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Mariana Lopes setzt sich gegen die BVB-Deckung durch.   Foto: Dembinski
Mariana Lopes setzt sich gegen die BVB-Deckung durch. Foto: Dembinski

| Handball

Werkselfen halten gegen den BVB gut dagegen

Das NRW-Duell in der Handballbundesliga der Frauen ging erwartungsgemäß an den Favoriten.


Meisterschaftskandidat Borussia Dortmund setzte sich im Nachholspiel vom 3. Spieltag bei den Werkselfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen mit 27:21 durch und übernahm als einziges verlustpunktfreies Team nun auch die Tabellenspitze.

Doch der Champions-League-Teilnehmer aus Westfalen hatte bei den Rheinländerinnen mehr Mühe als erwartet. Das Team von André Fuhr, welches mit einem Toreschnitt von 33 Treffern pro Partie die torgefährlichste Mannschaft der Liga stellt, tat sich gegen ein diszipliniert verteidigendes und leidenschaftlich kämpfendes Team aus Leverkusen über 60 Minuten schwer.

Den Werkselfen, die neben Fanta Keita und Mia Zschocke auch auf die am Daumen verletzte Mareike Thomaier verzichten mussten, starteten hervorragend in die Partie, führten schnell 2:0 und konnten dann einen gehaltenen Siebenmeter von Vanessa Fehr, die das Duell vom Punkt gegen Nationalspielerin Alina Grijseels für sich entschied, bejubeln.

Der BVB benötigte etwas Anlaufzeit, um in die Partie zu kommen. Zwar nahmen die Schwarz-Gelben nach und nach das Zepter in die Hand, doch die Gastgeberinnen hielten couragiert dagegen und konnten den Rückstand gegen das Topteam der Liga in der Halbzeit bei minus drei halten.
Nach der Pause erhöhte der BVB das Tempo, doch Leverkusen hielt weiter couragiert dagegen und verhinderte durch disziplinierte Spielweise in der Offensive das gefürchtete Konterspiel der Dortmunderinnen. Dennoch brachte der neue Tabellenführer die Partie sicher nach Hause und heimste zwei weitere Pluspunkte auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft ein.

Die gewonnenen Punkte standen für BVB-Trainer Fuhr in Anbetracht der Belastungen der vergangenen Wochen auch an erster Stelle: „Wir waren sicherlich nicht zu einhundert Prozent unterwegs, haben inkonsequent in Angriff und Abwehr agiert und haben uns zum Sieg, der ohne Zweifel verdient war, gequält. Ich habe kein gutes Spiel von unserer Mannschaft gesehen. Aber wir spielen jeden dritten Tag, da ist es schwer die Schraube bis zum Ende zu drehen. Wir nehmen die Punkte und müssen Samstag in der Liga gegen Mainz schon wieder ran, danach Mittwoch in Frankreich und so weiter.“

Den Gastgeberinnen gab Fuhr noch ein paar lobende Worte mit auf den Weg: „Ich habe eine gut kämpfende Leverkusener Mannschaft gesehen, die sich sicherlich gegenüber den letzten drei Spielen deutlich verbessert hat und das diszipliniert gemacht hat“, so der BVB-Trainer.
Das hörte Elfentrainer Martin Schwarzwald gerne und sparte ebenfalls nicht mit Lob für sein Team: „Ich bin zufrieden. Wir haben in den letzten Spielen ein wenig den Willen vermissen lassen, in jeden Zweikampf zu gehen, vor allem in der Deckung. Da hat Jennifer Kämpf heute in der Abwehrmitte ein überragendes Spiel abgeliefert. Das hat Spaß gemacht. Lob an meine Mädels. Die Leistung müssen wir am Sonntag wiederholen, wenn unser übergeordnetes Saisonziel - Buchholz schlagen und Einzug ins Pokal-Final4 - ansteht.“

Die Spielstatistik:
TSV Bayer 04 Leverkusen – Borussia Dortmund 21:27 (10:13)
Leverkusen: Fehr, Graovac; Jurgutyte (1), Hinkelmann, Sprengers (4/1), Holste (1), Souza, Kämpf (1), Bruggeman, Polsz (3), Einarsdottir, Lopes (4), Huber (6/3), Cormann (1); Trainer: Martin Schwarzwald.
Dortmund: Duindam, Roch, ten Holte; Grijseels, Monti Danielsson (1), van Zijl (2), Smits (5), Abdulla (6/1), Stockschläder (5), Gutierrez Bermejo (1), Freriks (3), Dulfer (3), van der Heijden, Vollebregt, Rode, Bleckmann (1); Trainer: André Fuhr.
SR: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst) – Z: keine. – Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Sprengers, Holste – Grijseels, Danielsson, Stockschläder, Dulfer, von der Heijden). – Siebenmeter: 6/4:2/1 (Huber scheitert an Duijndam/23. und an ten Holte/46. – Grijseels scheitert an Fehr/3.). – Spielfilm: 2:0 (4.), 2:3 (8.), 4:4 (10.), 6:6 (14.), 6:8 (15.), 7:8 (16.), 7:10 (20.), 9:10 (24.), 10:11 827.), 10:13 (30.) – 10:15 (32.), 11:17 (34.), 14:18 (36.), 16:20 (42.), 17:24 (50.), 20:25 (54.), 21:27 (60./EN).

Knut Kleinsorge

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