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Sheldon Eberhardt erzielte bei seinem ersten Heimspiel 17 Punkte. Foto: Fleschenberg
Sheldon Eberhardt erzielte bei seinem ersten Heimspiel 17 Punkte. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Die Ostermann-Arena bleibt eine Festung

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 13. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2019/20 einen wichtigen Erfolg feiern können.


Der Rekordmeister bezwang die wiha Panthers Schwenningen in einer hart umkämpften Partie mit 90:81 (40:39).

Gut besucht war die Ostermann-Arena an einem verregneten Sonntagnachmittag. Genau 1.133 Zuschauer erwarteten mit Spannung den ersten Heimauftritt der „Giganten“ nach 29 Tagen und die Anhänger sollten nicht enttäuscht werden, schließlich bekamen sie eine aufregende Begegnung zu sehen.

Die GIANTS starteten mit Neuzugang Sheldon Eberhardt, Nino Celebic, Colter Lasher, Nick Hornsby und Dennis Heinzmann in das Spiel. Der Leverkusener Starting-Five gelang ein guter Start, denn schnell konnten sich die Hausherren mit einem 8:2-„Run“ absetzen (2. Spielminute). Doch Schwenningen ließ sich nicht beirren und kam zurück. Punkt um Punkt verkürzten die Gäste den Abstand und gingen, nach einem krachenden Dunk von Rasheed Lee Moore, erstmalig in Führung (14:15 – 6. Spielminute). Es entwickelte sich ein ausgeglichenes erstes Viertel, in dem beide Mannschaften Akzente setzen konnten. Dennoch war das Wurfglück eher auf Seiten der Süddeutschen, die in dieser Phase besser von Außen trafen. Bei BAYER gab vor allem US-Amerikaner Colter Lasher den Ton an, der neun seiner insgesamt 23 Zähler in den ersten zehn Minuten erzielen konnte. Mit einem Rückstand von vier Zählern (19:23) endete Abschnitt Nummer Eins aus Sicht der „Riesen vom Rhein“.

Im zweiten Durchgang waren die Rheinländer dann besser aufgelegt. Drei der ersten vier erfolgreichen Würfe waren Treffer von jenseits der Dreipunktelinie (Marian Schick, Nino Celebic und Michael Kuczmann) und BAYER übernahm wieder die Führung (30:29 – 15. Spielminute). In den darauffolgenden Minuten konnten die GIANTS, aber auch die Panthers, weiter konstant scoren. Keiner Mannschaft gelang es sich einen entscheidenden Vorteil zu erspielen, was auch an der hochprozentigen Trefferquote auf beiden Seiten lag. Es war daher nicht verwunderlich, dass die Schützlinge von Headcoach Hansi Gnad zur Halbzeit mit nur einem Zähler in Front lagen. Beim Spielstand von 40:39 ging es in die Kabine.

Auch nach der Pause sahen die Zuschauer ähnliches wie zuvor. Einen erfolgreichen Leverkusener Angriff konterten die Schwenninger umgehend. In der 26. Spielminute allerdings gerieten die GIANTS in eine leicht kritische Phase, nachdem Leon Friederici einen erfolgreichen Dreier zur 55:48-Führung der Baden-Württemberger einstreute. BAYER-Coach Hansi Gnad indes blieb gelassen und vertraute seinen Spielern auf dem Parkett – mit Erfolg! Einmal mehr bewies der ProB-Meister von 2019 Nehmerqualitäten und schlug zurück. Unter dem frenetischen Beifall ihrer Anhänger vollendete Colter Lasher einen 13:0-Lauf der GIANTS abgezockt an der Freiwurflinie (63:58 – 29. Spielminute). Der Jubel auf den Rängen kannte nun keine Grenzen mehr und Gästetrainer Alen Velcic reagierte mit der fälligen Auszeit. Nach der kurzen Verschnaufspause fanden die Panthers wieder zurück ins Spielgeschehen und der vorhin angesprochene Forward Friederici sorgte für den Viertelendstand von 63:63.

Der Schlussdurchgang war dann nichts für schwache Nerven. In den ersten Minuten des Viertels wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften gefühlt nach jedem Angriff. Für einige Schweißperlen auf der Stirn der Leverkusener Verantwortlichen sorgte dann aber Schwenningens US-Amerikaner Jaren Lewis, der ein seltenes Vier-Punkte-Spiel zum 73:68 aus Sicht der Panthers vollendete. Doch den Gästen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis gelang es nicht, die Führung über die Ziellinie zu bringen. Leverkusen ließ sich nicht unterkriegen, verteidigte nun intensiver und ließ den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder fanden die GIANTS in Person von Colter Lasher, Sheldon Eberhardt oder Nino Celebic einen dankbaren Abnehmer, der den Ball durch die gegnerische Reuse beförderte. Schwenningen fand auf die Angriffe der Farbenstädter keine Antwort mehr und schlussendlich verließen die „Giganten“ mit einem 90:81-Sieg als verdienter Sieger das Feld.

Bester Leverkusener Scorer war an diesem Spieltag Colter Lasher, der mit 23 Punkten einen neuen „Karriere-Bestwert“ ablieferte. Sheldon Eberhardt fand sich in seinem neuen Zuhause bestens zurecht und markierte 17 Zähler. Nino Celebic (11 Punkte, 7 Rebounds und 7 Assists) und Nick Hornsby (8 Zähler, 11 Korbvorlagen und 6 Rebounds) bewiesen ihre großen Allroundqualitäten.

Trainer Hansi Gnad war mit der Vorstellung seiner Jungs einverstanden: „Ich bin zufrieden mit dem Spiel, wir haben eine tolle Teamleistung an den Tag gelegt und am Ende verdient gewonnen. In schwierigen Phasen haben wir es geschafft einen Ausweg zu finden, was vor allem an unserem mannschaftsdienlichen Spiel lag. Wir haben den Ball gut bewegt und dadurch offene Würfe kreieren können. Vor allem haben wir es geschafft unsere Dreier zu treffen, was in der bisherigen Spielzeit nicht immer der Fall war. Jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen und nun gilt es sich intensiv auf das Spiel am Mittwoch in Paderborn vorzubereiten.“

Mit dem Sieg verteidigen die BAYER GIANTS den sechsten Tabellenplatz in der ProA und sind punktgleich mit den MLP Academics Heidelberg (5.) und den Nürnberg Falcons (4.). Am Mittwoch geht es dann bereits mit der Partie bei den Uni Baskets Paderborn weiter. Spielbeginn im Sportzentrum Maspernplatz ist um 20:00 Uhr.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Colter Lasher (23 Punkte), Sheldon Eberhardt (17), Nino Celebic (11), Marian Schick (8), Tim Schönborn (8), Nick Hornsby (8), Michael Kuczmann (6), Dennis Heinzmann (4), Valentin Blass (3), Eddy Edigin (2), Luca Kahl und Dzemal Selimovic.

Christopher Kwiotek

 

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