weg war, in der Zeit habe ich gemerkt, wie sehr ich ihn eigentlich brauche, sowohl für meinen Kopf wie auch meinen Körper, wie wichtig er ist. Die Verletzung hat mir einfach gezeigt, dass ich der Sport bin und der Sport ich ist quasi. Ich brauche ihn und ich kann nicht ohne ihn und als ich wiederkam, habe ich mir einfach gesagt: Komm, Du musst das durchziehen, reiß dir den Arsch auf. Und das hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

Fürs kommende Jahr ist sein großes Ziel, die 7-Meter-Marke zu knacken: „Ich glaube, dem steht an sich nichts im Wege. Ich muss fit bleiben und gesund bleiben, das steht ganz oben. Ansonsten einfach weiter trainieren, dann wird es auf jeden Fall passieren.“

Auf Platz zwei wurde Floors gewählt, der diese Saison die Weltrekorde über 100, 200 und 400 Meter verbesserte und über 100 und 400 Meter zum WM-Titel sprintete. Dritte wurde Luzie Maesmanns, die sich in Nottwil zur Junioren-Weltmeisterin im Kugelstoßen kürte.

„Und unsere anderen Weltmeister wie Irmgard Bensusan, Markus Rehm oder Taliso Engel waren gar nicht nominiert“, sagte Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann: „Das war noch mal eine tolle Auszeichnung für uns.“

Zum Beitrag des WDR (ab Minute 27:30): https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/video-nrw-sportler-des-jahres-104.html


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