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Die deutsche Meisterin Sylvia Schulz (Mitte) mit Vorjahressiegerin Lisa Sophie Hartmann (links) und Anna Lindenau. Foto: Schulz
Die deutsche Meisterin Sylvia Schulz (Mitte) mit Vorjahressiegerin Lisa Sophie Hartmann (links) und Anna Lindenau. Foto: Schulz

| Leichtathletik

Sylvia Schulz Deutsche Jugend-Meisterin

Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Rostock hat der TSV Bayer 04 Leverkusen am Wochenende einmal Gold und insgesamt fünf Medaillen eingeheimst.


U20-WM-Halbfinalistin Sylvia Schulz wurde über 400 Meter Hürden ihrer Favoritenrolle gerecht. Kugelstoßerin Cimberly Dreistein und Hürdensprinterin Marlene Meier sowie die TSV-Frauen bei den parallel ausgetragenen Meisterschaften in den Mittelstrecken-Staffeln holten Silber. Stabhochspringerin Paulina Brems wurde mit Bestleistung Dritte.

U20-WM-Halbfinalistin Sylvia Schulz wurde über 400 Meter Hürden ihrer Favoritenrolle gerecht, haderte aber mit ihren 58,96 Sekunden. „Seit 2015 habe ich mich jedes Jahr einen Platz hoch gearbeitet. Von der Zeit her ist noch Luft nach oben“, meinte die Athletin von Tobias Kofferschläger. „Nächste Woche beim Länderkampf in Berlin werde ich noch einmal meine Bestzeit angreifen“, sagte die Leverkusenerin, die vor Titelverteidigerin Lisa Sophie Hartmann (SpVgg Renningen; 60,02 sec), bei der U20-WM Mitglied der fünftplatzierten deutschen Langsprint-Staffel, das Ziel erreichte.

Über 3x800 Meter blieb es spannend bis zum Schluss. Leverkusens Startläuferin Lena Klaassen setzte sich nach 100 Metern an die Spitze, doch Christine Gess zog nach 600 Metern vorbei und übergab den Stab als Erste. Der DM-Vierten Katharina Trost gelang es, das Feld zu entzerren und der DM-Sechsten Rebekka Ackers etwa zehn Meter abzunehmen. Ein Vorsprung, den Leverkusens Schlussläuferin Sarah Schmidt nach einer Runde wieder ausgleichen konnte. 300 Meter vor Schluss zog die Deutsche Vize-Meisterin an Mareen Kalis vorbei, doch diese konterte auf der Zielgeraden unwiderstehlich. Die LG Stadtwerke München erkämpfte den Titel in 6:12,41 Minuten, der TSV Bayer 04 Leverkusen holte in 6:12,86 Minuten DM-Silber. Die TSV-Zweitvertretung mit Fiona Kierdorf, Denise Krebs und Laura Vierbaum kam auf 6:37,17 Minuten und Platz acht.

Cimberly Dreistein war es, die gleich zu Beginn der dreitägigen Titelkämpfe für den silbernen Auftakt sorgte. Ihre Kugel flog in der U18 zunächst auf die neue persönliche Rekordmarke von 15,93 Metern, bevor sie ganz zum Schluss den ersten 16-Meter-Stoß (16,10 m) ihrer noch jungen Karriere feiern konnte. „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet und es war bis zum Schluss ein Kampf um die Medaillen. Ich bin gerade überglücklich“, sagte die Athletin von Matthias Rau im Anschluss, der die Silbermedaille in Rostock mehr wert war als ihr U16-DM-Titel vor zwei Jahren: „Der Weg hierher war sehr viel länger als vor dem Titel vor zwei Jahren. Jeder Meter danach hat mich viel Kraft gekostet.“

Ebenfalls eine magische Marke konnte Marlene Meier über 100 Meter Hürden unterbieten. Und das trotz starkem Gegenwind. Erst vor ein paar Wochen pulverisierte sie ihre bis dato gültige Bestmarke auf 14,01 Sekunden. In Rostock stand erstmals eine 13 vor dem Komma. In 13,93 Sekunden bei 1,8 Meter Gegenwind pro Sekunde freute sich die Tochter von Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel und des Zehnkampf-Olympiasechsten Paul Meier über die Silbermedaille. „Das ist das erste Mal, dass ich unter 14 Sekunden gelaufen bin. Ich war zwischenzeitlich total überrascht, dass ich mithalten konnte. Ich hatte schon im Vorlauf [14,05 Sekunden] ein sehr gutes und flüssiges Gefühl. Es war einfach nur toll“, freute sich die Athletin von Markus Irrgang.


Stabhochspringerin Paulina Brems bot einen Klassewettkampf, nahm bis 3,80 Meter alle Höhen im ersten Versuch und steigerte dann die persönliche Bestleistung auf 3,90 Meter. Das brachte den viel umjubelten dritten Platz. Berit Scheid erkämpfte im 1.500-Meter-Finale der U20 mit der Saisonbestzeit von 4:37,04 Minuten den vierten Platz. In Abwesenheit des derzeit besten deutschen U20-Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre – er bereitet sich auf die Europameisterschaften in Berlin vor – glänzte Marc Andre Jakobs mit Platz vier und übersprungenen 4,80 Metern. „Ich habe leider eine kleine Verletzung am Fußgelenk, deshalb konnte ich die letzten Wochen nicht richtig trainieren“, erklärte Marc Andre Jakobs. Etwas ärgerlich: Der Bronzerang ging an einen Athleten, der ebenfalls 4,80 Meter übersprungen ist, allerdings mit einem Fehlversuch weniger.

Einen beachtlichen fünften Rang erkämpfte Luzie Ronkholz über 1.500 Meter Hindernis. Und auch für sie fehlte nicht viel zum Podestplatz. Sie ließ die Uhr nach 4:56,97 Minuten stoppen. Nicht einmal zwei Sekunden schneller war die Drittplatzierte. Schnell wie nie über 3.000 Meter war Alexandra Lang unterwegs. 10:00,19 Minuten brachten der Athletin von Moritz Eltze in der U20 Platz sechs. Victoria Krause katapultierte den Speer als Sechste der U20 auf 45,18 Meter- eine Steigerung um elf Zentimeter. Rebekka Leslie Babilon schlug sich im 400-Meter-Finale der U20 als Sechste mit 57,30 Sekunden achtbar.

Mit seinem in dieser Saison bisher besten Wettkampf überzeugte auch Stabhochspringer Finn Jakob Torbohm. Mit 4,40 Metern verbesserte er seine Saisonbestmarke um zehn Zentimeter und freute sich über Rang sieben. Einen weiteren siebten Platz belegte Pauline Hillebrand im Hochsprung. Sie überflog 1,71 Meter und scheiterte erst an einer neuen persönlichen Rekordhöhe von 1,74 Meter. Zehnkämpfer Henri Schlund holte im 400-Meter-Hürdenfinale der U20 mit 55,06 Sekunden den achten Platz.

 

Harald Koken

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