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Torben Blech entscheidet den Wettkampf im Autokino für sich. Foto: Kenny Beele / Sportstadt Düsseldorf
Torben Blech entscheidet den Wettkampf im Autokino für sich. Foto: Kenny Beele / Sportstadt Düsseldorf

| Leichtathletik

Torben Blech dominiert Windlotterie im Düsseldorfer Autokino

Torben Blech hat am Freitagabend die PSD Bank Flight Night im Autokino Düsseldorf für sich entschieden.


Beim während der Corona-Krise deutschlandweit ersten Leichtathletik-Event mit Zuschauern überwand der 25-Jährige 5,55 Meter. Auch die anderen Podestplätze gingen an den TSV Bayer 04 Leverkusen. Ein Unwetter zwang zu einer halbstündigen Unterbrechung.

Wo sonst Blockbuster über die 400 Quadratmeter große Leinwand flimmern, gaben sich jetzt Extraklasse-Stabhochspringer ein Stelldichein. Dass das ganz große Kino ausblieb, lag am schlechten Wetter. Eine Gewitterfront zog zwar vorbei, doch böiger Wind fuhr den Athleten gehörig in die Parade. Als die Bedingungen absolut unzumutbar wurden, ordneten die Verantwortungsträger eine 30-minütige Pause an.

Danach übernahm ein Akteur, der sich im letzten Jahr in Hollywood reifer Manier nach ganz oben katapultiert hatte, die Rolle des Regisseurs: Torben Blech gab mit 5,55 Metern den Ton an - vor 230 Fahrzeugen, deren Insassen die Stimmung per Warnblinker, Abblendlicht und Scheibenwischer anheizten. Moderation und Musik kamen über das Autoradio. So auch Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“, das immer dann aufgelegt wurde, wenn der Sieger am Anlauf stand.

Weiße Weste bis 5,55 Meter

Der 25-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen stieg bei 5,20 Metern ein und holte auch 5,40 und 5,55 Meter im ersten Versuch. Bei 5,65 Meter haderte er vor allem mit dem Anlauf. „Ein typisches Phänomen des ersten Wettkampfes. Da passt noch nicht alles“, sagte Torben Blech am Mikrofon von Infield-Moderator Lars Börgerling. Mit einem Schmunzeln konterte er die Frage, inwieweit ihm die mitternächtliche Kühle zu schaffen mache. „Ich bin ein Siegerländer Jung, da sind die Temperaturen kühler als hier“, so Torben Blech.

Sein Klubkollege Bo Kanda Lita Baehre touchierte die Latte bei 5,55 Meter hauchdünn mit der Brust. Unter dem Strich blieben dem WM-Vierten 5,40 Meter. „Ich habe wesentlich mehr drauf, aber es hat heute nicht sollen sein“, kommentierte der Quasi-Lokalmatador, der sich den zweiten Platz mit Philip Kass (TSV Bayer 04 Leverkusen) teilte. Er flog mit 5,40 Metern nur einen Zentimeter an der Bestleistung vorbei, bestätigte aber seine Höhe von den Deutschen Hallen-Meisterschaften, wo er Dritter geworden war. Bei 5,55 Meter sah der 21-Jährige keineswegs chancenlos aus.

Karsten Dilla (TSV Bayer 04 Leverkusen) schrieb sich als Fünfter mit 5,20 Metern in die Ergebnisliste ein, die von den amtlichen Statistikern allerdings nicht übernommen wird, da der Wettbewerb keinen offiziellen Charakter hatte.

Harald Koken

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