Marlene Meier sprintet zur direkten EM-Norm
Am Freitagabend überragte die Hürdensprinterin beim Meeting in Dessau.
Beim 28. Internationalen Leichtathletik-Meeting „Anhalt 2026“ in Dessau hat TSV--Athletin Marlene Meier ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Hürdensprinterin lief am Freitagabend nicht nur zu einer neuen persönlichen Bestleistung, sondern erfüllte zugleich die direkte Norm für die Europameisterschaften in Birmingham.
Bereits im Vorlauf über die 100 Meter Hürden präsentierte sich Marlene in starker Verfassung. In 12,97sek blieb sie erneut unter der 13-Sekunden-Marke und qualifizierte sich souverän für das Finale.
Dort folgte der nächste Leistungssprung: In einem hochklassig besetzten Rennen steigerte die Athletin von Frank Bartschat ihre persönliche Bestzeit auf hervorragende 12,84sek und wurde Fünfte. Damit unterbot sie nicht nur die EM-Norm von 12,88sek, sondern stellte zudem den Vereins- und Nordrheinrekord von Ulrike Denk aus dem Jahr 1985 ein.
Die Entscheidung für den Start in Dessau fiel erst kurzfristig. „Ich habe mich am Donnerstag gegen 17 Uhr für einen Start entschieden. Ich hatte zuvor noch zwei Uni-Prüfungen und deshalb zunächst gar nicht mit Dessau geplant“, erklärte sie nach dem Rennen beim DLV-Interview. Umso größer war die Freude über ihre starke Leistung: „Mit der Zeit und dem Hausrekord bin ich mehr als happy.“
Franziska Schuster, die unter der Woche in Montreuil bereits starke 12,94sek lief, wurde im B-Finale mit einer Zeit von 13,05sek Vierte. Caroline Klein landete mit 6,34m auf Rang fünf im Weitsprung. Aleksandar Askovic qualifizierte sich in guten 10,37sek für das B-Finale über die 100 Meter und wurde hier in 10,63sek Sechster.
U23-Weitspringer Ernest Schulze erfüllte parallel beim JenaJumps Meeting mit 7,27m die U23-DM Norm, sowie die B-Norm für die Aktiven und schreibt damit weiter an einer starken Comeback Geschichte nach Achillessehnenriss.
Mehr aus dem Bereich Leichtathletik lesen.
