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Mareike Arndt ist der EM-Teilnahme einen großen Schritt näher gekommen. Foto: Chai
Mareike Arndt ist der EM-Teilnahme einen großen Schritt näher gekommen. Foto: Chai

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Mareike Arndt: Hausrekord und EM-Norm

Mareike Arndt vom TSV Bayer 04 Leverkusen hat am Wochenende beim internationalen Siebenkampf im österreichischen Götzis auf mit 6.122 Punkten eine neue Bestleistung aufgestellt.


Damit hat sie als beste Deutsche die Mindestleistung für eine Teilnahme an den Europameisterschaften im August in Berlin (6.000 Zähler) deutlich überboten.

 Vor allem am ersten der beiden Wettkampftage lief es für Mareike Arndt hervorragend. Nicht nur im den Tag abschließenden 200-Meter-Lauf setzte die Athletin von Erik Schneider ein Achtungszeichen, als sie mit der persönlichen Bestzeit von 23,72 Sekunden ins Ziel stürmte.

Zuvor hatte sie mit 14,50 Metern als viertbeste Kugelstoßerin überzeugt. Im Hochsprung schraubte sie ihre Bestleistung auf 1,68 Meter. Auch im Auftaktrennen über 100 Meter Hürden gab es für die Götzis-Debütantin, die in den beiden letzten Jahren Deutsche Meisterin im Siebenkampf war, mit 13,42 Sekunden einen Hausrekord.

Der Auftakt in Tag zwei verlief dann aber wenig verheißungsvoll. Bei wechselnden Winden traf Mareike Arndt keinen Versuch richtig. Bei ihrem einzigen gültigen Sprung flog sie auf 5,81 Meter und blieb 20 Zentimeter hinter den 6,01 Metern bei ihrem bislang besten Siebenkampf. Ordentlich war ihr Speerwurf-Ergebnis von 42,84 Meter. Mit der persönlichen Bestzeit von 2:15,86 Minuten im abschließenden 800-Meter-Lauf machte die 26-Jährige dann auch den neuen Siebenkampf-Hausrekord klar – eine Steigerung um 16 Punkte. Insgesamt verspürt Mareike Arndt aber noch Luft nach oben: „Mir fehlt insgesamt überall noch ein bisschen die Konstanz. Ich war auch sehr nervös hier, wenn alle mitklatschen, geht der Puls schon in die Höhe. Aber es hat mega Spaß gemacht“, sagte Deutschlands derzeitige Nummer eins.

Anna Maiwald, die zweite TSV-Siebenkämpferin in Götzis, trat nicht mehr zum abschließenden 800-Meter-Lauf an. Sie hätte 2:17,50 Minuten laufen müssen, um den Richtwert für die EM zu erreichen. Ihre Bestzeit steht bei 2:14,91 Minuten. Die 27-Jährige hatte gut begonnen. Über 100 Meter Hürden stoppten die Uhren bei 13,63 Sekunden. Damit stellte sie ihre Saison-Bestleistung ein. Im Hochsprung egalisierte die EM-Zehnte von 2016 ihre Bestmarke von 1,74 Meter. Mit der Kugel kam sie auf 13,93 Meter. Über 200 Meter erreichte sie das Ziel nach 24,36 Sekunden. Im Weitsprung wurden für Anna Maiwald ausbaufähige 5,68 Meter gemessen, während 42,86 Meter mit dem Speer wieder recht anständig waren.

Harald Koken

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