Für Teamplayer

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Crashkurs Faustball

Faustball ist ein Rückschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften auf zwei Halbfeldern gegenüber stehen. Sie sind durch eine Mittellinie und ein Band (auch Leine genannt) getrennt, welches zwischen zwei Pfosten in zwei Meter Höhe gespannt ist. Jede Mannschaft hat fünf Spieler und versucht, einen Ball mit dem Arm so über die Leine ins gegnerische Halbfeld zu schlagen, daß er für die gegnerische Mannschaft nicht erreichbar ist.

Berührung des Balles

Der Ball darf zwischen jeder Berührung durch einen Spieler einmal auf dem Boden aufspringen, jedoch nur innerhalb des Spielfeldes. Pro Spielzug darf er von max. drei unterschiedlichen Spielern berührt werden, muß dann aber spätestens durch den dritten Spieler über die Leine zum Gegner zurückgespielt werden. Die Leine darf weder vom Spieler, noch vom Ball berührt werden (Fehler!). Der Ball wird bei der Abwehr und beim Zuspiel mit dem ausgestreckten Unterarm gespielt, beim Angriff mit der Faust geschlagen. Berührt er die ausgestreckte Handfläche oder andere Körperteile als den Arm, wird dies als Fehler gewertet.

Die Zählweise

Gespielt wird nach Punkten. Wenn eine Mannschaft einen Fehler macht, bekommt die Andere einen Punkt, auch wenn Sie keinen Aufschlag hatte. Die Mannschaft, die den letzten Fehler begangen hat, macht den nächsten Aufschlag. In der Jugend- und Altersklasse wird nach Sätzen gespielt, der Unterschied liegt in der Anzahl der Gewinnsätze, wobei ein Satz bis 11 Punkte geht.

Der Ball

Der Ball ist hohl, besteht aus Leder, ist (je nach Altersklasse) ca 300 bis 380 g schwer und hat einen Durchmesser von ca. 20 cm. Er kann bei einem Angriffsschlag bis zu 130 km/h erreichen.

Feld- und Hallensaison

Faustball ist kein saisonbedingter Sport. Im Sommer spielt man auf Rasenplätzen. Im Winter wird in der Halle gespielt, wobei das Handballfeld als Spielfläche genutzt wird. In der Halle ist jede Wandberührung des Balles ein Fehler. Die Decke darf außer beim Versuch den Ball in die gegnerische Hälfte zu befördern (Fehler!) durch den Ball berührt werden.

Das Spielfeld

Im Freien hat das Spielfeld eine Ausdehnung von 50 mal 20 Metern. In der Halle wird das Handballfeld benutzt. Die Aufschlaglinie ist jeweils drei Meter von der Mittellinie entfernt. Sie darf beim Aufschlag nicht berührt oder überschritten werden. Die Linien zählen zum Feld. Somit darf bei Linienberührung des Balles weitergespielt werden. Im Minibereich (Alter bis 11 Jahre) ist das Feld noch wesentlich kleiner. In der Mitte des Feldes ist zwischen zwei Pfosten ein Band gespannt. Die Leinenhöhe richtet sich nach den verschiedenen Spielklassen.

Die Spieler

Im Gegensatz zum Volleyball, wo die Spieler rotieren und nach jedem Aufschlagwechsel eine andere Position einnehmen, hat im Faustball jeder Spieler seine feste Position. Sie darf zwar im Spiel beliebig oft getauscht werden, doch dies ist eher untypisch, da meist jeder Spieler ein Spezialist auf seiner Position ist. Ein weiterer Unterschied zum Volleyball ist, daß man beim Faustball mit einem Spieler weniger (fünf pro Mannschaft) auf einem wesentlich größeren Spielfeld agiert. Dies hat zur Folge, daß jeder einzelne Spieler natürlich viel mehr Raum abdecken muß, um Bälle zu erlaufen. Allerdings darf der Ball ja zwischen jeder Berührung eines Spielers einmal auf dem Boden aufspringen.

Angreifer

Schlagkraft, Treffsicherheit und ein optimaler Bewegungsablauf sind notwendig, um die Angabe (auch Aufschlag genannt) zur vollen Wirkung kommen zu lassen. Ziel der Angabe ist ein direkter Punkt, oder zumindest ein Erschweren des gegnerischen Spielaufbaus. Sie ist oft reine Nervensache und ist sie zu schwach, kann der Gegner direkt punkten. Ein zu hohes Risiko bei der Angabe kann jedoch leicht eine Leinenberührung oder einen Ausball zur Folge haben. Im Angriff aus dem Spiel ist neben einem hohen Schlagrepertoire vor Allem der Blick für die Schwäche des Gegners entscheidend. Der Angreifer nutzt für einen harten Schlag neben der Geschwindigkeit des Anlaufs die Wucht des vom Zuspieler vorgelegten Balles. Im Idealfall läßt der Angreifer seine Gegenspieler möglichst lange über Art, Geschwindigkeit und Richtung des Balles im Unklaren. Von der Spielweise und Trefferquote des Angreifers hängen im besonderen Maße Erfolg oder Mißerfolg einer Mannschaft ab.

Zuspieler

Der Zuspieler (auch Aufbauspieler) beeinflußt wesentlich die Art des folgenden Angriffs. Er muß in der Lage sein, dem Angreifer aus jeder Position, innerhalb und außerhalb des Feldes, den Ball präzise zuzuspielen. Dafür muß er den Ball so berechnen, dass er nach dem Aufspringen seinen höchsten Punkt möglichst in Leinennähe hat, weil er dann durch den Angreifer am wirkungsvollsten zu schlagen ist. Hierbei muß gerade im Feldfaustball die Bodenbeschaffenheit, Windrichtung und Entfernung zur Leine berücksichtigt werden. Eine Mannschaft ohne Zuspieler ist nur die Hälfte wert.

Abwehrspieler

Der Abwehrspieler bereitet mit gekonnter Deckungsarbeit den eigenen Angriff vor. Ein präzise geschlagener, gegnerischer Angriffsball ist kaum im Laufen zu erreichen. Trotz guten Stellungsspiels werden die letzten Meter oftmals durch einen Hechtsprung zurück gelegt. Durch dosiertes zurückziehen des Armes können auch die härtesten Angriffsschläge entschärft werden. Ein guter Abwehrspieler muß Gewandtheit, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Sicherheit am Ball, gutes Stellungsspiel und Mut zum körperlichen Einsatz vereinen. Ohne eine gute Abwehr kein Angriff. Nur außergewöhnliche Leistungen der Abwehrspieler ermöglichen attraktive Ballwechsel.

Wieviel Mannschaften spielen eigentlich Faustball?

Die aktuelle Zahl der Faustballvereine beträgt 1.057. In insgesamt 768 Spielklassen spielen ca. 4900 Mannschaften. Geht man davon aus, dass zu einer Mannschaft durchschnittlich 7 Spieler gehören, dann sind es rund 35.000 Spieler/innen. Im Jahr 1997 waren in Deutschland in 19 Landesturnverbänden 41.235 Spielerpässe ausgestellt.

Wie spielt man Faustball?

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