Für Wissbegierige
Mit 23 Punkten und neun Rebounds bester Giants-Spieler: Nick Hornsby. Foto: Fleschenberg
Mit 23 Punkten und neun Rebounds bester Giants-Spieler: Nick Hornsby. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Souveräner Erfolg im Spitzenspiel

Die BAYER GIANTS Leverkusen behalten bei den wiha Panthers Schwenningen mit 75:61 (35:22) die Oberhand und bauen ihre Siegesserie auf acht Erfolge aus.


Der Rekordmeister konnte damit seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter vergrößern.

Ohne Marian Schick, Lennard Winter, Lars Thiemann und Jacob Engelhardt brach der BAYER-Tross am Samstagvormittag gegen 11:00 Uhr in Richtung Baden-Württemberg auf, um genügend Zeit für die beschwerliche Tour zu haben. Das Team brachte die 470 Kilometer lange Reise ohne große Probleme hinter sich und um 20:00 Uhr war dann endlich „Gametime“ in der Sporthalle am Deutenberg angesagt.

Die GIANTS starteten mit Nino Celebic, Tim Schönborn, Valentin Blass, Nick Hornsby und Dennis Heinzmann in die Partie. Selbstbewusst gingen die Leverkusener zu Werke und von der langen Busfahrt zuvor war auf dem Feld nichts zu spüren. Die 1.000 Zuschauer in Schwenningen sahen in der Anfangsphase treffsichere Farbenstädter, die sich nach einem erfolgreichen Korbleger durch Nick Hornsby einen Vorsprung von sieben Zählern erspielen konnten (9:2 – 3. Spielminute). Schwenningen wirkte nervös und hatte große Schwierigkeiten zu punkten. Neben einigen Ballverlusten gelang es den Panthers lange Zeit nicht, den Ball im Korb der Gäste unterzubekommen. Als der Knoten platzte, konnten die Hausherren mit einem 7:0-„Run“ den Abstand zum Rekordmeister verkürzen. Die 16:11-Führung der „Gnadisten“ ging nach zehn gespielten Minuten mehr als in Ordnung

Ähnliches Bild dann im zweiten Abschnitt. Immer wenn es so schien, als würde Schwenningen zurück in die Partie finden, punkteten die „BAYER-Boys“. So gelang es den Mannen von Trainer Alen Velcic nicht, die GIANTS ernsthaft in Gefahr zu bringen, im Gegenteil: Leverkusen vergrößerte den Vorsprung weiter und lag nach zwei erzielten Freiwürfen durch Nick Hornsby deutlich in Front (31:16 – 17. Spielminute). Neben Hornsby war vor allem „El Pistolero“ Tim Schönborn nur schwer zu stoppen. Der Flügelspieler bewies erneut seine Allround-Fähigkeit und punktete nicht nur aus der Distanz, sondern war auch im Zug zum Korb brandgefährlich. Beim Halbzeitstand von 35:22 für die „Giganten“ ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

Nach der fünfzehnminütigen Pause begegneten sich Schwenningen und Leverkusen auf Augenhöhe. Die Gastgeber wirkten nun konzentrierter als zuvor und konnten den Abstand, nach einem Korbleger durch Leon Friederici, auf sechs Punkte verringern (39:33 – 23. Spielminute). GIANTS-Trainer Hansi Gnad ließ seine Jungs selbstständig einen Weg aus dem Negativlauf finden und dies gelang durch Ron „The Microwave“ Mvouika. Der Franzose war von der Schwenninger Verteidigung nicht zu halten und erzielte zwei sehenswerte Dreier in Serie (47:35 – 26. Spielminute). In der Folge sorgten einige Fouls und hitzige Diskussionen dafür, dass das spielerische ein wenig auf der Strecke blieb, dennoch war das Ergebnis von 58:45 für BAYER nach 30 gespielten Minuten mehr als komfortabel.

Im Schlussdurchgang mussten die Zuschauer rund zwei Minuten warten, bis Dennis Heinzmann per krachenden Dunk für die ersten Punkte des Viertels sorgte. Die Schwenninger versuchten die GIANTS mit ihrer aggressiven Verteidigung aus dem Konzept zu bringen und kamen noch einmal etwas näher an die Mannen von der Dhünn heran (60:51 – 33. Spielminute), doch BAYERS Antwort trug an diesem Abend den Namen Nick Hornsby. Der US-Amerikaner machte ein fantastisches Spiel, war mit 23 Punkten und neun Rebounds bester Akteur seines Teams und bewies wie variabel er auf dem Parkett ist. Der deutliche 75:61-Erfolg der Leverkusener war der verdiente Lohn harter Arbeit gegen eine Schwenninger Mannschaft, die sich nie aufgab.

Neben dem stark aufspielenden Nick Hornsby konnte sich auch Tim Schönborn in den Vordergrund spielen, der trotz einer eher mäßigen Feldwurfquote auf insgesamt 13 Zähler kam. Dennis Heinzmann sicherte sich mit 12 Punkten und 14 Rebounds sein insgesamt 8. „Double-Double“ in der aktuellen Spielzeit. Seinen ersten Einsatz im BAYER-Dress absolvierte Lennart Boner, der in 12 Minuten Spielzeit auf drei Rebounds und einen BlockShot kam.

Trainer Hansi Gnad war mit dem Auftritt seiner Schützlinge einverstanden: „Ich bin mit dem Ergebnis welches wir in Schwenningen eingefahren haben sehr zufrieden. Wir haben sehr gut angefangen und vor allem unter den Brettern dominiert. Nach einigen Minuten haben die Panthers dann auf Zone umgestellt und wir haben mit unserer Feldwurfquote gehadert, da die Würfe nicht so gefallen sind, wie wir uns das vorgestellt haben. Dennoch haben die Jungs Mittel und Wege gefunden zu punkten. Wir haben den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen lassen und wichtige Würfe getroffen.“ Loben musste der ALizenzer einmal mehr die Einstellung der Mannschaft: „Trotz der langen Busfahrt und dem Fakt, dass wir definitiv als Tabellenerster in die Playoffs gehen, haben wir einen super Job gemacht und sind als Einheit aufgetreten. Die Motivation hat gepasst und der Sieg war der verdiente Lohn für die Mühen.“

Christopher Kwiotek

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