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Judo-News

Charlotte Kronenthal zu Europameisterschaft U18 nominiert! Ein Interview mit Katrin Rehse

Charlotte Kronenthal erstmals für die U18-Europameisterschaften qualifiziert
Der nächste Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere ist erreicht: Die 16-jährige
Judoka Charlotte Kronenthal vom TSV Bayer 04 Leverkusen hat sich erstmals
für die U18-Europameisterschaften qualifiziert. Die Nachwuchsathletin, die in
der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm antritt, zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Judoka ihres Jahrgangs und belohnt sich nun mit der Teilnahme an ihrem bislang größten internationalen Wettkampf.
Vor ihrer Abreise zu den U18-Europameisterschaften hat die ehrenamtliche
Pressereferentin der Judoabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen, Katrin
Rehse, mit Charlotte Kronenthal über die Qualifikation, ihre Vorbereitung und
ihre Erwartungen an den internationalen Saisonhöhepunkt gesprochen.
Frage: Charlotte, wie bist du eigentlich zum Judo gekommen?
Charlotte Kronenthal: Eigentlich eher zufällig. Obwohl meine Eltern beide
Judo gemacht haben, hat mich der Sport zunächst gar nicht interessiert. Erst
als meine beste Freundin mit dem Judo angefangen hat, bin ich mitgegangen –
und hatte sofort Spaß daran. Ich habe vorher auch Eiskunstlaufen gemacht,
musste mich dann aber wegen der Trainingszeiten entscheiden. Im Nachhinein
war das genau die richtige Entscheidung.
Frage: Was fasziniert dich am Judo?
Charlotte Kronenthal: Judo ist ein sehr technischer Sport. Es geht nicht da
rum, den Gegner zu verletzen, sondern mit Technik erfolgreich zu sein. Außer
dem gefällt mir das Gemeinschaftsgefühl. Durch Wettkämpfe und Trai
ningscamps habe ich Freundschaften in ganz Deutschland und sogar im Aus
land geschlossen.
Frage: Was macht den Reiz eines Wettkampfes aus?
Charlotte Kronenthal: Im Judo kann wirklich alles passieren. Man bereitet sich
wochenlang auf einen Kampf vor, und am Ende entscheiden oft nur vier Minu
ten. Genau das macht den Sport so spannend.

Frage: Wie gehst du mit Niederlagen um?
Charlotte Kronenthal: Direkt nach einer Niederlage ist man natürlich ent
täuscht. Aber später kann man analysieren, was man besser machen kann.
Enttäuschung gehört dazu – wichtig ist, daraus zu lernen und den Blick wieder
nach vorne zu richten.
Frage: Wie bringst du Leistungssport, Schule und Freizeit unter einen Hut?
Charlotte Kronenthal: Das erfordert eine gute Organisation. Ich trainiere vier
mal pro Woche und nutze meine freien Tage für die Schule. Wenn ich wegen
Wettkämpfen fehle, arbeite ich den Stoff nach. Für Freunde bleibt weniger Zeit,
aber viele treffe ich ohnehin beim Training oder auf Judoreisen.
Frage: Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Charlotte Kronenthal: Ich bin ein offener und fröhlicher Mensch und komme
mit den meisten Menschen gut zurecht. Respekt ist für mich sehr wichtig. Man
sollte freundlich miteinander umgehen und niemanden vorschnell beurteilen –
das ist etwas, woran ich fest glaube.
Vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 treffen sich die besten Nachwuchsjudoka Europas
bei der U18-EM auf Gran Canaria. Bei den U18-Europameisterschaften kämpfen 438 Athletinnen und Athleten aus 43 Nationen um die kontinentalen Titel.
Mit dabei ist auch das deutsche Team, das mit 19 Judoka, und eine von Ihnen
ist Charlotte Kronenthal. Sie kämpft in ihrer Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm
am Dienstag, 30. Juni 2026.
Die Judo-Abteilung wünscht Charlotte viel Erfolg!

Foto: Deutscher Judobund in der Ausstattung der Nationalmannschaft mit dem goldenen Adler


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