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Torben Blech hat in Dortmund den DM-Titel im Stabhochsprung gewonnen. Foto: Chai
Torben Blech hat in Dortmund den DM-Titel im Stabhochsprung gewonnen. Foto: Chai

| Leichtathletik

Blech gewinnt DM-Gold im Stabhochsprung

Stabhochspringer Toben Blech hat bei den 68. Deutschen Leichtathletik Hallenmeisterschaften in Dortmund als Favorit DM-Gold gewonnen.


Weitere vier Silber- und zwei Bronzeplätze gehen auf das Konto des TSV Bayer 04 Leverkusen.

Zweimal war Stabhochspringer Torben Blech schon deutscher Vizemeister. Einmal in der Halle 2019 und einmal im Freien 2020. In Dortmund trat der 26-Jährige als Titelfavorit an und bestätigte seine starke Form mit 5,72 Meter. „Nach den Vorleistungen und den Leistungen von heute bin ich am souveränsten gesprungen und habe mir den Titel verdient. Ich bin superglücklich und stolz, dass sich die harte Arbeit der letzten Jahre ausbezahlt hat, auch wenn ich mit meinen Sprüngen heute nicht ganz zufrieden war,“ freut sich der neue deutsche Hallenmeister.

Freund und Trainingskollege Bo Kanda Lita Baehre macht das angekündigte Doppel perfekt und belegte Platz zwei. Der deutsche Freiluftmeister aus dem Jahr 2020 überquerte 5,62 Meter und hatte dabei weniger Fehlversuche als der höhengleiche Oleg Zernikel (ASV Landau).

Gleich drei weitere Silbermedaillen gab es für den TSV Bayer 04 Leverkusen.
Sprinterin Jennifer Montag konnte ihre Leistung in der Hallensaison bisher konstant abrufen. Und so war es auch in der Helmut-Körnig-Halle. Im Halbfinale sprintete sie mit 7,23 Sekunden exakt an ihre bisherige Bestleistung heran und setzte im Finale mit 7,19 Sekunden sogar noch einen drauf. „Ich wollte unbedingt unter die ersten Drei kommen. Jetzt bin ich mit dem zweiten Platz natürlich super happy und darf mit den Hallen-Europameisterschaften planen. Ich bin gerade sehr erleichtert, denn endlich habe ich mir einen Einzelstartplatz erkämpft.“

Nach langen Verletzungssorgen meldete sich Mehrkämpferin Louisa Grauvogel über die 60 Meter Hürden zurück. Mit 8,21 Sekunden konnte die EM-Teilnehmerin von 2018 ihre bisherige Saisonbestleistung steigern und musste sich nur knapp (8,19 Sekunden) der Hürdenspezialistin Ricarda Lobe (MTG Mannheim) geschlagen geben.

Viele Rückschläge in ihrer bisherigen Karriere hatte auch 800 Meter Läuferin Sarah Schmidt schon verkraften müssen, um so größer war die Freude über den Silberrang und einer neuen persönlichen Hallenbestleistung von 2:04,07 Minuten. „Ich bin mehr als zufrieden mit dem Rennen. Mit dem zweiten Platz habe ich aber nicht gerechnet. Im Training habe ich schon gute Leistungen gezeigt und bin daher sehr froh, dass ich es heute auf die Bahn bringen konnte. Das wichtigste für mich ist jetzt, verletzungsfrei Richtung Sommer zu schauen. So schnell war ich in der Hallensaison noch nie, das motiviert mich natürlich sehr,“ freute sich die 25-Jähirge.

Über eine neue Hallenbestleistung von 4,31 Meter im Stabhochsprung konnte auch Ria Möllers jubeln. Die deutsche Meisterin aus Braunschweig sicherte sich den Bronzeplatz. Höhengleich aber mehr Fehlversuche benötigte Vereinskameradin Katharina Bauer, die damit den vierten Platz belegte.

Als heimlichen Medaillenkandidaten hatte der Geschäftsführer Jörn Elberding auch Dreispringer Christoph Garritsen gesehen. Lange war auch der 24-Jährige vom Verletzungspech verfolgt. Nun wurde er mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 15,58 Meter und Platz drei belohnt.

Mit seiner Leistung über die 60 Meter Hürden von 7,97 Sekunden und Platz vier war Tim Eikermann nicht ganz zufrieden. „Die beiden Rennen waren beide vorne nicht wirklich gut, aber ich habe mit dem Anlauf zur ersten Hürde schon länger ein Problem. Für eine Medaille hätte alles zusammenlaufen müssen und dafür war ich vorne einfach zu unsicher aktuell“, resümierte er sein Wettkampfergebnis.
Dieselbe Platzierung erreichte auch Hochspringer Florian Hornig. Der erst 20-jährige Athlet übersprang 2,14 Meter.

Fünf Jahre in Folge war Mateusz Przybylko deutscher Hallenmeister. Auch in diesem Jahr ging der Hochspringer mit seiner Vorleistung von 2,28 Metern als Titelfavorit in den Wettkampf. Doch aus einer erneuten Titelverteidigung wurde nichts, da der Europameister von 2018 mit Fußproblemen zu kämpfen hatte und mit übersprungenen 2,10 Meter nur Fünfter wurde. „Das Problem hatte ich schon vor den Meisterschaften. Ich konnte die anhaltenden Schmerzen überhaupt nicht ausblenden. Jetzt muss ich mich in meinem Team besprechen, ob ein Start bei den Hallen-Europameisterschaften in Torun überhaupt Sinn macht.“

Weitere Platzierungen im Überblick:

Männer:
60m: Daniel Hoffmann - 6,90 s SB (19.)
Kugelstoßen: Jan Josef Jeuschede – 19,02 m SB (7.)

Frauen:
60m Hürden: Marlene Meier – 8,56 s (9.), Anna Jablonski – 8,71 s SB (12.),
Franziska Schuster – 8,74 s SB (13.)
800m: Tabea Marie Kempe - 2:06,04 min. PB (6.)
3000m: Denise Krebs – 9:24,49 min (7.)
Hochsprung: Bianca Stichling -1,80 m SB (5.)
Stabhochsprung: Laura Giese – 3,91 m (8.)
Dreisprung: Imke Daalmann -12,74 m (7.)

Denise Krebs

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