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Dennis Heinzmann lieferte gegen Tübingen wieder eine starke Partie. Foto: Fleschenberg
Dennis Heinzmann lieferte gegen Tübingen wieder eine starke Partie. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Giants bleiben auf der Siegerstraße

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 10. Spieltag der Saison 2019/20 ihren fünften Sieg in Serie einfahren können.


Das Team von Headcoach Hansi Gnad bezwang die Tigers Tübingen mit 94:84 (50:33) und festigte mit dem Erfolg den sechsten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Die rund 1.000 Zuschauer in der Ostermann-Arena sahen dabei stark aufspielende GIANTS, die gleich in der Anfangsphase für Furore sorgten. Angeführt vom bockstarken Brettspieler Dennis Heinzmann (erzielte insgesamt 21 Zähler), gelang es dem Rekordmeister, sich von den Tigers abzusetzen. Nach einem 10:2-Lauf, welchen Nino Celebic mit einem sehenswerten Korbleger krönte, lagen die Leverkusener mit 16:6 in Front. Tübingens Headcoach Doug Spradley reagierte und versuchte in der Auszeit seine Mannschaft zu wecken, doch es wollte nicht gelingen. BAYER blieb weiterhin fokussiert und ließ die Gäste aus dem Süden der Republik nicht ins Spiel kommen. Die Hausherren verteidigten stark und in der Offensive gelang es Tim Schönborn, Valentin Blass & Co. immer wieder einfache Zähler zu erzielen. Nach zehn gespielten Minuten führten die „Giganten“ verdient mit 28:15.

Auch im zweiten Abschnitt agierten die Leverkusener souverän. Dennis Heinzmann sorgte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für die erste Führung mit mehr als 20 Punkten Vorsprung (36:15 – 14. Spielminute). Tübingen wirkte komplett von der Rolle, verlor einige Male den Ball und wurde von der gut agierenden BAYER-Defensive zu schweren Würfen gezwungen. Die GIANTS dagegen nutzen die sich ihnen bietenden Gelegenheiten und punkteten munter weiter. Ob der furios aufspielende Colter Lasher (26 Punkte, 10 von 14 Würfen aus dem Feld fanden ihr Ziel), Nino Celebic (9 Assists) oder der bereits oben erwähnte Heinzmann: Die Tigers erlebten eine gebrauchte Spielhälfte, in der sie mit ansehen mussten, wie sich die Rheinländer in einen Rausch spielten. Unter großem Jubel der Zuschauer ging es für die „Riesen vom Rhein“ mit einer 50:33-Führung in die Kabine.

In der Pause schien Gastcoach Spradley die richtige Ansprache gewählt zu haben, denn seine Mannschaft schaltete im Anschluss einen Gang höher. Diante Baldwin vollendete einen 8:0-„Run“ seiner Farben, den GIANTS-Trainer Hansi Gnad zu einer Auszeit zwang (50:41 – 23. Spielminute). Der gebürtige Darmstädter appellierte an seine Schützlinge ruhig zu bleiben und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, was den „Giganten“ auch gelang. Im Anschluss scorten unsere Jungs wieder und verwalteten den Vorsprung zwischen zehn und 14 Punkten. Nach dreißig gespielten Minuten lag BAYER mit 66:54 vorne, eine endgültige Entscheidung über Sieg oder Niederlage sollte also im Schlussdurchgang der Begegnung fallen.

Im letzten Viertel erlebten die Anhänger beider Mannschaften dann eine „wilde Fahrt“ auf der „Gefühlsachterbahn“. Den GIANTS gelang es nicht frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen und auch die Tübinger konnten nicht für die Wende sorgen. Auf eine erfolgreiche Aktion der Gastgeber folgte prompt die Antwort der Tigers. Richtig spannend wurde es aber dennoch, denn als Baldwin für die Schwaben zum 83:76 in Brettnähe traf (37. Spielminute), wurde es einen kurzen Moment lang still in der Ostermann-Arena. Die BAYER-Fans trauten dem Braten noch nicht, doch sie wurden eines Besseren belehrt. Headcoach Gnad vertraute seinen Akteuren und wurde von ProB-MVP Nick Hornsby belohnt, denn dieser traf 75 Sekunden vor Spielende einen immens wichtigen Dreier zum 88:76. Die „Giganten“ ließen den Erfolg nicht mehr nehmen und feierten schlussendlich einen hochverdienten 94:84-Sieg über Tübinger, die bis zuletzt kämpften und sich zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgaben.

Bester Spieler auf Seiten der GIANTS war Colter Lasher, der 22 Punkte markieren konnte. Der US-Amerikaner traf hochprozentig aus dem Feld (zehn von 14 Würfen landeten im Korb der Gäste) und verteilte zusätzlich fünf Korbvorlagen. Auch Dennis Heinzmann war mit insgesamt 21 Zählern und acht Rebounds nicht von den Tigers zu bremsen. Neben Lasher und Heinzmann konnten auch Nick Hornsby (11 Punkte) und Tim Schönborn (10) zweistellig scoren.

Trainer Hansi Gnad war nach dem Spiel mit der Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden: "Im Gegensatz zu den Partien zuvor haben wir es gleich geschafft eine komfortable Führung herauszuspielen. In der Offensive haben wir schnell unseren Rhythmus gefunden und so den Grundstein für den späteren Erfolg, auch Dank einer furiosen ersten Halbzeit, gelegt. Wir haben uns im Anschluss zwar den ein oder anderen Konzentrationsfehler geleistet, den Sieg haben wir dennoch sicher ins Ziel gebracht. Es ist wirklich unglaublich, dass wir bereits unseren siebten Sieg im zehnten Spiel einfahren konnten. Ich bin sehr stolz wie die Jungs bisher in der Saison 2019/20 aufgetreten sind."

Weiter geht es für unsere Mannschaft am kommenden Samstag, 16.11.2019 um 19:00 Uhr. Gegner ist dann in der Sparkassen-Arena Science City Jena.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Colter Lasher (22 Punkte), Dennis Heinzmann (21), Nick Hornsby (11), Tim Schönborn (10), Luca Kahl (9), Eddy Edigin (7), Nino Celebic (6), Valentin Blass (3), Eric Cooper Jr. (3), Michael Kuczmann (2), Marian Schick und Thomas Fankhauser.

Christopher Kwiotek

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