Für Wissbegierige
Die Handball-Elfen kamen bei der HSG Blomberg-Lippe zu einem Remis. Foto: Dembinski
Die Handball-Elfen kamen bei der HSG Blomberg-Lippe zu einem Remis. Foto: Dembinski

| Handball

Unentschieden in der Schlusssekunde

In der Schlusssekunde sicherten sich die Handball-Elfen ein 19:19 (11:10) und damit einen Punkt bei der HSG Blomberg-Lippe.

 


Beste Schützinnen für Leverkusen waren Jennifer Rode, Sally Potocki und Jurgutyte, die jeweils vier Mal trafen. Für Blomberg kam Silje Brons Petersen auf sechs Tore.

Die Geschichte dieses Spiels ist im Prinzip schnell erzählt. Es war von Beginn an eine enge Partie, in der die Werkselfen die meiste Zeit über in Führung lagen. Dies gelang den Gastgeberinnen nur genau zweimal, nämlich beim 6:5 (15. Minute) und beim 19:18 110 Sekunden vor Schluss. Ein handballerischer Leckerbissen war es gewiss nicht, den die 880 Zuschauer geboten bekamen, die Begegnung lebte in der Hauptsache von der Spannung. Beiden Mannschaften unterliefen viele technische Fehler, aber beide streuten auch immer wieder mal starke Szenen ein.

Bayer verteidigte vor den Augen von Linda Stahl, der Speerwurf-Europameisterin von 2010, die ihrer Heimat einen Besuch abstattete, fast durchgehend gut; im Angriff aber fehlte es oftmals vor allem an Genauigkeit. Punktgenaue Zuspiele an den Kreis gab es beispielsweise nur wenige. Alles in allem standen den 19 Torerfolgen 17 Fehlversuche gegenüber. Die Quote der Blombergerinnen war allerdings keineswegs besser. Gleiches gilt für die Ballverluste, von denen sich die Gäste 18 erlaubten. Nach knapp 20 Minuten hatten sich die Elfen erstmals auf zwei Tore abgesetzt (8:6) und konterten damit die erste Blomberger Führung. In der 26. Minute betrug der Elfen-Vorsprung sogar drei Treffer (11:8), ehe man jedoch bis zum Halbzeitpfiff ohne Torerfolg blieb.

Drei Tore waren es dann auch wieder beim 13:10 (36.) oder beim 15:12 (44.). Immer wieder streute Leverkusens Torhüterin Nele Kurzke starke Paraden ein, parierte unter anderem drei Siebenmeter. Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass Blomberg nach neun Minuten ohne Treffer ab der 49. Minute zur Aufholjagd blies. Dafür aber sorgte Kurzke mit weiteren Rettungsaktionen dafür, dass die Lipperinnen erst 110 Sekunden vor dem Ende zur zweiten Führung überhaupt kamen und nicht schon vorher. 30 Sekunden vor Schluss parierte sie ein letztes Mal und verhinderte damit die Vorentscheidung.

Dann war es der vor allem in zweiten Durchgang starken Zivile Jurgutyte vorbehalten, in letzter Sekunde mit einem entschlossenen Kraftakt nochmals auszugleichen. “Wenn man nahezu das ganze Spiel über führt, muss man am Ende wohl eher von einem Punktverlust sprechen. Wenn man aber in der Schlusssekunde das Ausgleichstor erzielt, ist es vielleicht doch eher ein Punktgewinn. Auf jeden Fall hat sich meine Mannschaft diesen Punkt durch eine starke kämpferische Leistung absolut verdient”, meinte Bayers Coach Robert Nijdam in der Nachbetrachtung.

TSV Bayer 04: Kurzke, Fehr – Je. Rode (4/1), Potocki (4/1), Jurgutyte (4), Jo. Rode (2), Berger (2), Kämpf (1), Hodel (1), Bruggeman (1), E. Rode, von Pereira, Berndt, Souza, Thomaier.

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