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Die BAYER GIANTS sind in die Playoffs eingezogen. Foto: Fleschenberg
Die BAYER GIANTS sind in die Playoffs eingezogen. Foto: Fleschenberg

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GIANTS lösen Ticket für die Playoffs

Auch in der Saison 2021/22 sind die BAYER GIANTS Leverkusen teil der Aufstiegsrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der deutsche Rekordmeister bezwang die Uni Baskets Paderborn mit 102:85.


1.782 Zuschauer - eine Kulisse, auf die die "Giganten" mehr als drei Jahre warten mussten. 2019 war es, als der Rekordmeister in den ProB-Playoffs, genauer gesagt im damaligen Finale gegen die WWU Baskets Münster, vor so vielen Personen in der Ostermann-Arena spielen durfte. Es war also alles vorbereitet für eine stimmungsvolle Begegnung und in der Tat: Die GIANTS enttäuschten ihre Anhänger nicht. 

In den ersten Minuten war nicht viel von Aufregung bei den Gastgebern zu spüren. Die Starting Five um Luca Kahl, Luis Figge, J.J. Mann, Marko Bacak und Mannschaftskapitän Dennis Heinzmann war hellwach und erspielte sich die erste Führung der Partie. Paderborn benötigte einige Minuten, um sich auf fremdem Parkett zurechtzufinden, während die Leverkusener doch gut eingestellt waren auf das, was sie von den Gästen zu erwarten hatten. Trotz einiger Wechsel kam kein Bruch in das Spiel der Farbenstädter und so sorgte Ferenc Gille per Dreier für einen Vorsprung von fünf Zählern (14:9 - 6. Spielminute). Diesen Abstand konnten die Baskets nicht verkürzen, im Gegenteil: Zum Ende des ersten Viertels wurde BAYER immer stärker. Mit einem 11:0-"Run" bewiesen die GIANTS ihre Stärke und beendeten, aufgrund einer tollen Schlussphase, die ersten zehn Minuten beim Spielstand von 25:14.

Ähnlich souverän trat der 14-malige Deutsche Meister auch im zweiten Durchgang auf. Zunächst konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil erspielen und so pendelte sich der Leverkusener Vorsprung auf neun bis zwölf Punkte ein. Schwierig wurde die Situation für die Gäste aus Ostwestfalen, nachdem GIANT Luis Figge einen sehenswerten Korbleger verwertete und die Führung seiner Farben auf 15 Zähler ausbauen konnte. Die fällige Auszeit, welche Paderborns Coach Steven Esterkamp im Anschluss nahm, brachte nicht die nötige Besserung in das Spiel der Baskets. Die "Riesen vom Rhein" waren in der ersten Hälfte zu clever, als dass die Auswärtsmannschaft mit ihren Angriffen irgendeine positive Wirkung erzielen konnte. Mit einer verdienten Halbzeitführung von 52:32 aus Sicht der Farbenstädter ging es in die Pause. 

Auch nach dem Break war es eine ansehnliche Paarung an der Bismarckstraße. Paderborn war bemüht den Rückstand zu verkürzen, während BAYER unbedingt den direkten Vergleich (dafür war ein Erfolg mit 13 Zählern Vorsprung nötig) für sich entscheiden wollte. In den ersten Minuten der dritten Spielperiode änderte sich nicht viel an der Leverkusener Dominanz. Eine erfolgreiche abgeschlossene Offense der Uni Baskets wussten die Rheinländer mit eigenen Punkten stets zu beantworten. Eine wirkliche Stresssituation für die GIANTS kam nicht auf, was für die tolle Leistung der Hausherren sprach. Mit 72:55 endeten die dritten zehn Minuten in der Ostermann-Arena.

Im Schlussabschnitt kam es dann zu den ersten Problemen auf Seiten der Farbenstädter. Die Trefferquote sank und bei den Gästen aus Paderborn war es Jordan Barnes, der seine Mannschaft wieder an die Leverkusener heranführte. Zuvor war der US-Amerikaner, welcher mit mehr 18 Punkten pro Spiel Topscorer seiner Mannschaft ist, praktisch abgemeldet. Die GIANTS hatten den Guard in der Verteidigung gut in Schach gehalten. Nach einem Layup durch angesprochenen Barnes war BAYER "nur" noch mit 13 Punkten vorne (83:70 - 34. Spielminute). Somit war der direkte Vergleich für das Team von Coach Gnad in Gefahr, der aber seinen Jungs auf dem Feld weiterhin sein Vertrauen schenkte, was auch belohnt wurde. Luis Figge und Spencer Reaves waren es, die umgehend wieder auf eine 20-Punkte-Führung stellten (90:70 - 36. Spielminute) und so den Paderborner Vorsprung endgültig brachen. Am Ende gelang es dem ProA-Vizemeister von 2021, die Partie mit 102:85 zu gewinnen. Dies bedeutete schlussendlich nicht nur die Qualifikation für die Playoffs sondern auch den direkten, gewonnen Vergleich gegen die Uni Baskets.

Bester Scorer der GIANTS war an diesem Abend J.J. Mann. Genau zum richtigen Zeitpunkt in 2021/22 legte der US-Amerikaner mit 26 Zählern seinen zweitbesten Saisonwert in der Kategorie "Punkte in einem Spiel" auf. Aber nicht nur er war es, der eine tolle Leistung bot. Vor allem die Ausgeglichenheit der BAYER-Korbjäger war es, welche für den Erfolg sorgten. Gleich fünf weitere Spieler konnten zweistellig scoren. So waren es nicht nur die etablierten Scorer wie Luis Figge (14 Punkte) und Marko Bacak (12) sondern auch wichtige Rotationsspieler wie Lennard Winter (14 Zähler, fünf von sieben Feldwürfen fanden ihren Weg in den Korb der Baskets) oder Ferenc Gille (11 Punkte und sieben Rebounds).

Trainer Hansi Gnad musste nach den 40 Minuten erst einmal durchschnaufen und war mit der Darbietung seiner Mannen zufrieden: "Wir haben heute eine gute Leistung abgeliefert und Paderborn so beschäftigt wie wir es uns vorgenommen hatten. Die ganze Mannschaft hat hart gearbeitet und dafür gesorgt das wir nicht nur gewinnen, sondern auch den direkten Vergleich für uns entscheiden konnten. Es ist schwer, bei diesem Spiel einzelne Leute hervorzuheben, weil jeder Akteur alles in die Waagschale geworfen hat." Auch die Zuschauer bekamen ein großes Kompliment vom 58-Jährigen: "Der Support war spitze. Aber auch ein Kompliment an die Paderborner Fans, welche mit für diese einzigartige Atmosphäre in der Arena gesorgt haben. Das war ein Spiel, welches man als Sportler nur genießen kann."

Nun heißt es für die BAYER GIANTS: "Abwarten und Tee trinken!" Wer der Gegner der "Giganten" in den Playoffs wird steht noch nicht fest, da die PS Karlsruhe LIONS noch zwei Nachholspiele (gegen Schwenningen und Rostock) absolvieren müssen: "Mir ist es eigentlich egal ,auf welchem Rang wir im Endeffekt landen", sagt Coach Gnad. "Wir haben unser Saisonziel erreicht und wollen jetzt selbstverständlich auch in den Playoffs eine gute Rolle spielen."

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