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1:1 - GIANTS gleichen die Serie gegen Trier aus

Die BAYER GIANTS Leverkusen konnten in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2021/22 die zweite Begegnung im Viertelfinale gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit 84:81 für sich entscheiden und somit die Best-of-Five-Serie ausgleichen.


Trainer Hansi Gnad hatte nach der bitteren 68:92-Niederlage in der ersten Partie der Serie wieder Ferenc Gille und Luca Kahl zur Verfügung, die beide nach überstandener Krankheit wieder in das Spielgeschehen eingreifen konnten. So gingen die „Giganten“ nach mehreren Wochen endlich wieder komplett in einer Paarung der ProA.

Die 1.350 Zuschauer in der Ostermann-Arena, darunter knapp 100 Fans aus Trier, sahen ein erstes Viertel, in der sich die GIANTS und die Gladiators nichts schenkten. Kein Team konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten und so bewegten sich die beiden Kontrahenten auf einem Leistungsniveau. So endete ein interessanter erster Abschnitt mit 20:20. Im zweiten Durchgang ähnelte sich das Bild: Die Führung wechselte des Öfteren -  bis die Gäste aus Rheinland-Pfalz besser in Schwung kamen. Aufgrund eines 8:2-„Run“ in den letzten zwei Minuten der ersten Hälfte ging es beim Halbzeitstand von 38:44 aus Sicht der Farbenstädter in die Pause.

Nach dem fünfzehnminütigen Break schien es so, als würde die Defensive der Leverkusener endgültig brechen. Trier kam mit einer unglaublichen Offensivpower zurück aufs Parkett und erzielte Punkt um Punkt. Der überragende Austin Wiley (an diesem Abend mit 28 Punkten) krönte per Sprungwurf einen weiteren „Angriffslauf“ (11:2) seiner Mannschaft und baute die Gästeführung auf 15 Zähler aus (40:55 – 25. Spielminute). Die GIANTS haderten in dieser Phase vermehrt mit den eigenen Abschlüssen und Trier nutzte die Schwächen der Gastgeber eiskalt aus. Für die Fans der „BAYER-Boys“ keine einfache Situation, erinnerten die Bilder doch an die erste Begegnung in der Arena Trier, als die Gladiators sich sukzessive absetzen konnten. Zwar konnten J.J. Mann, Dennis Heinzmann & Co. zum Viertelende noch den Abstand (53:61), dennoch machten die Schützlinge von Trainer Heinrichs einen souveränen Eindruck.

Die vierten zehn Minuten wurden dann einmal mehr nichts für schwache Nerven. Zunächst hatte es den Anschein, dass die Trierer Basketballer den Sieg ungefährdet nach Hause bringen sollten. Zwar hatte BAYER mehr Zugriff auf die Partie, allerdings wussten auch die „Gladiatoren“ zu punkten und so belief sich der Vorsprung der Gäste in einem Raum von sechs bis zehn Punkten. Richtig laut wurde es in der Ostermann-Arena, als Quentin Goodin in der 35. Spielminute mit einem sauberen Assist über das ganze Feld Melvin Jostmann bediente, der mit einem krachenden Slam Dunk auf 68:69 verkürzte.

Die gesamte Rundsporthalle kochte und es lief wieder alles auf eine Entscheidung in aller letzter Minute heraus. In der Tat, es gab wieder ein Fotofinish zu bestaunen: Sechs Sekunden vor Spielende, beim Ergebnis von 81:81, bringt die Trierer Mannschaft den Ball in Richtung Leverkusener Korb. In diesem Moment eilt Austin Wiley heran, der an dem verteidigenden Luis Figge einen Block stellte. Die Pfeife der Schiedsrichter ertönt – Offensivfoul! Ein Pfiff, der für reichlich Diskussionen auf den Rängen sorgte. Coach Gnad reagierte, nahm die Auszeit und die Leverkusener warfen im Vorfeld ein. Der Ball gelangte in die Hände des bereits erwähnten Luis Figge, der einen Dreier nahm und mit 1,6 Sekunden auf der Uhr zur 84:81-Führung traf. Die Bismarckstraße bebte. Die letzte Aktion der Gäste aus Trier verlief erfolglos und schlussendlich gewann der 14-malige Deutsche Meister und glich die Viertelfinalserie aus (1:1).

Topscorer und bester Spieler der Leverkusener war an diesem Nachmittag Spencer Reaves. Der US-Amerikaner übernahm in wichtigen Momenten Verantwortung und erzielte insgesamt starke 22 Punkte. Ebenfalls zu überzeugen wusste Dennis Heinzmann, der mit 16 Zählern und zehn Rebounds ein weiteres „Double-Double“ feiern durfte. Zweistellig punktete des Weiteren Marko Bacak (15).

Trainer Hansi Gnad beschrieb die Partie im Anschluss wie folgt: „Ich hoffe, dass jeder Zuschauer, der heute in der Halle war, uns auch am Freitag wieder unterstützen wird. Wir haben Playoff-Basketball gesehen wie er sein muss: Physisch, einen Spielverlauf mit vielen Up and Downs und tollen Aktionen. Die Jungs haben die klare Niederlage in Spiel eins hinter sich gelassen. Wir haben uns in den vergangenen Tagen sehr gut vorbereitet. Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung, die wir vor allem im vierten Abschnitt an den Tag gelegt haben. Jetzt fahren wir nach Trier und schauen einfach mal, was dort für uns möglich ist.“

Am Mittwoch, 27.04.2022, um 19:30 Uhr, treten die GIANTS in der Arena Trier an. Die Partie wird live auf sportdeutschland.tv übertragen, Tickets gibt es Online!
Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 29.04.2022, um 19:30 Uhr in der Ostermann-Arena statt. Der Ticketvorverkauf (<< hier klicken >>) ist bereits gestartet.

Christopher Kwiotek

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