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15 Punkte von Sheldon Eberhardt konnten die knappe Niederlage der GIANTS in Bremerhaven nicht verhindern. Foto: Fleschenberg
15 Punkte von Sheldon Eberhardt konnten die knappe Niederlage der GIANTS in Bremerhaven nicht verhindern. Foto: Fleschenberg

| Basketball

GIANTS fehlen wenige Sekunden zum Sieg

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 25. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga knapp verloren. 


Der Rekordmeister unterlag bei den Eisbären Bremerhaven mit 88:89 (34:45) und steht aktuell auf dem 5. Tabellenplatz.

Dabei gelang den Farbenstädtern ein guter Start in die Begegnung. Angeführt von Sheldon Eberhardt und Haris Hujic erspielten sich die "Giganten" eine 8:0-Führung, mit der sie die Gastgeber eiskalt überraschten. Coach Michael Mai und seine Eisbären zeigten sich von den offensivstarken GIANTS beeindruckt, die so ziemlich jeden Wurf im Korb des Gegners versanken. Bremerhaven fand kein probates Mittel, um die Angriffe der Leverkusener einzudämen. Nachdem Sheldon Eberhardt einen Dreier zum 4:19 in der 5. Spielminute traf, reagierte der Trainer der Hausherren und nahm eine Auszeit. Unter dieser Unterbrechung litt der Spielfluss zusehends. Die Heimmannschaft wurde etwas stärker und verkürzte den Abstand zum Viertelende zwar, allerdings nur geringfügig. Der Spielstand von 12:24 war der verdiente Lohn für stark aufspielende Gäste aus dem Rheinland.

In der Folge galt es für die "Riesen vom Rhein" den Vorsprung zu verteidigen, wenn nicht sogar weiterauszubauen. GIANTS-Trainer Hansi Gnad schien seine Schützlinge bestens auf die Eisbären eingestellt zu haben, denn auch im zweiten Durchgang gaben Wyatt Lohaus, Grant Dressler & Co. weiter den Ton an. BAYER ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und es fand sich immer wieder ein Abnehmer, der den Wilson durch die Reuse beförderte. Ein erfolgreicher Dreier durch Haris Hujic sorgte für eine zwischenzeitliche Führung von 17 Zählern (18:35 - 14. Spielminute). Doch Bremerhaven gab sich nicht auf und stellte die vorhandene Qualität eindrucksvoll unter Beweis. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen durch Curtis Lee Davis ll schrumpfte der Abstand zum 14-maligen Deutschen Meister auf fünf Punkte (32:37 - 18. Minute). In der Tat schien es so, als würde die Begegnung kippen. Die Nordlichter waren das aktivere Team und setzten die GIANTS mit vielen sehenswerten Angriffen unter Druck. Doch Coach Gnad vertraute seinen Jungs, welche ruhig und gelassen ihr Spiel auf das Parkett brachten. So war es ein 6:0-Lauf kurz vor Ende des zweiten Viertels, welcher für den Halbzeitstand von 34:45 sorgte.

Die GIANTS waren also spätestens jetzt davor gewarnt, wie gut die Eisbären wirklich sind. Nach der Pause war Brermerhaven das spielbestimmende Team und der Leverkusener Vorsprung wurde kleiner. Punkt um Punkt machten die Gastgeber auf die Rheinländer gut und mit einem erfolgreichen Freiwurf krönte der Ex-"Gigant" Marvin Heckel die Aufholjagd mit der erstmaligen Führung der Hausherren (53:52 - 26. Spielminute). Dies war das Resultat eines beeindruckenden 11:0-"Run" der Weiß-Blauen auf dem Feld im Trainingszentrum Bremerhaven. Die BAYER-Fans bibberten vor den Bildschirmen, ob nun der komplette Einbruch ihrer Mannschaft eintreten würde, doch dieser Fall trat nicht ein. Zwar konnten die Gäste bis zum Ende des dritten Abschnitts nicht mehr in Front gehen, doch der Abstand zu den Eisbären war nicht sonderlich groß. Nach dreißig gespielten Minuten lag der Rekordmeister lediglich mit drei Zählern (64:61) zurück.

Wie so oft in der Saison 2020/21 sollte also alles auf eine Entscheidung in der Schlussperiode hinauslaufen. In diesen letzten zehn Spielminuten waren die GIANTS auf einem sehr guten Weg, den Sieg recht zeitnah unter Dach und Fach zu bekommen. Die Leverkusener traten hochmotiviert auf, übernahmen die Führung und lagen, nach einem erfolgreichen Korbleger durch Marko Bacak, in der 34. Spielminute mit 68:76 vorne. Es lief alles nach Plan beim ProB-Meister von 2019, zumal die Heimmannschaft schnell die Teamfoulgrenze überschritten hatte. Doch Bremerhaven kämpfte und ließ BAYER nicht davonziehen. Die Eisbären kamen heran und so entschied sich die Partie in den letzten 30 Sekunden. Armani Moore verkürzte auf einen Zähler Rückstand (87:88) und Leverkusen war in Ballbesitz. Die Farbenstädter versuchten so spät wie möglich abzuschließen, doch 16 Sekunden vor Spielende verlor Haris Hujic den Ball. Der darauffolgende Angriff konnte von J.J. Mann nur mit einem Foul gestoppt werden. Die zwei fälligen Freiwürfe beförderte Moore routiniert durch den Korb. Nun hatten die Rheinländer die Chance mit der letzten Aktion die Partie zu gewinnen, doch Grant Dressler verfehlte den Dreier und die Gastgeber lagen sich in den Armen. Am Ende behielt Bremerhaven mit 89:88 die Oberhand in einer Begegnung.

Trainer Hansi Gnad beschrieb die Begegnung am gestrigen Abend wie folgt: "Bis auf die letzten Sekunden der Partie haben wir eine wirklich gute Leistung in Bremerhaven abgeliefert, ohne jede Frage! Am Ende haben wir durch drei sehr unglücke Situationen, zu denen uns die Eisbären sicherlich auch durch ihre gute Defensive gezwungen haben, die Begegnung aus der Hand gegeben. Sehr ärgerlich in der Nachbetrachtung wenn man sieht, was für ein bombastisches erstes Viertel wir hingelegt haben, mit dem sicherlich niemand gerechnet hat. Einmal mehr hat die Mannschaft bewiesen, dass sie gegen die guten Klubs der Liga mithalten kann. Einen Sieg hätten die Jungs verdient gehabt. Schlussendlich haben Nuancen über Sieg und Niederlage entschieden, leider nicht zu unseren Gunsten."

Bester Leverkusener Akteur war Haris Hujic, der mit beeindruckenden Werten von 21 Punkten, sechs Assists und vier Rebounds zu überzeugen wusste. Sheldon Eberhardt markierte 15 Zähler, Eddy Edigin Jr. kam auf 12 Punkte und acht Rebounds. Ebenfalls zweistellig scorte auch Marko Bacak (11).

Weiter für die "BAYER-Boys" geht es am Samstag, 27.03.2021, um 19:30 Uhr beim TEAM EHINGEN URSPRING (live auf www.sportdeutschland.tv im Stream).

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Haris Hujic (21 Punkte), Sheldon Eberhardt (15), Eddy Edigin Jr. (12), Marko Bacak (11), Wyatt Lohaus (9), J.J. Mann (8), Grant Dressler (5), Luca Kahl (5), Dennis Heinzmann (2), Valentin Blass, Michael Kuczmann und Benjamin Nick.

Christopher Kwiotek

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