Für Wissbegierige
Luca Kahl war in Chemnitz mit 18 Punkten bester Giants-Akteur. Foto: Fleschenberg
Luca Kahl war in Chemnitz mit 18 Punkten bester Giants-Akteur. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Giants kassieren empfindliche Niederlage

Die Bayer Giants hatten beim Aufstiegsaspiranten in Chemnitz nichts zu bestellen: Das Spiel endete 71:99.


Keine Überraschung im Osten der Republik: Die BAYER GIANTS Leverkusen verlieren am 2.Spieltag der Saison 2019/20 deutlich bei den NINERS Chemnitz mit 71:99 (34:54) und stehen aktuell auf dem letzten Tabellenplatz der ProA.

Dabei gelang den Leverkusenern ein guter Start in die Partie. Von der langen Fahrt war in der Anfangsphase bei den Gästen nichts zu spüren, im Gegenteil: Die GIANTS spielten hochkonzentriert auf und die Hausherren hatten Schwierigkeiten, den Ball im Korb der Gäste unter zubekommen. Dies lag vor allem an der engagierten BAYER-Verteidigung, welche zuverlässig arbeitete. Erst nach sieben gespielten Minuten konnten sich die Niners nach zwei erfolgreichen Dreiern in Folge ein wenig absetzen (19:14), bevor der Rekordmeister wieder den Anschluss fand. Nach dem Colter Lasher beim Dreipunktewurf gefoult wurde, verwandelte der US-Amerikaner die drei fälligen Würfe vom „Charity Stripe“ ohne große Probleme. Mit lediglich zwei Punkten Rückstand (19:21) endete das erste Viertel aus Sicht der „Giganten“.

Im zweiten Abschnitt war vom zuvor erkennbaren Selbstbewusstsein der Rheinländer allerdings nicht mehr viel zu spüren. Chemnitz fand immer besser in die Begegnung und setzte sich Zähler um Zähler ab. Die NINERS trafen in dieser Phase hochprozentig. Ein 15:3-Lauf bescherte den Sachsen eine komfortable Führung (36:22 – 15. Spielminute), auf die BAYER keine Antwort fand. Zwischen dem ersten (Colter Lasher, Dreier) und dem zweiten Korberfolg (Nick Hornsby, Mitteldistanzwurf) der Farbenstädter lagen rund sechs Spielminuten. Beim Halbzeitstand von 54:34 für Chemnitz kann nicht von einer Vorentscheidung gesprochen werden, aber der Wille der Leverkusener schien gebrochen.

Nach der Pause konnten die NINERS mühelos an ihre zuvor gute Leistung anknüpfen. Nach dem Dominique Johnson mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für das 61:34 der Chemnitzer sorgte, war schnell klar, dass es für die GIANTS heute nichts mehr zu holen geben wird. Leverkusen versuchte zwar zurück ins Spielgeschehen zu finden, doch die Hausherren antworteten prompt und scorten im Gegenzug. Es war ein gebrauchter Tag für Tim Schönborn, Michael Kuczmann & Co., an dem schnell klar wurde, dass Chemnitz an diesem Abend in einer Liga spielt. Am Ende trat der ProB-Meister von 2019 die Heimreise mit einer verdienten 71:99-Niederlage im Gepäck an.

Bester Leverkusener Punktesammler war Luca Kahl, der mit 18 Punkten und 5 Rebounds eine gute Leistung ablieferte. Der Aufbauspieler traf hochprozentig aus dem Feld (60 Prozent) und traf fünf seiner insgesamt sieben Würfe aus der Ferne. Ebenfalls zweistellig punkteten Nick Hornsby (15 Punkte, 7 Assists und 4 Rebounds), Dennis Heinzmann (12 Zähler, 9 Rebounds) und Colter Lasher (10).

Trainer Hansi Gnad war nach der Partie enttäuscht und fand deutliche Worte: „Wir müssen nicht lange drum herum reden, gegen Chemnitz war ein Klassenunterschied erkennbar. Die NINERS sind mit einer ganz anderen Einstellung als wir in das Spiel gegangen und haben stark aufgespielt. Sie haben konstant ihr Ding durchgezogen und die hohe Qualität im Kader macht sich dann schon bemerkbar. Nichtsdestotrotz soll das keine Entschuldigung für unsere Leistung sein. Wir haben Fehler gemacht, die wir eigentlich nicht machen dürfen. In den letzten Minuten zwei, drei Minuten der Begegnung haben wir uns noch viele Punkte einschenken lassen und das war nicht nötig. Viele der Jungs scheinen noch nicht in der ProA angekommen zu sein, dies gilt es so schnell wie möglich zu ändern. Dafür werden wir im Training hart arbeiten.“

Am kommenden Samstag, den 05.10.2019 um 20:00 Uhr, empfangen die „Riesen vom Rhein“ die Kirchheim Knights. Eine Begegnung, die die GIANTS unbedingt gewinnen möchten: „Kirchheim ist, ähnlich wie wir, nicht gut in die Saison gestartet. Es ist ein Team, mit dem wir auf Augenhöhe sind“, so Gnad „von daher ist es ganz wichtig, dass viele Fans den Weg in die Ostermann-Arena finden und die Mannschaft unterstützten. In der Vorsaison hat uns der Support von Rängen unglaublich viel gegeben und die Jungs benötigen jetzt die Anfeuerungen durch die Zuschauer“

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Luca Kahl (18 Punkte), Nick Hornsby (15), Dennis Heinzmann (12), Colter Lasher (10), Lennard Winter (5), Eric Cooper Jr. (4), Eddy Edigin (3), Nino Celebic, Tim Schönborn (je 2), Valentin Blass und Michael Kuczmann.

Christopher Kwiotek

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