Für Wissbegierige
Bayers Sitzvolleyballer sind deutscher Vizemeister. Foto: Privat
Bayers Sitzvolleyballer sind deutscher Vizemeister. Foto: Privat

Bayer-Sitzvolleyballer sind deutscher Vizemeister

Die Sitzvolleyballer des TSV Bayer 04 Leverkusen haben die Titelverteidigung bei der Deutschen Meisterschaft verpasst: Rekordmeister musste sich in Koblenz dem Dresdner SC geschlagen geben. Die zweite Mannschaft der Leverkusener wurde Siebter.


„Schade! Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber Dresden hat verdient gewonnen“, resümierte Trainer Martin Blechschmidt nach dem Finale, das mit 0:2 (23:25, 19:25) verloren gegangen war.

Am Samstag hatte die TSV-Mannschaft wenig Mühe: Gegen Berlin, Leipzig, Anpfiff Hoffenheim II und die eigene zweite Mannschaft mussten die Leverkusener keinen Satz abgeben und qualifizierten sich als Gruppenerster fürs Halbfinale am Sonntagvormittag.

Dort wartete vor einer tollen Kulisse von knapp 150 Zuschauern das gastgebende Team Rheinland-Pfalz, das in einem engen Match mit 2:0 (25:18, 25:23) besiegt werden konnte. „Das Spiel war zwar spannend und zu jedem Zeitpunkt eng, aber wir haben die Nerven behalten und am Ende mit viel Erfahrung die entscheidenden Punkte gemacht“, sagte Blechschmidt.

Im Finale ging es dann zwischen zwei ebenbürtigen Mannschaften eng zu: Leverkusen erwischte zunächst den besseren Start und konnte sich immer um etwa drei Punkte absetzen, doch gegen Ende des Satzes robbte sich Dresden ran und glich zum 23:23 aus. Nach einigen Provokationen der Dresdner hatten die Leverkusener sich nicht im Griff und Thomas Renger sah die Rote Karte, worin das 23:24 und letzlich auch der Satzverlust mündete.

Im zweiten Satz fand Leverkusen nicht ins Spiel, Dresden agierte mit einem starken Block und in der Feldabwehr glücklicher und die Bayer-Mannschaft sah sich immer im Rückstand, ohne geeignete Mittel zu finden. „Trotz toller Aufholjagd und viel Willen war der Vorsprung der Dresdner zu groß, wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben“, sagte Blechschmidt, der den Blick direkt in die Zukunft richtete.

„Der Fokus muss darauf gelegt werden, wie wir Möglichkeiten finden, mehr im Team zu trainieren“, sagt Blechschmidt, der die Verletzungspause von Lukas Schiwy ansprach und die Tatsache, dass die holländischen Spieler und die einheimischen Leistungsträger berufsbedingt nicht immer vor Ort sein können: „Volleyball ist ein Teamsport und da muss auch wettkampfnah im Team trainiert werden.“

Zudem strebt Blechschmidt die Kooperation mit nichtbehinderten Volleyballern an und ist heiß auf die Revanche mit den Dresdnern, die ihren ersten Titel feierten: Im Tokio-Jahr 2020 möchte der Rekordmeister den Meistertitel zurück nach Leverkusen holen.

Die zweite Mannschaft der Leverkusener spielte nach drei Niederlagen und einem Sieg in der Vorrunde um die Plätze 5 bis 10. Am Ende wurde das Team um Trainer Robert Grylak Siebter, nachdem es am Finaltag Siege gegen Magdeburg und Berlin II sowie eine Niederlage gegen Hoffenheim I gegeben hatte.

Nico Feißt


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