Für Wissbegierige
Keine Punkte gab es für Melvin Jostmann und seine Kollegen / Foto: Frank Fankhauser
Keine Punkte gab es für Melvin Jostmann und seine Kollegen / Foto: Frank Fankhauser

In Karlsruhe gab es für BAYER nichts zu holen

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben nach vier Siegen in Serie eine Niederlage in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hinnehmen müssen. Der Deutsche Rekordmeister unterlag bei den PS Karlsruhe LIONS deutlich mit 77:99.


Schon vom Start weg setzten die LIONS Akzente und konnten sich einen größeren Vorsprung erarbeiten. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen durch Stanley Whittaker Jr. in der 5. Spielminute lagen die Gastgeber mit acht Zählern in Front (14:6). Bei den GIANTS lief noch nicht viel zusammen. Es fehlte der Rhythmus in der Offensive, was auch an der gut arbeitenden Verteidigung der Karlsruher lag. Diese wurden gefühlt immer stärker und nach einem Tip-In durch Brettspieler Maurice Pluskota setzten sich die Badener in den zweistelligen Bereich ab (21:10 – 7. Spielminute). Am Ende war es für die „Giganten“ ein erstes Viertel zum Vergessen: Nichts wollte gelingen und mit dem 29:12 waren die Leverkusener arg bedient.

Viel besser lief es für BAYER auch danach zunächst nicht. Zwar trafen die Karlsruher ihre Würfe nicht mehr so hochprozentig wie vorher, doch für die „Riesen vom Rhein“ lief nach wie vor wenig zusammen. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Matthew Moyer wuchs der LIONS-Vorsprung auf 21 Zähler (36:15 – 12. Spielminute) an. In der Folge wurden die Leverkusener besser und es gelang den Vorsprung zu verkürzen. Dennoch, das war auch allen Beteiligten der Gäste klar, ging die Halbzeitführung der Hausherren beim Spielstand von 49:35 vollkommen in Ordnung.

Nach der Pause begegneten sich beide Vereine auf einem Leistungsniveau. Einen erfolgreichen Angriff der Karlsruher konterte BAYER umgehend, ähnliches gelang auch den LIONS. An diesem Abend, so schien es, war der Basketballgott nicht auf Seiten des 14-maligen Deutschen Meisters. So ist der dritte Abschnitt relativ schnell zusammengefasst: Der Wille war da, aber an der Umsetzung haperte es leider. Mit 73:56 endeten die dritten zehn Minuten.

Im Schlussdurchgang ließ die Karlsruher Dominanz in der Lina-Radke-Halle keineswegs nach. Das Gegenteil war der Fall, denn nach zwei Zählern durch Whittakers Jr. lagen die LIONS mit 26 Punkten in Front (95:69 – 38. Spielminute). Für BAYER wurde die Lage doppelt ernst: Nicht nur die Niederlage, sondern auch der Verlust des direkten Vergleiches (die GIANTS gewannen das Hinspiel mit 109:71) drohte. Am Ende konnte dieses Unheil aber noch abgewandt werden. Der ProA-Vizemeister von 2021 verlor an einem gebrauchten Abend gegen Karlsruhe mit 77:99.

Mit 29 Punkten war Spencer Reaves bester Scorer seiner Farben. Der US-Amerikaner traf sechs seiner insgesamt acht Dreier und war einmal mehr in der Offensive nicht zu halten. Marko Bacak kam auf 15 Punkte und drei Rebounds. Des Weiteren gelang es Quentin Goodin (14) und J.J. Mann (10) zweistellig zu scoren.

GIANTS-Trainer Hansi Gnad gratulierte dem Gegner und war mit dem Auftreten seiner Farben absolut unzufrieden: „Hut ab, Karlsruhe hat gegen uns ein tolles Spiel hingelegt. Den LIONS ist es gelungen, uns unsere Stärken zu nehmen. Sie haben die Jungs permanent unter Druck gesetzt und haben das umgesetzt, was sie sich vorgenommen haben. Deshalb zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an den Gegner, der nicht zu stoppen war. Bei uns hat der letzte Wille gefehlt, um den Kampf anzunehmen und die Gastgeber entscheidend in ihren Bemühungen einzuschränken. Am Ende hatten wir Glück, dass wir den direkten Vergleich nicht verloren haben. Alles in allem war das ein gebrauchter Abend.“

Bereits am Mittwoch, 09.02.2022, geht es für die „Giganten“ in der Fremde weiter. Gegner sind dann die ROSTOCK SEAWOLVES.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Spencer Reaves (29 Punkte), Marko Bacak (15), Quentin Goodin (14), J.J. Mann (10), Luis Figge (7), Dennis Heinzmann (2), Melvin Jostmann, Ferenc Gille, Luca Finn Kahl und Lennart Litera.

Christopher Kwiotek


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