Für Kämpfertypen
Irmgard Bensusan mit der Silbermedaille (c) Binh Truong / DBS

Bensusan sprintet zu Silber, Bestzeit für Tietze

Irmgard Bensusan sprintete zu Silber über 200 Meter und war doch nicht so ganz glücklich, Maria Tietze hingegen war schon nach dem Vorlauf und ihrer Bestzeit ganz beflügelt.


Nach drei Mal Silber bei den Paralympics in Rio de Janeiro hatte Irmgard Bensusan für Tokio mit der Goldmedaille geliebäugelt, am Ende gewann sie in 26,58 Sekunden über ihre Paradedisziplin 200 Meter in der Klasse T64 erneut die Silbermedaille, 0,36 Sekunden hinter der Niederländerin Marlene van Gansewinkel. "Ich habe mein Bestes gegeben", sagte Bensusan, die auf Bahn sieben alle Konkurrentinnen im Rücken hatte: "Leider war eine besser an dem Tag. Ich kann stolz auf mich selbst sein. Silber ist trotzdem eine Medaille. Ich finde, ich habe Silber gewonnen."

Zum Feiern war ihr dennoch nicht zumute, die 30-jährige Doppel-Weltmeisterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen wollte nur mit ihrem Trainer Karl-Heinz Düe sprechen und blickte direkt auf die 100 Meter, die noch ausstehen: „Ich gehe jetzt ins Bett, schlafe mich aus, ruhe mich aus, und dann geht es am Donnerstag weiter.“

Jubelsprünge gab es bei Maria Tietze - und das schon nach ihrem Vorlauf. In 27,77 Sekunden war die Athletin vom TSV Bayer 04 Leverkusen Bestzeit über 200 Meter der Klasse T64 gesprintet und hatte sich als Dritte direkt fürs Finale qualifiziert. Dass sie dort noch mal laufen dürfe, sei die „Kirsche auf der Sahne“, sagte Tietze, die im Endlauf wieder gut unterwegs war, dann aber in der Kurve einen Schmerz im Beuger spürte und aus dem Rhythmus kam. Am Ende wurde sie starke Siebte in ihrem ersten Paralympics-Finale: „Finale war schon mega geil und jetzt kommen noch die 100 Meter, da wird noch mal Vollgas gegeben, das ist ja nur halb so lang. Ich bin super happy und habe erreicht, was ich mir vorgenommen habe.“


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