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Kristina Graovac zeigte in Blomberg eine starke Leistung. Foto: Dembinski
Kristina Graovac zeigte in Blomberg eine starke Leistung. Foto: Dembinski

| Handball

Couragierte Werkselfen belohnen sich nicht

Wie schon im Hinspiel gab es nach der Partie gegen die HSG Blomberg-Lippe enttäuschte Gesichter bei den Werkelfen des TSV Bayer 04 Leverkusen. 


Verlor man Ende Oktober in der heimischen Ostermann Arena in der Schlusssekunde mit 26:27, so gab es diesmal beim 27:28 an der Blomberger Ulmenallee erneut eine hauchdünne Niederlage.

„Es ist schade, dass wir uns für die gute Leistung am Ende nicht belohnen konnten und so mit leeren Händen dastehen. Dennoch bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die einen couragierten Auftritt hingelegt hat. Blomberg hat sich den Sieg besonders in der 2. Halbzeit, wo sie niemals aufgegeben haben, unter dem Strich verdient“, zeigte sich Leverkusens Trainer Martin Schwarzwald als fairer Verlierer nach einer Partie, die nichts für schwache Nerven war.

Die Werkelfen hielten beim Tabellendritten von Beginn an dagegen und zeigten eine ihrer besten Halbzeiten in der Fremde in dieser Saison. Auch die Tatsache, dass Mariana Lopes früh mit zwei Zeitstrafen belastet war, steckten die Gäste gut weg und zeigten defensiv wie offensiv eine starke Partie.

„Wir haben viele Dinge sehr gut gemacht. Besonders im Sechs-gegen-Sechs in der Deckung haben wir einen großartigen Job gemacht und dem Blomberger Rückraum viele Bälle weggenommen“, so Schwarzwald, der neben der guten Defensive aber auch eine starke Angriffsleistung seiner Mannschaft sah.

Ärgerlich war nicht nur aus Sicht des Elfentrainers, dass man „einen höheren Vorsprung mit in die Pause hätte nehmen müssen.“ Nach dem Treffer zum 11:15 von Mariana Lopes, mit neun Toren am Ende erfolgreichste Werferin, lagen die Elfen drei Minuten vor dem Wechsel sogar mit vier Treffern in Front, doch dann „bekommen wir Gegentore aus Situationen, die wir nicht bekommen wollten und bis dahin gut verteidigt hatten“, beschrieb Schwarzwald die Schlussphase in Hälfte eins, als die bis dahin gute abgeschirmte Nele Franz doch noch mit zwei Treffern aus dem Eins-gegen-Eins den Rückstand bis zum Pausenpfiff auf 15:17 verkürzen konnte.

Den Pausenrückstand egalisierten die Gastgeberinnen schnell, sodass sich in der Folge ein Schlagabtausch beider Teams entwickelte. Gestützt auf eine gut aufgelegte Kristina Graovac im Tor, legten die Elfen bis zum 24:25 (52.) stets vor. Auch als Nele Franz ihre Farben beim 26:25 erstmals in Führung brachte, kamen die Elfen durch die starke Svenja Huber wieder zum Ausgleich. Zwei weitere Treffer von Franz brachten dann die Vorentscheidung zu Gunsten der HSG. Zwar kamen die Elfen durch Zoë Sprengers postwendend zum Anschlusstor, doch der 28:28-Ausgleich sollte in der Schlussminute nicht mehr gelingen.

„In der zweiten Halbzeit gehen uns dann leider die Körner aus. Da fehlte uns etwas der Druck und der Speed. Wir haben uns im Angriff wiederholt aufgerieben und so ist es schade, dass wir uns für die gute Leistung am Ende nicht belohnen konnten und so mit leeren Händen dastehen. Damit müssen wir leider leben, aber dennoch Kompliment an meine Mannschaft für eine Leistung, auf die wir trotz alledem aufbauen können“, so Schwarzwald abschließend.

Die Spielstatistik:
HSG Blomberg-Lippe – TSV Bayer 04 Leverkusen 28:27 (15:17)
Blomberg: Andresen, Veith; Rüffieux (2), Kynast (5), Jongenelen, Rajes (2), Wenzel, Kordovska (1), Agwunedu (2), Reiche (2), van Wingerden, Franz (12/7), Hartstock, Michalczik (2); Trainer: Steffen Birkner.
Leverkusen: Fehr, Graovac (1); Jurgutyte (2), Hinkelmann, Sprengers (3), Souza, Kämpf (3), Bruggeman (1), Polsz, Lopes (9), Huber (8/3), Cormann, Terfloth; Trainer: Martin Schwarzwald.
SR: Heine/Standke (Wendeburg/Göttingen) – Z: keine. – Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Rajes, Kordovska, Agwunedu – Lopes/zweimal, Jurgutyte, Sprengers). – Siebenmeter: 7/7:3/3. – Spielfilm: 1:0 (2.), 1:2 (5.), 5:5 (12.), 8:8 (18.), 10:10 (21.), 10:14 (26.), 11:15 (27.), 13:15 (29.), 15:17 (30.) – 17:17 (34.), 19:19 (37.), 22:22 (43.), 24:24 (28.), 24:25 (52.), 26:25 (54.), 26:26 (55.), 28:26 (59.), 28:27 (59./EN).

Knut Kleinsorge

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