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Meisterschafts-Premiere auf neuem Belag

Die Generalsanierung ist abgeschlossen, der neue Bodenbelag aufgetragen und versiegelt:


Mit den Nordrhein-Meisterschaften unterzieht sich die Leverkusener Leichtathletik-Halle am Wochenende einem ersten Belastungstest. Rund 1.000 Starts zeichnen sich ab. Zahlreiche Topathleten nutzen die Gelegenheit zu einer Standortbestimmung.

Mit 116 Aktiven stellt der ausrichtende TSV Bayer 04 Leverkusen am Samstag und Sonntag bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften das weitaus größte Aufgebot. Erstmals startet Siebenkämpferin Louisa Grauvogel im Trikot des Traditionsvereins. Die frühere Dritte der U18-WM und U20-EM tritt unter anderem über 60 Meter Hürden an. Gut möglich ist, dass die 22-Jährige in den Bereich der 8,10 Sekunden kommt, die für einen Start bei den Hallen-Europameisterschaften Anfang März in Glasgow (Großbritannien) erforderlich sind.

Ihre Klub- und Disziplinkollegin Mareike Arndt, die bei den Europameisterschaften in Berlin ebenfalls durch einen Autounfall jäh ausgebremst wurde, ist Favoritin im Kugelstoßen. Anna Maiwald, die dritte Top-Siebenkämpferin, stellt sich eine Woche vor den Deutschen Mehrkampf-Hallenmeisterschaften gar einem imaginären Fünfkampf. Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre hat die Norm für die Hallen-EM am Samstag bereits erfüllt, seine Disziplinkollegin Katharina Bauer (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) möchte sich nun an die geforderten 4,50 Meter herantasten.

Joshua Hartmann im Blickfeld

Der gerade erst der Jugend entrückte Langsprinter Joshua Hartmann (ASV Köln) hat sich durch Verbesserungen über 60 (6,71 sec) und 200 Meter (21,16 sec) ins Blickfeld geschoben. Spannungsgeladen ist der Dreisprung mit dem vorjährige Hallen-DM-Dritten David Kirch (LT DSHS Köln; Bestleistung 15,61 m) und Christoph Garritsen, der 2015 bei der U20-EM Platz sechs belegte. Seine Bestleistung steht bei 16,22 Metern.

Auch andere Athleten, die „im Paket“ von Münster nach Leverkusen gewechselt sind, geben erstmals ihre Visitenkarten im neuen Domizil ab. So Weitspringerin Tabea Christ, die U20-Vize-Europameisterin von 2017, die schon 6,41 Meter geschafft hat. An der Spitze der Meldeliste im Hochsprung steht der Europameisterschafts-Achte Douwe Amels, der schon 2,28 Meter gesprungen ist.

Para-Asse außer Wertung

Markus Rehm (TSV Bayer 04 Leverkusen), dessen Para-Weltrekord bei 8,48 Metern steht, hat für den Weitsprung-Wettbewerb gemeldet. Über 400 Meter bahnt sich ein Zweikampf zwischen dem Hallen-DM-Vierten Florian Weeke (LT DSHS Köln) und Para-Europameister Johannes Floors an. Über 60 Meter trifft die Hallen-DM-Vierte Yasmin Kwadwo auf Titelverteidigerin Jennifer Montag (alle TSV Bayer 04 Leverkusen). „Schonmal einen ersten Fingerzeig über die 400 Meter“ möchte die Deutsche Langhürden Vize-Meisterin Djamila Böhm (ART Düsseldorf) geben.

In der U20 ist Beauty Somuah (ASV Köln), die Deutsche U18-Meisterin, Siebte der U18-EM und Neunte der Olympischen Jugendspiele, Favoritin über 60 Meter. Im Kugelstoßen der U20 hat sich Timo Nordhoff (TV Wattenscheid 01), der U18-Weltmeister von 2017, als Gast angekündigt. Annkathrin Hoven (ART Düsseldorf), die Fünfte der U18-Europameisterschaften im Siebenkampf, möchte über 200 Meter und im Weitsprung die Spezialistinnen ärgern.

Die Wettkämpfe in der Leverkusener Fritz-Jacobi-Halle beginnen am Samstag um 11.30 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr.

Harald Koken

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