Für Wissbegierige
Tom Brack und Michelle Döpke sind Deutsche U23-Meister. Fotos: Heuser
Tom Brack und Michelle Döpke sind Deutsche U23-Meister. Fotos: Heuser

| Leichtathletik

Drei Titel und fünf weitere DM-Medaillen erkämpft

Die Hammerwerfer Michelle Döpke und Tom Brack haben dem TSV Bayer 04 Leverkusen am Wochenende bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar Titel beschert.


Hinzu kamen der Sieg der 4x400-Meter-Staffel der U20 sowie drei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Stabhochsprung-Titelverteidiger Bo Kanda Lita Baehre verletzte sich beim Einspringen und musste passen.

Hammerwerferin Michelle Döpke übernahm im ersten Durchgang mit 60,38 Meter die Führung und erhöhte dann auf glatte 61 Meter. Da kam keine Mitbewerberin mehr heran. Als die Athletin von Helge Zöllkau längst als Siegerin feststand, legte sie im letzten Versuch noch einmal einen drauf: 61,18 Meter – nur elf Zentimeter an der Saisonbestleistung vorbei.

Somit setzte die Kauffrau für Bürokommunikation nach etlichen Erfolgen in der Jugend nun auch in der U23 ihre Titelsammlung fort. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Deutschen Meistertitel holen würde, insofern bin ich super zufrieden“, sagte die Vorjahres-Dritte. „Die Weite hätte ein bisschen besser sein können, aber in erster Linie ging es ja um den Sieg.“

Tom Brack landet Überraschungs-Coup
Gleich zum Auftakt der zweitägigen Meisterschaften sorgte Tom Brack für eine Überraschung. Im dritten der sechs Versuche schleuderte er den Hammer auf die persönliche Bestweite von 63,24 Metern und holte damit den Titel des Deutschen U23-Meisters. „Ich habe gehofft, dass ich aufs Treppchen komme und bin ganz überrascht, dass ich eine Bestleistung und den ersten Platz gemacht habe“, sagte der 21-Jährige, der mit der viertbesten Vorleistung ins Rennen gegangen war.
Besondere Freude herrschte darüber, dass er nun auch bei den Deutschen Meisterschaften der „Großen“ Anfang August in Berlin teilnehmen darf. „Mir hat vorher ein halber Meter gefehlt und ich freue mich jetzt schon aufs Olympiastadion“, so Tom Brack. Seine Vereinskollege Marc Okun warf als Sechster 58,34 Meter.

Matthis Leon Wilhelm erst am Ende verdrängt
Weitspringer Matthis Leon Wilhelm fand schwer in den Wettkampf und erst im dritten Durchgang seinen Rhythmus. Doch dann zog der Mitfavorit, der in dieser Saison schon bei 7,69 Metern gelandet ist, voll vom Leder. Er flog auf 7,51 Meter, die erst ganz zum Schluss von Enrico Güntert (TV Engen; 7,65 m) überboten wurden. Remo Cagliesi sprang als Sechster 7,06 Meter.
Tim Eikermann holte über 110 Meter Hürden souverän den Vorlaufsieg in 14,33 Sekunden, der insgesamt zweitschnellsten Zeit. Diese Vorgabe löste der Schützling von Markus Irrgang im Finale ein, als er in 14,23 Sekunden zu DM-Silber stürmte. Dreispringer Christoph Garritsen eröffnete den Wettkampf mit 15,06 Metern und wurde im weiteren Verlauf nur von einem Mitbewerber übertroffen. Verdienter Lohn war die Silbermedaille.

Bronze für Imke Daalmann und Jana Kulessa
Seine Disziplinkollegin Imke Daalmann haderte zunächst mit dem Anlauf, kam aber dann doch noch auf 12,69 Meter und den dritten Platz. Hochspringerin Jana Kulessa steigerte sich auf 1,78 Meter und erkämpfte Bronze. Disziplinkollegin Carolin Gottschalk übersprang als Fünfte 1,74 Meter.
Jennifer Montag erkämpfte über 100 Meter in 11,57 Sekunden den vierten Platz – zeitgleich mit der Dritten. Schon als Siegerin ihres Vorlaufes hatte sie mit 11,50 Sekunden die Norm für die U23 Europameisterschaften in Gävle (Schweden; 11. Bis 14. Juli) erfüllt. Berit Scheid freute sich nach dem 1.500-Meter-Finale über Platz vier in 4:36,59 Minuten. „Trotz eines Bummelrennens ein Topsache“, kommentierte Trainer Sebastian Weiß.

Sprinterinnen knapp am Podest vorbei
Die 4x100-Meter-Staffel mit Judith Franzen, Imke Daalmann, Frieda Breitkopf und Allegra Hildebrand preschte als Zweite ihres Zeitlaufes mit 46,81 Sekunden als Gesamt-Vierte nur um drei Zehntel an Edelmetall vorbei. Hendrik Jürgens, Lukas Genenger, Jonas Klein und Tim Eikermann kamen bei den Junioren auf 41,88 Sekunden und Platz sechs.

Der gerade erst in die U20 „aufgestiegene“ David Schepp katapultierte den Speer im dritten Durchgang auf 68,73 Meter – nur 36 Zentimeter am Hausrekord vorbei und Platz fünf bei den bis zu vier Jahre Älteren. Bei den Juniorinnen gelang Lotte Reimann ganz zum Schluss die Steigerung auf 49,78 Meter und der Sprung auf Platz fünf. Victoria Krause hatte bereits im dritten Durchgang die persönliche Bestleistung von 48,72 Metern vorgelegt, was unter dem Strich den siebten Platz brachte.

Weitspringerin Tabea Christ zeigte als Sechste mit 5,99 Metern ihren besten Wettkampf seit langem. Mona Khulusi steigerte ihre Diskus-Bestleistung gleich im ersten Durchgang auf 46,96 Meter und durfte sich am Ende über Platz acht freuen. Stabhochspringerin Paulina Brems holte die Anfangshöhe von 3,60 Meter im zweiten Anlauf. 3,80 Meter waren dann zu hoch, so dass Platz neun blieb. Bei den Junioren überquerte Sean Roth als Neunter 4,90 Meter. Top-Favorit und Titelverteidiger Bo Kanda Lita Baehre knickte beim Einspringen mit dem linken Fuß um und musste passen.

U20-Langsprinter Deutsche Meister
Bei den parallel zur U23-DM in Wetzlar ausgetragenen Deutschen Staffelmeisterschaften verschiedener Alterklassen haben Nils Laserich, Henri Schlund, Dani Luis Khulusi und Ben Zapka am Sonntag in der U20 den Titel über 4x400 Meter erkämpft. In 3:16,75 Minuten hatte das Quartett 1,27 Sekunden Vorsprung vor dem Hamburger SV. Frieda Breitkopf, Judith Wessling, Maren Silies und Rebekka Ackers holten bei den Frauen in 3:50,65 Minuten den vierten Platz. Imke Fontes, Lena Menzel, Andrea Grönebaum und Marsha Anica Dunkel wurden in 3:57,69 Siebte. Anne Schieberle, Carolin Führen und Alexandra Lang kamen in der U20 über 3x800 Meter als Zwölfte auf 7:13,91 Minuten ins Ziel.

Mehr aus dem Bereich Leichtathletik lesen.


Zurück

Telefon Ort E-Mail Navigation aufklappen Prev Next Häkchen Listenpunkt Navigation schließen Suche