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Judo-News

Dennis Gutsche nach einem online-Training, Quelle: TSV-Intern

Mit Judo durch Corona

Die Judo-Abteilung nutzt die ganze Bandbreite der Digitalisierung, um auch während des Lockdowns Kindern und Erwachsenen spannende Angebote zu machen – mit Erfolg.


So gibt es zweimal in der Woche Online-training über eine Videoplattform in vier verschiedenen Altersklassen. Mittwochs geht es bei Diplomsportlehrer Michael Weyres schon mit den Kindergartenkin-dern von drei bis fünf los. „Das klappt wirklich besser als gedacht, sie machen toll und regelmäßig mit“, freut sich Michael Weyres. Anschließend kommen noch drei weitere Altersklassen. Freitags gibt es drei Einheiten mit dem Erzieher und Sozialarbeiter Martin Handrich. Der Tag endet schließlich mit dem Training für die Wettkämpfer bei Dennis Gutsche, der als ehemaliger Studenten-Europameister auch ein ausgesprochener Experte ist. Weitere Einheiten werden noch in Kooperation mit dem NRW Judoverband angeboten.

Neben diesen regelmäßigen Einheiten gibt es weitere Aktionen, wie zum Beispiel Familientraining am Wochenende, was auch sehr gut angenommen wird und wo die Eltern und Kinder verschiedener Altersklassen gemeinsam vor der Kamera im Wohnzimmer stehen bzw. sich bewegen. Ein Highlight war die „Judosafari @ home“, an der sich über 40 junge Judoka aus Leverkusen beteiligt haben. Dort mussten verschiedene Übungen wie Standweitsprung, Papierknäuelweitwurf, Ausdauer oder Malen absolviert und eingereicht werden. Die Übergabe der entsprechenden Abzeichen für den Judo-Anzug verlief natürlich corona-conform: Die Kinder konnten die Abzeichen in einer Art „Drive in“ am Vereinsparkplatz vom verkleideten Weihnachtsmann mit Mundschutz entgegennehmen.

Selbst Online-Prüfungen wurden im Lockdown abgelegt. Mehr als 20 Kinder nutzten diese Gelegenheit, die auch vom Judoverband forciert wurde. Über einen YouTube-Kanal wurden die Aufgaben vorgestellt, dann zu Hause geübt und vor der Kamera mit Geschwisterkind, Elternteil oder großem Stofftier demonstriert. Sogar einige Eltern haben sich entschlossen, an einer Prüfung teilzunehmen.

Weiterhin gab es noch einen Bewegungs-Adventskalender, der für die Judokinder in drei Altersklassen über den YouTube Kanal vom 1.-24. Dezember angeboten und jeden Tag von den Kindern absolviert wurde. Man hörte sogar von fleißigen Kindern, die Heiligabend alle 24 Übungen nochmal schafften.

In der ersten Januarwoche gab es traditionelles japanisches Kangeiko, ein Frühtraining zur kältesten Jahreszeit und zur kältesten Uhrzeit. Um 6 Uhr stellte sich Trainer Michael Weyres unter eine Straßenlaterne, weil es draußen ja noch dunkel war. Der jüngste Teilnehmer war sieben Jahre alt, es gab aber auch einen Teilnehmer, der unter den verwunderten Blicken seiner Kolleginnen und Kollegen auf einem Bayer-Parkplatz bei Minusgraden und Schneegestöber seine Härte unter Beweis stellte.

Anfang des Jahres ist eine tolle Aktion hinzugekommen, die sogenannte Team-Challenge, die von einem Bottroper Judoverein initiiert wurde. Der TSV stellt hierbei in den Altersklassen U10, U13 und U15 die meisten aller Teams dieses neuen Ligaformats. Zwei Mannschaften starten jeweils in den jüngeren Altersklassen und eine in der U15. Besonders gut lief es bei den jüngsten, die momentan Platz 1 und 2 der Tabelle belegen.

Die Liga läuft so ab, dass acht Starter jeweils zwei der acht Übungen absolvieren. Hierbei müssen zum Beispiel Wandsitzen, Unterarmstütz, Burpees oder Jonglieren nach strengen Kriterien in einer Zoom-Konferenz demonstriert werden. „Mit 90 Minuten Spannung ist das eine super Aktion, die bei den Teilnehmern, ihren Eltern und auch bei den Trainern momentan das Highlight darstellt“, berich-tet Judo-Trainer Michael Weyres, der Interessierten gerne weitere Informationen gibt. Kontakt unter www.tsvbayer04.de/Judo

Text: MW


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