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Trotz Niederlage viel Lob für die Werkselfen

Der TSV Bayer 04 Leverkusen hat zum Auftakt des 7. Spieltages der Handballbundesliga der Frauen den Favoriten Borussia Dortmund ordentlich ins Schwitzen gebracht.


Zwar unterlagen die Werkselfen beim seit Februar 2020 in der Liga ungeschlagenen Deutschen Meister mit 24:30 (15:12), doch erntete der Tabellenelfe vom Rhein anschließend viel Lob für seinen couragierten Auftritt.

„Ich bin stolz darauf, wie wir uns präsentiert haben. Es war eine gute Teamarbeit mit vielen positiven Dingen, die wir für die kommenden Aufgaben mitnehmen können“, so Natascha Kuhfuß, die den erkrankten Martin Schwarzwald auf der Trainerbank vertrat.

Schwarzwald war auf Leverkusener Seite nicht der einzige kurzfristige Ausfall, denn auch Stammtorhüterin Kristina Graovac konnte die Reise nach Dortmund nicht mit antreten. Da beim BVB mit Yara ten Holte die etatmäßige Nummer eins ebenfalls ausfiel, rückten Nela Zuzic (Bayer) und Madita Kohorst (BVB) zwischen die Pfosten.

Dass die Werkselfen nach „zitterigem Start“ – nach elf Minuten lag man 3:7 im Hintertreffen – im Laufe der ersten Hälfte immer besser ins Spiel fanden, lag auch an der starken Vorstellung der Kroatin im Tor der Werkselfen. 48 Prozent gehaltene Bälle verbuchte Zuzic bis zum Wechsel und sorgte mit dafür, dass die Gäste überraschend mit einer 15:12-Führung in die Kabinen gingen.

„Nach dem mäßigen Start sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben in der Abwehr im Verbund mit Nela stabil gearbeitet. Im Angriff sind uns die nötigen Tore geglückt, sodass wir den BVB ins Zittern gebracht haben“, so Kuhfuß, die unter ihrem Mädchennamen Koceska für beide Vereine gespielt hat und 2015 mit dem BVB in die Bundesliga aufstieg.

Nach der Pause zogen die Dortmunderinnen angetrieben von Alina Grijseels das Tempo an. Die Nationalspielerin erzielte drei Tore in Folge und brachte die Schwarz-Gelben mit 21:19 (45.) wieder in Führung und letztlich auf die Siegerstraße. Kurz zuvor kassierte Werkselfe Loreen Veit nach einem Foul an Amelie Berger die Rote Karte.

Auf Seiten der Werkselfen machten sich nun vermehrt die fehlenden Alternativen bemerkbar. Mit der 17-jährigen Pia Terfloth kam eine weitere Juniorelfe zum Einsatz, die besonders in der Abwehr einen starken Eindruck hinterließ.

„Leider haben uns am Ende ein wenig die Kräfte gefehlt. Das Ergebnis mit einem Unterschied von sechs Toren ist zu hoch ausgefallen. Wir haben als Team ein gutes Spiel mit viel Emotionen gezeigt. Darauf können wir für die kommenden Aufgaben aufbauen“, so Kuhfuß abschließend.

Das nächste Spiel steht allerdings erst am 21. November auf dem Programm, wenn die HSG Bensheim/Auerbach ihre Visitenarte in Leverkusen abgibt.

Die Spielstatistik:

Borussia Dortmund – TSV Bayer 04 Leverkusen 30:24 (12:15)

Dortmund: Woltering, Kohorst; Berger (7), Grijseels (6/3), Sando, Zschocke (2), Moreno (3), Kücükyildiz (2/1), Abdulla, Gutierrez Bermejo, Freriks (3), van der Heijden (6), Rønning (1/1); Trainer: André Fuhr.

Leverkusen: Humpert, Zuzic; Thomaier (3), Jurgutyte (3), Hinkelmann (3), Klein (7), Cormann (1), Bruggeman (1), Kaludjerovic, Ronge, Terfloth, Huber (6/3), Veit, Klobucar; Trainerin: Natascha Kuhfuß.

SR: Fedtke/Wienrich (Berlin) – Z: 300. – Zeitstrafen: 8:6 Minuten (Freriks/zweimal, Zschocke und Bankstrafe Fuhr– Hinkelmann, Bruggeman und Disqualifikation Veit/42.). – Siebenmeter: 6/3:2/0 (Zuzic hält gegen Rønning/24. und Grijseels/39., Kücükyildiz an die Latte/59.). – Spielfilm: 3:0 (7.), 6:2 (10.), 7:3 (11.), 7:5 (13.), 9:6 (14.), 9:8 (16.), 11:8 (18.), 11:11 (23.), 12:11 (23.), 12:15 (30.) – 14:15 (33.), 14:16 (34.), 16:18 (36.), 18:19 (39.), 21:19 (42.), 21:20 (45.), 23:20 (48.), 23:21 (48.), 26:21 (55.), 26:22 (56.), 29:23 (59.), 30:24 (60./EN).

KK

 

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