Für Wissbegierige
Dennis Heinzmann zeigte gegen Bremerhaven eine ansprechende Leistung. Foto: Fleschenberg
Dennis Heinzmann zeigte gegen Bremerhaven eine ansprechende Leistung. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Die Moral bei den Bayer Giants stimmt

Am 1. Spieltag der der BARMER 2. Basketball Bundesliga konnten die BAyer Giants keinen Sieg in eigener Halle einfahren.


Der Rekordmeister unterlag den Eisbären Bremerhaven mit 63:74 (29:40).

Mehr als 1.000 Zuschauer fanden sich an einem heiteren Samstagabend in der Ostermann-Arena ein, um dem ProA-Comeback der „Giganten“ beizuwohnen. Die Vorfreude im Umfeld war weit vor Spielbeginn zu spüren, schließlich warteten die Anhänger der Leverkusener drei Jahre auf die Rückkehr in die zweithöchste Liga in Basketball-Deutschland. Dennoch sollten die BAYER Fans schnell merken, dass die Gegner in der ProA über eine ganz andere Klasse verfügen als zuvor…

Die Eisbären aus Bremerhaven starteten gleich voll durch und setzten der Leverkusener Verteidigung arg zu. Angeführt von US-Amerikaner Rohndell Goodwin, gelang es den Gästen sich schnell abzusetzen. Die Mannen aus dem Norden trafen hochprozentig aus dem Feld, während die GIANTS mit ihrer Offensive haderten. Der ProB-Meister wirkte nervös, die Zuschauer stellten schnell fest, dass die Schützlinge von Headcoach Hansi Gnad vom selbstsicheren Auftritt der Eisbären beeindruckt waren. Für die ersten Punkte in der ProA sorgte schließlich Tim „El Pistolero“ Schönborn, der in der zweiten Spielminuten zum 3:8 per Dreier traf. Zwar wurden die Farbenstädter im Anschluss sicherer und verkürzten den Abstand, dennoch waren die ersten zehn Minuten für BAYER zum Vergessen. Das Ergebnis von 25:14 nach der ersten Spielperiode war aus Sicht des BBL-Absteigers verdient.

Der zweite Abschnitt ähnelte vom Verlauf her dann einer Achterbahnfahrt. Die Eisbären konnten sich zunächst weiter absetzen, denn die GIANTS fanden in der Defensive nach wie vor keine Antwort auf die hohe Trefferquote der Bremerhavener von jenseits der Dreipunktelinie. Zwischenzeitlich lagen die Nordlichter gar mit 20 Zählern in Front, doch BAYER ließ sich von diesem Rückstand nicht einschüchtern. Coach Gnad fand in der Auszeit wohl die passenden Worte an seine Akteure, denn diese kamen hochmotiviert auf das Parkett zurück. Valentin Blass, Nick Hornsby & Co. schalteten in der Verteidigung einen Gang hoch und zwangen die Gäste zu schwierigen Würfen, während die „Riesen vom Rhein“ im Angriff scoren konnten. Neuzugang Colter Lasher krönte zum Abschluss der ersten Halbzeit eine anstrengende Aufholjagd mit einem erfolgreichen Korbleger, der für den Pausenstand von 29:40 sorgte.

Nach der fünfzehnminütigen Verschnaufspause setzten sich die Gäste aus Bremerhaven durch einen 9:0-Lauf erneut auf 18 Punkte ab. Bei vielen Fans kehrte nach der guten Schlussphase der erste Halbzeit aus Sicht der „Giganten“ Ernüchterung ein, doch die Kehrtwende in der Partie ließ nicht lange auf sich warten. BAYER stellte auf eine 2-3 Raumverteidigung um und Bremerhaven hatte mit dieser große Probleme, die Würfe wollten einfach nicht mehr in den Korb der Gastgeber fallen. Der Rekordmeister kam einmal mehr zurück und verkürzte mit Abschluss des dritten Durchgangs, durch einen wahnwitzigen Dreier von Dennis Heinzmann, auf 49:57. Die Ostermann-Arena bebte, es hielt keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen.

Der Schlussabschnitt sollte dann für große Dramatik sorgen. Den GIANTS gelang der bessere Start in die letzten zehn Minuten und die Fans peitschten ihre Jungs lautstark von außen an. Zwischenzeitlich konnten die Rheinländer auf sechs Punkte verkürzen (60:66 – 35.Spielminute), doch in den folgenden Angriffssequenzen wollte der Ball einfach nicht durch die Bremerhavener Reuse fallen. Die Gäste wankten zwar, fielen aber nicht. Die Leverkusener ließen nichts unversucht um „den Bock umzustoßen“, doch es sollte an diesem Abend einfach nicht sein. Die Bremerhavener brachten die Partie abgezockt über die Zeit und gewannen eine hart umkämpfte Partie schlussendlich mit 63:71

Bester Punktesammler der GIANTS war Colter Lasher, der 11 Punkte erzielen und sich 4 Rebounds sichern konnte. Zweistellig punktete auch Dennis Heinzmann, der 10 Zähler markieren konnte. Der Center war in Augen vieler Zuschauer der beste Spieler auf Seiten der „Riesen vom Rhein.“

Trainer Hansi Gnad äußerte sich nach der Niederlage wie folgt: „Bremerhaven hat heute gegen uns einen verdienten Sieg eingefahren. Die Eisbären waren immer in der Lage in entscheidenden Situationen eine Schippe draufzulegen und haben uns so das Leben sehr schwer gemacht. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, denn so aussichtlos die Situation schien, die Jungs haben Charakter bewiesen und sind immer zurück ins Spiel gekommen. Uns hat das erste Viertel sehr wehgetan, denn in diesen Minuten sind wir nervös aufgetreten und sind weit zurückgefallen. Dies hat uns am Ende doch arg geschadet, denn wir mussten einiges an Kraft aufwenden um zurückzukommen. Jetzt gilt es für uns nach vorne zu schauen und die Fehler, die wir gemacht haben schnellstmöglich abzustellen. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird.“

Über den kommenden Gegner, die NINERS Chemnitz (Sa., den 28.09.2019 um 19:00 Uhr – LIVE auf AirTango) sagt Gnad: „Für uns wird das eine unheimlich schwere Aufgabe werden, schließlich gelten die NINERS als einer der Favoriten auf den Aufstieg in die BBL. Wir gehen sicherlich als Underdog in die Begegnung und haben nichts zu verlieren. Für uns gilt es alles in die Waagschale zu werfen und hochkonzentriert in die Partie zu gehen, um Chemnitz zu bezwingen.“

Christopher Kwiotek

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