Für Teamplayer

DM-Quali erneut als 3. verpasst!

Arg dezimiert mit lediglich fünf von ursprünglich neun Spielern im Kader trat man die Reise in's Niedersächsische Oldendorf an. Angreifer Jörg Müller laborierte zudem noch an Hüftproblemen, Abwehrspieler Karsten Baum war gerade erst von einem Hexenschuss genesen. Das Positive: Die Aufstellung ergab sich damit ganz von alleine!

Ohne konkrete Zielsetzung und entsprechend locker wollte man somit in's erste Vorrundenspiel gegen den Nordzweiten aus Diepenau gehen. Während das im ersten Satz mit 11:06 noch gut gelang, führten große Probleme mit dem Rückenwind und viele unnötige Eigenfehler im zweiten Durchgang zum 10:12-Satzverlust und somit einem ärgerlichen 1:1-Unentschieden.

Das zweite Vorrundenspiel gegen den Westfalenvertreter Vormwald begann leider erneut mit vielen Eigenfehlern, Abstimmungsfehlern und hieraus resultierend einem zwischenzeitlichen 02:07-Rückstand. Anschließend berappelte sich die Mannschaft aber zusehends und kämpfte sich bis auf einen Ball heran, setzte den letzten eigentlich schön vorgetragenen Angriff aber knapp zum 09:11 in's Seitenaus. Der inzwischen gute Spielfluss wurde hiervon aber nicht mehr unterbrochen und im vielleicht besten Satz des Turniers siegte man anschließend deutlich mit 11:05.

Als Gruppenzweiter ging es somit im Viertelfinale gegen den zweiten Westfälischen Vertreter aus Hilchenbach. Hierbei geriet der Sieg von Beginn an nie in Gefahr und die Mannschaft zog mit einem glatten 11:06 und 11:04 souverän in's Halbfinale ein.

Dort traf man auf die Mannschaft aus der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. In einem Duell auf Augenhöhe konnte man sich mit der Zeit einen 09:06-Vorsprung herausarbeiten, anschließend aber einen weiteren guten Angriff leider nicht verwerten. Hannover kam so unverhofft wieder zurück in's Spiel und konnte den ersten Satz am Ende denkbar knapp mit 13:11 für sich entscheiden. Während die Mannschaft hiermit noch sichtlich haderte, nutzte Hannover die Gunst der Stunde, zog schnell auf 08:03 davon und gewann auch Satz zwei am Ende deutlich mit 11:05.

Zwar sprang für die Mannschaft am "Grünen Tisch" am Ende noch der dritte Platz heraus, doch konnte dieser zunächst einmal nur wenig über die erneut knapp verpasste DM-Qualifikation hinwegtrösten.

Mit der einen oder anderen Wechseloption und etwas mehr gemeinsamen Training wäre sicherlich mehr drin gewesen, was alleine das gute Ergebnis gegen den späteren Sieger aus Diepenau beweist. Ob der personellen Situation kann und muss man unter dem Strich mit dem Erreichten jedoch zufrieden sein.

Und auch wenn es von außen vielleicht nicht immer so ausgesehen haben mag, hatten wir wieder eine Menge Spaß zusammen auf dem Platz ( und natürlich auch drum herum) und haben wie immer viele alte Weggefährten wiedergetroffen.

Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle natürlich unseren drei "Ultras" Kerstin, Angie und Vivi.

Es spielten: Ralf Liebschner, Jörg Müller, Matthias Fischer, Karsten Baum und Sebastian Pynappel

Bericht: Sebastian Pynappel

DM-Quali verpasst, aber Bronze gewonnen!

Ohne den an Grippe erkrankten Angreifer Jörg Müller fuhr die Mannschaft nach Lübberstedt, auch Allrounder Peter Reiter hatte weiterhin mit Hüftproblemen zu kämpfen. Nachdem man sich am Freitagabend noch mit einer leckeren Portion Grünkohl mit Pinkel im Hause Schierholz gestärkt hatte ( Nochmal ganz ganz lieben Dank, Frau Schierholz!!! ), ging es am Samstagmittag im ersten Vorrundenspiel gegen Vienenburg.

"Küken" Ralf Liebschner und Thorsten Jezorek übernahmen hierbei den Part im Angriff. Leider legte die Mannschaft den inzwischen ja fast schon tradionellen Fehlstart hin und holte nach verschlafenem ersten Satz lediglich ein 1:1-Unentschieden.  

Nachdem man so die ersten eigentlich fest eingeplanten zwei Punkte zum Teil verschenkt hatte, stand die Mannschaft im zweiten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Hagen bereits gehörig unter Druck. Im wohl besten Spiel des Tages zwischen zwei mit vielen ehemaligen Bundeligaspielern gespickten Mannschaften konnte man Hagen aber etwas überraschend mit 2:0 bezwingen und sich so wieder in eine deutlich bessere Ausgangsposition im Rennen um einen der ersten drei Tabellenplätze bringen.  

Der Preis hierfür war allerdings ein hoher, denn nun fiel auch noch Zuspieler Christian Steffens mit einer Oberschenkelzerrung für das restliche Turnier aus. Die Mannschaft kompensierte diese neuerliche Verletzung aber überraschend gut und konnte auch die letzten beiden Gruppenspiele gegen Brettorf und Gastgeber Lübberstedt jeweils mit 2:0 gewinnen. "Oldie" Karsten Baum fügte sich hierbei nahtlos in die umformierte Abwehrreihe neben Matthias Fischer und Sebastian Pynappel, welcher nun auf der Zuspielposition agierte, ein.

Am Ende des ersten Turniertages standen so zumindest ein wenig unerwartet der Gruppensieg und damit der direkte Einzug in´s sonntägliche Halbfinale, wofür die Mannschaft sich mit einem ausgiebigen Abendessen beim örtlichen Griechen belohnte.  

Daß der Gruppensieg nicht immer unbedingt ein Vorteil sein muss, zeigte sich dann am kommenden Sonntagvormittag. Aufgrund einer ebenfalls unerwarteten Abschlusskonstellation der andern Vorrundengruppe traf man im Halbfinale auf den neben Hagen zweiten Turnierfavoriten Essel, welcher sich im vorhergehenden Viertelfinale bereits warmspielen konnte und sich trotz starker Gegenwehr und zwischenzeitlicher 09:07-Führung im zweiten Satz an diesem Tag leider als zu gut erwies.  

Während Essel und der spätere Turniersieger Hagen so nun bereits die DM-Quali feiern konnten, blieb unserer Mannschaft nur das in diesem Jahr undankbare und bedeutungslose Bronzespiel gegen den zweiten gestrigen Gruppensieger aus Vormwald. In diesem rückte nun Mannschaftskapitän Michael Schierholz für den am Knöchel angeschlagenen Ralf Liebschner in den Angriff. Der Stachel der Enttäuschung saß zunächst ganz offensichtlich noch ziemlich tief, sodaß man schnell mit 0:1-Sätzen und 2:5-Punkten in Rückstand geriet.

Dann aber zeigte die Mannschaft noch einmal große Moral und tollen Charakter, drehte das fast schon verloren geglaubte Spiel und sicherte sich mit einem abschließenden 2:1-Sieg doch noch den Platz auf dem Podest.  

Mit dem Erreichten und der eigenen Leistung, vor allem aber mit dem gezeigten Teamgeist kann und muss man trotz aller erster Enttäuschung unter dem Strich absolut zufrieden sein. Und wer weiß, vielleicht passiert ja noch das eigentlich Unmögliche, der Kampf hat sich gelohnt und man fährt als zweiter Nachrücker am Ende doch noch mit zur DM Mitte April in´s Badische Bretten...  

In diesem Sinne:   Ein dreifaches "Mund nemme!"  

Es spielten: Michael Schierholz, Ralf Liebschner, Thorsten Jezorek, Christian Steffens, Matthias Fischer, Sebastian Pynappel, Karsten Baum, Peter Reiter

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