Für Wissbegierige
Finn Torbohm ist Deutscher U18-Meister. Foto: Oliver Heuser

| Leichtathletik

Jugend-DM: Finn Torbohm schnappt sich Gold und knackt die fünf Meter

Finn Jakob Torbohm vom TSV Bayer 04 Leverkusen hat am Freitag bei den Jugendmeisterschaften des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Ulm den U18-Titel im Stabhochsprung erkämpft und sich dabei auf 5,00 Meter verbessert. Pauline Hillebrand überraschte als Hochsprung-Zweite – ebenfalls mit Bestleistung.


Es war einer der spannendsten Wettbewerbe des ersten der drei Ulmer Meisterschaftstage, aber am Ende doch ein eindrucksvolles Solo. Die Entscheidung fiel, als Finn Jakob Torbohm gleich im ersten Durchgang über 4,90 Meter flog und danach seinen Hausrekord auf 4,95 Meter steigerte. Da war dem 17-jährigen Stabhochspringer vom TSV Bayer 04 Leverkusen der Deutsche U18-Meistertitel nicht mehr zu nehmen. Den ersten Versuch über 5,00 Meter riss der Schützling von Marvin Caspari nur knapp mit der Brust.

Riesenjubel und Extra-Applaus gab es, als die Latte beim zweiten, blitzsauberen Versuch liegen blieb – eine Höhe, mit der auch der Titel in der älteren U20 sicher gewesen wäre. 5,10 Meter waren diesmal noch zu hoch. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so spannend wird. Es war in der Hitze so anstrengend und hat sich wirklich gezogen. Aber es war ein richtig gutes Battle zwischen uns und hat Spaß gemacht", erklärte Finn Torbohm.

„Das war ein Arbeitssieg, eine ganz harte Nummer“, sagte Trainer Marvin Caspari. "Finn war unfassbar fokussiert, trotz der fast 40 Grad und hat die Konkurrenz vom Kopf her müde gemacht.“ Zeichen der besonderen Anerkennung: Marvin Caspari schenkte Finn Jakob Torbohm seine frühere Stabhülle. „Ein Deal, den wir für den ersten Fünf-Meter-Sprung verabredet hatten“, so der Deutsche Vize-Meister von 2014. Nils Arians überquerte als Fünfter 4,50 Meter.

Pauline Hillebrand: „Schon im Training ein gutes Gefühl“

Mit der achtbesten Leistung angereist, überraschte Siebenkämpferin Pauline Hillebrand als Vize-Meisterin im Hochsprung der U18 – höhengleich mit der Siegerin. Sie nahm 1,74 Meter im zweiten Versuch – eine Verbesserung um zwei Zentimeter. „Ich war sehr aufgeregt, aber hatte schon im Training ein gutes Gefühl“, erklärte die Athletin von Sascha Gelling und Erik Schneider. Die Kugel wuchtete Pauline Hillebrand als Achte auf 14,36 Meter – nur vier Zentimeter an der Bestleistung vorbei.

Vorjahres-Vizemeisterin Marlene Meier kam im 100-Meter-Hürdenfinale der U18 in 13,99 Sekunden auf den siebten Platz. Und das, obwohl sie mit ihrem Vorlaufsieg in der persönlichen Bestzeit von 13,78 Sekunden Medaillenambitionen angekündigt hatte. „Sie kämpft seit vorgestern mit einem grippalen Infekt und konnte das Niveau infolge der Erkrankung nicht halten. Sechs Stunden in der Hitze haben für einen enormen Substanzverlust gesorgt“, erklärte Trainer Markus Irrgang.

Alisha Dermane-Tiko fand schwer in den Hammerwurf-Wettbewerb der U18 und fabrizierte insgesamt vier Ungültige. 50,03 Meter im dritten Versuch brachten Rang sieben. Ihr Disziplinkollege Dawid Morgalla wurde mit 53,13 Metern Elfter. Hendrick Jürgens qualifizierte sich in 10,75 Sekunden für den 100-Meter-Zwischenlauf der U20. Dort schied er als Vierter seines Laufes in 10,89 Sekunden aus. Dani Luis Khulusi erreichte als Fünfter seines 400-Meter-Vorlaufes in 50,38 Sekunden die U18-Finalrunde am Samstag. Er steigerte sich um 36 Hundertstel.

In den Vorrunden dabei:

U20 – 100 Meter: Nils Laserich 11,22 sec, Frieda Breitkopf 12,19 sec. - U18 - 100 Meter Hürden: Lilliet Schreurs 15,01 sec. – Diskuswurf: Marcel Reisch 42,84 m.

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