Für Wissbegierige
Halloween-Spiel in der Sparda 2. Liga Pro: SCU Emlichheim besiegt die BayerVolleys Leverkusen mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:20). Die Ergebnisgrafik zeigt beide Mannschaften mit ihren Vereinslogos und dem Motto „Süßes oder Saures“.
Süßes für Emlichheim, Saures für Leverkusen: Die BayerVolleys müssen sich am Halloween-Spieltag beim SCU Emlichheim mit 0:3 geschlagen geben. (Fotos: Jens Ballmann (links) und Oliver Heuser (rechts), KI modifiziert)

| Volleyball

Süßes oder Saures: Leverkusen verliert in Emlichheim mit 0:3

BayerVolleys Leverkusen verliert in Emlichheim mit 0:3 (14:25, 21:25, 20:25) und kassiert am vierten Spieltag die erste Liga-Niederlage der Saison.


Zwei Sätze hielten die Leverkusenerinnen bis zur Satzmitte mit. MVP wurden Clara Wübbeke und Leonie Klassen.

Nach drei Siegen die erste Liga-Niederlage

BayerVolleys Leverkusen hat am Samstag, 31. Oktober, beim SCU Emlichheim mit 0:3 verloren (14:25, 21:25, 20:25). Für das Team von Trainer Tigin Yaglioglu ist es am vierten Spieltag der Sparda 2. Liga Pro die erste Niederlage im Meisterschaftsbetrieb, ausgerechnet am Halloween-Samstag.

Vor 420 Zuschauern in der Vechtetalhalle standen am Ende 55 Leverkusener Punkte gegen 75 des Gastgebers. Als wertvollste Spielerinnen wurden Clara Wübbeke und auf Emlichheimer Seite Leonie Klassen ausgezeichnet.

Sechs Tage zuvor hatte dieselbe Paarung im DVV-Pokal 1:3 geheißen, damals in der Ostermann-Arena und nach zwei Sätzen, die erst in der Schlussphase verloren gingen (25:18, 20:25, 24:26, 23:25). In Emlichheim fiel die Entscheidung früher. Drei Ligaspiele hatte Leverkusen zuvor gewonnen, zwei davon im Tiebreak.

Sechs Punkte vor dem ersten eigenen Zähler

Emlichheim hatte den ersten Aufschlag und nutzte ihn. Sechs Punkte in Folge brachten dem SCU das 6:0, Leverkusen nahm die erste Auszeit bereits bei diesem Spielstand. Beim 5:13 folgte die zweite. Emlichheim führte in diesem Satz von der ersten Berührung an, ein Gleichstand kam nicht zustande.

Beim 11:24 lag Leverkusen mit 13 Punkten im Rückstand, der größte des Nachmittags. Erst beim 14:24 nahm Emlichheim seine erste Auszeit. Nach 19 Minuten stand das 14:25.

Augenhöhe bis zum 11:11, dann vier Punkte Emlichheim

Der zweite Durchgang begann mit Leverkusener Aufschlag. Drei Punkte in Folge brachten das 4:2 und eine frühe Emlichheimer Auszeit. Bis zum 11:11 glichen die Gäste jeden Rückstand aus, sechsmal stand der Satz unentschieden, dreimal wechselte die Führung.

Beim 11:11 setzte Emlichheim vier Punkte in Folge zum 11:15. Leverkusen nahm beim 14:17 und beim 17:20 seine Auszeiten, kam beim 19:24 noch einmal heran und wehrte mit zwei Zählern zum 21:24 zwei Satzbälle ab. Der dritte saß, nach 23 Minuten stand das 21:25.

Beim 12:12 kippt der dritte Satz

Der dritte Satz war der engste der Partie. Leverkusen führte 2:0, danach wechselte die Führung nur noch einmal, sieben Gleichstände prägten den Durchgang. Beim 12:12 setzte Emlichheim fünf Punkte in Folge zum 12:17.

Leverkusen nahm beim 12:15 und beim 16:21 die Auszeiten, beim 16:20 kam Luzie Wiedeking für Charlotta Werscheck. Vom 16:20 verkürzten die Gäste auf 20:23, Emlichheim machte mit zwei Punkten den Satz und das Spiel zu. Nach 24 Minuten und damit der längsten Spielzeit des Nachmittags stand das 20:25.

Vier und fünf Punkte: die Serien zur Satzmitte

Zwischen Mitgehen und Gewinnen lagen an diesem Nachmittag zwei kurze Phasen. In Satz zwei fielen beim Stand von 11:11 vier Emlichheimer Punkte, in Satz drei beim 12:12 fünf. Beide Male war der Durchgang bis dahin offen und danach entschieden. Leverkusen kam in beiden Sätzen noch einmal heran, in Satz zwei auf 21:24, in Satz drei auf 20:23; ein Satzgewinn gelang nicht mehr.

Über das Spiel verteilt holte Emlichheim 75 Punkte, Leverkusen 55. Die Leverkusener Ausbeute stieg von 14 auf 21 und 20 Zähler je Satz. Entscheidend war der Zeitpunkt: In den beiden Sätzen, in denen die Mannschaft mithielt, fiel die Emlichheimer Serie genau in der Phase, in der sich der Satz hätte drehen können. Yaglioglu benannte nach dem Spiel diese Stelle – die Fehler zur Satzmitte, die den Rhythmus brachen.

Elf Spielerinnen, viele Wechsel, ein MVP

Yaglioglu wechselte in Satz eins fünfmal, in Satz zwei dreimal, in Satz drei sechsmal. Dreizehn Spielerinnen standen auf dem Bogen, elf kamen zum Einsatz. Im ersten Satz kam beim 0:4 Felizitas Ende für Julie Klimm, beim 5:15 Mailis Pajumägi für Marian Mischo, beim 5:16 Charlotta Werscheck für Sina Allzeit; die Rückwechslungen beim 7:18 und 8:19 stellten die ursprüngliche Aufstellung wieder her.

Clara Wübbeke, Mittelblockerin und seit 2019 in Leverkusen, wurde als wertvollste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet. Auf Emlichheimer Seite ging die Ehrung an Libera Leonie Klassen. Kapitänin Cara Beine blieb über alle drei Sätze auf dem Feld. Marian Mischo wurde in jedem der drei Sätze ausgewechselt und kehrte jeweils zurück, Alice Turmovich in Satz zwei.

IG-Beitrag BayerVolleys Leverkusen

Der Trainer zum Spiel

Für Tigin Yaglioglu war der Nachmittag in Emlichheim ein einzelner Tag in einer bis dahin ungeschlagenen Liga-Saison; sein Blick ging schon auf die zwei Wochen bis zum nächsten Ligaspiel:

„Es gab eigentlich zwei Seiten dieses Spiels. Emlichheim hat echt sehr guten Volleyball gespielt. […] Wir schießen in Satz 2 und 3 dann aber immer zur Mitte des Satzes, zwei, drei Fahrkarten, die an der Stelle vermeidbar sind. Verloren haben wir verdient 3:0 in einem Auswärtsspiel, von dem wir uns mehr erhofft haben.“

Ausblick

Am Samstag, 14. November, steht der fünfte Spieltag an: Leverkusen gastiert um 19 Uhr bei in der , Völklinger Straße 122. Die Düsseldorfer haben ihre ersten vier Partien ohne Satzgewinn verloren und stehen mit 0:12 Sätzen am Tabellenende.

Für die Pokalniederlage konnte sich das Team nicht revanchieren; jetzt gehe es darum, die richtigen Schlüsse aus den beiden Duellen zu ziehen, weiter hart zu arbeiten und beim nächsten Mal wieder anzugreifen. Bis dahin liegen zwei Wochen ohne Ligaspiel, die Yaglioglu nutzen will, damit die angeschlagenen Spielerinnen regenerieren und das Team wieder voll trainieren kann.

Tabellarische Einordnung

Leverkusen steht nach vier Spielen mit sieben Punkten auf Platz sieben der VBL-Tabelle, bei drei Siegen und einer Niederlage und einem Satzverhältnis von 9:8. Nach oben fehlt ein Zähler auf Köln und Planegg-Krailling, die mit je acht Punkten die Plätze fünf und sechs belegen. An der Spitze hat NawaRo Straubing mit zwölf Punkten aus vier Partien und nur einem abgegebenen Satz die Führung übernommen, vor Waldgirmes mit elf Punkten aus fünf Spielen.

Der SCU Emlichheim hat den Sonntag genutzt: Mit dem 3:1 gegen den SV Lohhof (25:17, 25:20, 25:27, 25:16) zog der Gastgeber an Leverkusen vorbei und steht mit zehn Punkten aus fünf Spielen auf Rang drei. Damit liegt der Gegner des Nachmittags drei Zähler vor der Yaglioglu-Mannschaft, bei einer Partie mehr. Hinter Leverkusen folgen Oythe mit sechs Punkten aus vier Spielen und Markkleeberg mit sechs aus fünf.

Eckdaten zum Spiel

IG-Beitrag SCU Emlichheim

Mehr aus dem Bereich Volleyball lesen.


Zurück

Telefon Ort E-Mail Navigation aufklappen Prev Next Häkchen Listenpunkt Navigation schließen Suche Uhrzeit Datum Zeitplan Verantwortung