Für Wissbegierige
Auch Nick Hornsby konnte die deutliche Niederlage der Giants in Heidelberg nicht verhindern. Foto: Fleschenberg
Auch Nick Hornsby konnte die deutliche Niederlage der Giants in Heidelberg nicht verhindern. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Schwache zweite Hälfte kostet möglichen Erfolg

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 29. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2019/20 eine Niederlage einstecken müssen.


Der Rekordmeister kam bei den MLP Academics Heidelberg mit 75:99 deutlich unter die Räder.

Dabei startete die Leverkusener Starting-Five, bestehend aus Luca Kahl, Sheldon Eberhardt, Valentin Blass, Nick Hornsby und Eddy Edigin Jr. gut in die Begegnung. Die „Riesen vom Rhein“ setzten genau das um, was sie sich vor der Partie vorgenommen hatten. Der Gegner wurde zu schwierigen Würfen gezwungen und in der Offensive bewegte unsere Mannschaft den Ball geduldig durch die eigenen Reihen. Das Spiel gestaltete sich in den ersten sieben Minuten ausgeglichen, bevor es BAYER mit einem 8:3-Lauf gelang nicht nur die Führung zu erobern, sondern auch den ersten Abschnitt für sich zu entscheiden. Mit 19:16 ging das erste Viertel knapp an die Schützlinge von Coach Hansi Gnad.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich zunächst nicht viel am bisherigen Spielverlauf. Beide Mannschaften traten selbstbewusst auf und konterten die erfolgreiche Aktion des Gegners mit einer eigenen. Bei den GIANTS war es vor allem Nick Hornsby, der in den zweiten zehn Minuten an gefühlt jeder Aktion seiner Farben beteiligt war. Am Ende kam der US-Amerikaner auf starke 21 Zähler. Die insgesamt 979 Zuschauer in der Halle des Olympiastützpunktes zu Heidelberg bekamen zwei hochmotivierte Mannschaften zu sehen, die sich nichts schenkten und erfrischenden Basketball boten. Ex-Bundesligaspieler Zamal Nixon sorgte eine Sekunde vor Viertelende mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für den 41:39-Halbzeitstand aus Sicht der MLP Academics. Die „Giganten“ konnten mit ihrer Performance in den ersten zwanzig Minuten mehr als zufrieden sein.

Zurück aus der Kabine gab leider nur noch eine Mannschaft den Ton auf dem Parkett an und das war, zum Bedauern der BAYER GIANTS, die Gastgeber aus Heidelberg. Die Süddeutschen spielten sich in einen echten „Rausch“ und setzten sich Punkt um Punkt ab. Stephon Jelks vollendete per Tip-In einen 9:3-„Run“ seiner Farben zum 50:42 (23. Spielminute). Die Farbenstädter traten zwar weiterhin mit großer Energie auf (Sheldon Eberhardt netzte per Dreier in der 25. Spielminute zum zwischenzeitlichen 48:52 ein) doch die MLP Academics waren in der zweiten Hälfte einfach das konsequentere Team. Armin Trtovac sorgte für die erste zweistellige Führung der Hausherren (58:48 – 27. Spielminute), welche der Gegner nicht mehr hergab, im Gegenteil: Heidelbergs Adam Eberhardt traf von jenseits der Dreipunktelinie zum Viertelendstand von 68:54. Zu diesem Zeitpunkt ahnten die GIANTS-Fans vor den heimischen Bildschirmen, dass ein Erfolg in weite Ferne gerückt war.

Diese Ahnung bestätigten die Universitätsstädter umgehend. Für die Entscheidung sorgte Grant Teichmann, der für Heidelberg von jenseits der Dreipunktelinie den „Wilson“ im Leverkusener Korb zum 75:56 einnetzte (32. Spielminute). In der Folge gaben die GIANTS zwar nicht auf, aber die MLP Academics waren an diesem späten Sonntagnachmittag einfach zu stark. Trainer Hansi Gnad sollte am Ende Recht behalten, der bereits vor der Partie von einem Gegner sprach, der vor allem tief besetzt ist und mit Tabellenplatz Vier zu den besten Mannschaften der ProA zählt. Nach vierzig gespielten Minuten leuchtete ein enttäuschendes 75:99 aus Sicht des ProB-Meisters von der 2019 auf der Anzeigetafel am Neuenheimer Feld auf. Für die Rheinländer war es die zehnte Auswärtsniederlage im insgesamt 13. Spiel.

Bester Punktesammler bei BAYER war Nick Hornsby mit 21 Zählern, dicht gefolgt von Nino Celebic (17 Zähler) und Sheldon Eberhardt (12). Bester Rebounder der „Giganten“ war Eddy Edigin Jr., der sich sechs Abpraller sichern konnte.

Trainer Hansi Gnad war mit dem Auftritt seiner Mannschaft, insbesondere in der zweiten Halbzeit, mehr als unzufrieden: „Diese Niederlage ist absolut frustrierend und zumindest in der Höhe unnötig für uns gewesen. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, in der wir viel richtig gemacht haben, vor allem aber waren wir im Spiel. Im Anschluss lief dann leider nicht mehr allzu viel zusammen. Die Jungs haben einfache Fehler gemacht, welche Heidelberg clever genutzt hat. So kamen die MLP Academics immer wieder zu Punkten und wir hatten auf die erfolgreichen Aktionen der Gastgeber keine Antworten mehr gefunden. Die aktuelle Phase ist für uns keine einfache und es gilt weiter hart zu arbeiten, schließlich wartet am kommenden Wochenende mit Kirchheim ein weiterer schwerer Brocken auf uns!“

Die Niederlage ändert für die GIANTS nichts am Tabellenplatz: Mit 13 Siegen und 12 Niederlagen belegt der ProA-Aufsteiger Rang sechs, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Weiter geht es für Mannschaftskapitän Tim Schönborn und seine Teamkollegen am Samstag, 29.02.2020 um 19 Uhr. Gegner sind dann ebenfalls auswärts die VfL Kirchheim Knights.

Christopher Kwiotek

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