Für Wissbegierige
Eddi Edigin und die Giants kamen ohne Punkte aus Rostock wieder. Foto: Fleschenberg
Eddi Edigin und die Giants kamen ohne Punkte aus Rostock wieder. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Fünf Minuten fehlen zum Sieg

Die BAYER GIANTS Leverkusen müssen weiter auf ihren vierten Saisonsieg in der Fremde warten.


Der Rekordmeister unterlag am 23. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in einer hart umkämpften Partie bei den ROSTOCK SEAWOLVES mit 85:92 (47:45).

Dabei gelang Luca Kahl, Sheldon Eberhardt, Valentin Blass, Nick Hornsby und Eddy Edigin ein guter Start in die Begegnung. Die Farbenstädter, die bereits am Freitag in die Hansestadt reisten, traten selbstbewusst auf und gingen schnell in Front. Vier erfolgreiche Dreier in Serie (erzielt durch Valentin Blass, Nick Hornsby, Sheldon Eberhardt und Tim Schönborn) sorgten für eine 16:12-Führung der Gäste nach sechs gespielten Minuten. Die 3.052 Zuschauer in der StadtHalle Rostock bekamen eine ausgeglichene Partie zusehen, bei der die SEAWOLVES vor allem vom starken Auftritt des ehemaligen NBA-Spielers Zach Lofton (2018/19 für die Detroit Pistons aktiv) profitierten, der an so ziemlich jeder Aktion seiner Farben beteiligt war. Nach dem ersten Viertel lagen die „Giganten“ mit 27:28 nur knapp zurück.

Im zweiten Abschnitt brauchten beide Mannschaften einige Minuten um sich zu finden. Erst nach etwas mehr als zwei Minuten gelangen Nick Hornsby die ersten Zähler per Korbleger für die „Riesen vom Rhein“. Wer jetzt mit einem „Angriffslauf“ der Leverkusener rechnete, sollte enttäuscht werden, denn nun nahmen die Hausherren die Zügel in die Hand und wurden zunehmend stärker. Ein 9:2-Run der Rostocker, welcher sein Highlight in einem sehenswerten Dreipunktewurf von Neuzugang Lofton fand, sorgte für die 39:35-Führung der Hansestädter. Doch BAYER ließ nicht abreißen und blieb in der Partie. Colter Lasher und Nick Hornsby übernahmen Verantwortung und brachten ihre Farben wieder nach vorne (44:41 – 17. Spielminute). Diese verteidigten die GIANTS mit dem Ende der ersten Hälfte und so ging es beim Stand von 47:45 in die Kabine.

Auch nach der fünfzehnminütigen Verschnaufspause sahen die Zuschauer gut aufgelegte „BAYER-Boys“, die diese Partie unbedingt gewinnen wollten. Leverkusen punktete munter weiter und es entwickelte sich ein Viertel auf Augenhöhe, bei dem die Führung mehrmals zwischen den beiden Mannschaften wechselte. Vor den heimischen Bildschirmen der GIANTS-Fans wurde es lauter, nachdem Sheldon Eberhardt, toll in Szene gesetzt von Colter Lasher, einen Dreier durch die Reuse der Rostocker beförderte. Die 62:56-Führung des Rekordmeisters war die bis dato höchste des Spiels. Doch auch in dieser hektischen Phase behielten die Gastgeber den Überblick und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder war es der an diesem Abend überragende Zach Lofton (30 Punkte, 6 Rebounds und 5 Assists), der den GIANTS arg zusetzte. Den Vorsprung egalisierten die SEAWOLVES zum Ende des dritten Durchgangs und so ging es beim Ergebnis von 69:69 in die Schlussperiode.

Zunächst schienen die Leverkusener auf der Siegerstraße zu sein, denn der 14-malige Deutsche Meister war in der Anfangsphase des vierten Abschnitts die bessere Mannschaft. Während sich auf Seiten der Rostocker die Zahl der Fehlwürfe vermehrte, traten Nino Celebic, Lennard Winter & Co. hochfokussiert auf. Ein wichtiger 8:0-„Run“ war für das zwischenzeitliche 77:69 aus Sicht der „Roten“ verantwortlich (33. Spielminute). Viele Fans der SEAWOLVES rechneten nun mit einem Sieg des Auswärtsteam, doch Rostock bewies Nehmerqualitäten und kam zurück. Punkt um Punkt machten die Gastgeber auf die GIANTS gut und schließlich gingen die Ostdeutschen gar in Führung (81:80 – 36. Spielminute). Diesen Vorsprung gab unser Gegner nicht mehr aus der Hand und die Schützlinge von Trainer Dirk Bauermann gewannen schlussendlich mit 92:85.

Bester Scorer auf Seiten der BAYER GIANTS war Nick Hornsby, der 16 Punkte erzielen konnte. Ebenfalls zweistellig punkteten Nino Celebic, Colter Lasher (beide je 12 Zähler) und Sheldon Eberhardt (10 Punkte). Effektivster Spieler der Rheinländer war allerdings Eddy Edigin, der mit neun Punkten und acht Rebounds knapp am „Double-Double“ vorbeischrammte (Effektivität 17).

Trainer Hansi Gnad äußerte sich auf der anschließenden Pressekonferenz wie folgt: „Erst einmal möchte ich Dirk Bauermann und seiner Mannschaft zum verdienten Sieg gratulieren. Wir haben 35 Minuten richtig guten Basketball gespielt und in den letzten fünf Spielminuten leider einige einfache Fehler gemacht. Fehler, die wir zuvor nicht begangen beziehungsweise wir auf einem Minimum gehalten haben. Es ist natürlich schade, dass wir verloren haben aber wir müssen auf den positiven Dingen aufbauen und unsere bestmögliche Leistung am Donnerstag gegen Hagen aufbauen.“

Die GIANTS empfangen am 06.02.2020 um 19:30 Uhr Phoenix Hagen in der Ostermann-Arena. Tickets gibt es Online bei unserem Partner "Ticketmaster" ( klick mich).

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Nick Hornsby (16 Punkte), Nino Celebic (12), Colter Lasher (12), Sheldon Eberhardt (10), Eddy Edigin (9), Michael Kuczmann (7), Dennis Heinzmann (6), Valentin Blass (5), Lennard Winter (3), Tim Schönborn (3), Luca Kahl (2) und Marian Schick.

Christopher Kwiotek

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