Für Wissbegierige
Colter Lasher war gegen Jena mit 11 Punkten Topscorer der Giants. Foto: Fleschenberg
Colter Lasher war gegen Jena mit 11 Punkten Topscorer der Giants. Foto: Fleschenberg

| Basketball

Achtbarer Auftritt trotz Niederlage

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 28. Spieltag der Saison 2019/20 eine verdiente Niederlage einstecken müssen.


Der Rekordmeister unterlag nach einer couragierten Leistung Science City Jena mit 64:80 (32:44).

Dabei konnte man kurz nach der Partie den Eindruck gewinnen, dass die „Giganten“ als Sieger das Parkett verlassen hätten. 974 Zuschauer in der gut besuchten Ostermann-Arena spendeten dem ProB-Meister von 2019 lautstarken Applaus – trotz einer verlorenen Begegnung! Dies lag vor allem an den aufopferungsvollen 40 Minuten zuvor…

Die GIANTS starteten gut in die Parte und setzten Science City Jena schnell unter Druck. Waren die Leverkusener im Hinspiel in der Anfangsphase noch komplett von der Spur (damals verlor BAYER das erste Viertel mit 10:34), traten die Schützlinge von Coach Hansi Gnad zuhause selbstbewusst auf. Vor allem Marian Schick war es, der seine Farben zunächst im Spiel hielt. Sieben Zähler erzielte der Center in den ersten fünf Minuten (11:11). Doch die Gäste wurden mit zunehmender Dauer stärker und konnten ebenfalls wichtige Akzente setzen. Die tief besetzten Thüringer erspielten sich am Ende des Abschnitts aufgrund eines 5:0-„Run“ das erste Punktepolster und somit auch die Führung. Der Abschnitt endete beim Stand von 19:24 aus Sicht der Farbenstädter.

Spätestens im zweiten Durchgang wurde dann die Dominanz der Thüringer spürbar, wobei BAYER die ersten Minuten gehörten. Die Rheinländer kamen stark aus der Viertelpause wieder und erkämpften sich die Führung eindrucksvoll zurück. Aufgrund eines 10:0-Lauf lagen die GIANTS urplötzlich mit 29:24 vorne. Gasttrainer Steven Clauss nahm daraufhin die fällige Auszeit und appellierte eindringlich an seine Mannschaft besser zu spielen, was diese umgehend tat. Jena agierte mit mehr Durchsetzungsvermögen in Brettnähe und ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, bis sich eine gute Wurfchance ergab. Der Lohn für die investierten Mühen war ein 16:0-„Run“ (29:42 – 19. Spielminute). Die GIANTS dagegen haderten mit ihren Wurfchancen und hatten nicht mehr den Zugriff auf die Partie wie noch zuvor. Der Rückstand von 12 Zählern zur Halbzeitpause war, aus Sicht der Leverkusener, mehr als verdient (32:44).

Im dritten Viertel beschlich die GIANTS-Fans das Gefühl, dass ihre Mannschaft heute nicht mehr siegen würde. Jena punktete und punktete, BAYER dagegen gelang in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit nicht viel. Trauriger Höhepunkt aus Sicht der Rheinländer war der erfolgreiche Korbleger vom stark aufspielenden Alex Herrera, der zum 57:37 in der 24. Spielminute traf. Die „Giganten“ erholten sich von dieser starken Phase der Gäste nicht mehr und der dritte Abschnitt plätscherte so dahin. Nach dreißig Minuten leuchtete ein 47:66 aus Sicht unserer Mannschaft auf, welches nicht viel Mut für den letzten Durchgang machte.

Doch die „Comeback-GIANTS“ schlugen zurück!
Angeführt von Colter Lasher, mit 11 Punkten am Ende Topscorer der Leverkusener, kamen die „BAYER-Boys“ wieder heran. Nachdem Lennard Winter zwei Freiwürfe in der 35. Minute durch die Reuse der Gäste beförderte, war der Rückstand der Farbenstädter nur noch einstellig (62:71). Nicht nur unsere Jungs schöpften wieder Hoffnung, auch die Zuschauer auf den Rängen standen ihrer Mannschaft zur Seite und unterstützten ihr Team lautstark. Angefeuert vom eigenen Anhang, sprangen die „Gnadisten“ jedem Ball hinterher und versuchten die Wende herbeizuführen. Doch diese gelang den GIANTS leider nicht. Die Aufholjagd hatte einiges an Körnern gekostet und so konnte Jena schlussendlich unter dem anerkennenden Beifall der Zuschauer mit 80:64 an der Bismarckstraße gewinnen.

Topscorer bei BAYER war Colter Lasher, der als einziger Akteur der Gastgeber mit 11 Punkten zweistellig scoren konnte. Bester Rebounder der Hausherren war Eddy Edigin Jr. mit acht Rebounds, die meisten Assists verteilte Sheldon Eberhardt (4).

Trainer Hansi Gnad äußerte sich auf der anschließenden Pressekonferenz wie folgt über die Begegnung: „Gegen eine so gute Mannschaft wie Jena darfst du dir einfach keine Schwächephase von fünf, sechs Minuten erlauben, wie es bei uns heute der Fall war. Science City hat sehr clever gespielt und verfügt über alles, was ein Team in der ProA benötigt um oben mitzuspielen. Meine Mannschaft hat bis zum Ende versucht wieder zurückzukommen und hat bis zur letzten Sekunde gekämpft. Ich kann den Jungs von der Einstellung her also keinen Vorwurf machen, die stimmte bei uns. Für uns gilt es nun den Fokus auf Karlsruhe zu richten und uns entsprechend vorzubereiten!“

Christopher Kwiotek

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