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Colter Lasher war in Tübingen mit 26 Punkten Top-Scorer der GIANTS. Foto: Fleschenberg
Colter Lasher war in Tübingen mit 26 Punkten Top-Scorer der GIANTS. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Auswärtssieg! BAYER gewinnt in Tübingen

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben in Tübingen ihren dritten Auswärtssieg einfahren können.


Der deutsche Rekordmeister bezwang die Tigers Tübingen mit 88:83 (35:40) und setzt sich damit aktuell in der Tabelle auf den Playoff-Rängen fest.

Dabei starteten die Farbenstädter eher verhalten in die Begegnung. In der Anfangsphase bestimmten nur die Gastgeber das Spielgeschehen, die sich schnell mit 7:2 absetzen konnten (2. Spielminute). Eine Vielzahl von Fehlwürfen machte den GIANTS das Leben schwer. Ob aus der Distanz oder in Korbnähe: BAYER haderte mit dem eigenen Wurfglück, während den Tigers gefühlt alles gelang. Vor allem Enosch Wolf und Roland L’Amour trieben Leverkusens Trainer Hansi Gnad einige Sorgenfalten auf die Stirn, denn die beiden Brettspieler waren aus der Nahdistanz hocheffizient. Doch trotz der Tübinger Überlegenheit steckte der ProB-Meister von 2019 nicht auf, was im ersten Abschnitt vor allem an Sheldon Eberhardt und Colter Lasher lag, die auf jeweils fünf Punkte kamen. Nach zehn gespielten Minuten lagen die „BAYER-Boys“ mit neun Zählern zurück (14:23).

Der zweite Abschnitt wurde aus Sicht unserer Mannschaft dann besser. Coach Gnad schien in der zweiminütigen Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach einem erfolgreichen 8:2-„Run“ war BAYER wieder im Geschäft (24:27 – 14.Spielminute). Die Leverkusener Verteidigung war nun sehr viel besser als noch zuvor und Tübingen musste für die eigenen Zähler hart arbeiten. Doch immer, wenn es so schien, als würde es den GIANTS nun gelingen die Partie zu drehen, waren es die Hausherren, die mit einer erfolgreichen Aktion dagegen setzten. So lagen die Tigers zum Ende der ersten Halbzeit mit 40:35 vorne.

Das dritte Viertel gestaltete sich dann ausgeglichen. Leverkusen agierte vom Start weg fokussiert und ließ zunächst einen Lauf der Gastgeber nicht zu. Allerdings konnte BAYER auch nicht die Möglichkeit nutzen, entscheidend an Boden gutzumachen bzw. die Führung zu übernehmen. Vor allem Tim Schönborn fing in den ersten Minuten nach der Pause Feuer und traf zwei wichtige Dreier in Folge (41:44 – 23.Spielminute). Zum Ende der Spielperiode war es dann doch ein „Run“ (7:2) der Hausherren, der den GIANTS ziemlich wehtat. Die 64:57-Führung aus Sicht der Tigers war nachdem Durchgang mehr als verdient.

Die Entscheidung über Sieg und Niederlage sollte also im Schlussabschnitt fallen und in diesem spielte BAYER stark auf. Punkte für Punkt machte der Rekordmeister auf Tübingen gut und in der 32. Spielminute war es Eddy Edigin Jr., der für den Ausgleich der Gäste sorgte (64:64). Die 15 mitgereisten Leverkusener Fans mussten noch rund zwei Minuten warten, bevor der überragende Colter Lasher aus der Distanz mit Brett für die erste Führung der GIANTS in der Partie sorgte. Plötzlich lagen die Rheinländer mit 67:65 vorne und die Tigers haderten vermehrt mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Doch es blieb weiter eine spannende Partie, denn die Zuschauer in der Paul-Horn-Arena merkten schnell, dass die Tübinger unbedingt gewinnen wollten. Besnik Bekteshi traf drei Minuten vor Ende der Partie einen schweren Dreier, der wiederrum für die Führung der „Gelb-Schwarzen“ sorgte (78:76). Die Farbenstädter ließen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und hielten an ihrem Gameplan fest. Für die endgültige Entscheidung sorgten Schönborn und Lasher mit zwei erfolgreichen Dreipunktwürfen in Serie. Mit ertönen der Schlusssirene lagen sich die Akteure der „Giganten“ freudestrahlend in den Armen, der 88:83-Sieg war nicht nur wichtig für die Tabelle sondern auch das eigene Selbstbewusstsein, schließlich lag der letzte Erfolg in der Fremde acht Wochen zurück.

Bester Spieler der Partie war ohne jeden Zweifel der gerade erst genesene Colter Lasher. Der US-Amerikaner erzielte starke 26 Zähler und griff 11 Rebounds ab. Es war das erste „Double-Double“ des aus Alaska stammenden Flügelspielers. Ebenfalls zweistellig konnten auch Nino Celebic (14 Punkte), Sheldon Eberhardt (11) und Dennis Heinzmann (10).

Trainer Hansi Gnad war nach der Begegnung sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge: „Dieser Sieg war ein sehr wichtiger für uns und ein toller Start in das Jahr 2020. Wir wussten, dass die Situation in Tübingen nachdem Trainerwechsel der Tigers keine einfache für uns werden wird. Unser Gegner ist mit großer Energie auf das Feld gekommen und ist sehr gut in die Partie gestartet. Das Ziel war, dass wir bis zum Ende hin das Geschehen auf dem Parkett offen gestalten können und dies ist uns auch gelungen. In den letzten Minuten ist es uns gelungen, gute Entscheidungen zu treffen und vor allem unsere offenen Würfe zu treffen. Bedanken möchte ich mich bei unseren mitgereisten Fans, die für ordentlich Stimmung auf den Rängen gesorgt haben.“ Auch Colter Lasher bekam sein Extralob vom Coach: „Eigentlich hebe ich nicht so gerne Spieler aus dem Team heraus, aber Colter hat einen super Job gemacht“, so Gnad „des Weiteren freue ich mich auch darüber, wie gut Lennard Winter nach seiner Verletzungspause zurückgekommen ist. Dennoch: Basketball ist ein Mannschaftssport und wir sind über große Teile der Begegnung als Einheit aufgetreten. Dies müssen wir unbedingt beibehalten.“

Weiter geht es für die GIANTS am kommenden Sonntag, 12.01.2020 um 18:00 Uhr. Gegner sind dann die wiha Panthers aus Schwenningen.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Colter Lasher (26 Punkte), Nino Celebic (14), Sheldon Eberhardt (11), Dennis Heinzmann (10), Tim Schönborn (9), Nick Hornsby (7), Lennard Winter (6), Michael Kuczmann (3), Eddi Edigin Jr. (2), Valentin Blass, Luca Kahl und Benjamin Nick.

Christopher Kwiotek

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