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36:34: Wichtiger Sieg im NRW-Duell

Als Blombergs Marie Michalczik kurz vor dem Schlusspfiff den letzten Treffer eines packenden NRW-Duells markierte, ging der Treffer im Gegensatz zur Vorsaison im Jubel der Leverkusener Werkselfen unter.


Denn anders als im Vorjahr, als Michalczik mit der letzten Aktion den 27:26-Siegtreffer für die HSG Blomberg-Lippe erzielte, bedeutete das diesmal einzige Feldtor der Rückraumschützin lediglich Ergebniskosmetik. 

Mit 36:34 behielt der gastgebende TSV Bayer 04 Leverkusen im Nachholspiel gegen die Ostwestfälinnen die Oberhand und machte in der Tabelle vorübergehend einen Satz von Platz elf auf Rang acht. 

Den 200 Zuschauern in der Ostermann Arena bot sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Nach rund 20 Minuten führten die Gäste aus Blomberg mit 14:11, doch die Werkselfen kämpften sich nach einer Auszeit von Elfencoach Johan Petersson mit einem 5:0-Lauf zurück in die Partie, die mit einem 20:19 für die Gastgeberinnen in die Halbzeit ging. 

Auch nach dem Wechsel wogte die Partie hin und her, ehe sich Leverkusen in den letzten fünf Minuten den entscheidenden Vorsprung erkämpfen konnte und den umjubelten Heimsieg auch ins Ziel brachte. 

„Wir haben Probleme mit unserer Abwehr gehabt, haben alle möglichen Formationen versucht, aber Blomberg hat eine sehr gute Mannschaft. Aber wir haben gekämpft und im Angriff unsere beste Saisonleistung gebracht. Damit bin ich sehr zufrieden und jeder Punkt zählt“, so ein erleichterter Johan Petersson, der seine Erfolgsbilanz vor eigenem Publikum seit seinem Amtsantritt Ende Dezember damit auf 5:1-Punkte schraubte. 

Kapitänin Svenja Huber mit 9 Toren bei einer einhundertprozentigen Wurfausbeute, Jugend-Nationalspielerin Viola Leuchter mit acht Toren sowie Zoë Sprengers (5) waren bei den Werkselfen die auffälligsten Spielerinnen. Auf Seiten der HSG zeigte sich Marie Michalczik besonders bei acht verwandelten Siebenmetern ebenso treffsicher wie Ann Kynast (6) aus dem rechten Rückraum. 

Trainer Steffen Birkner haderte nach der Partie verständlicherweise mit der Defensivleistung seiner Mannschaft: „Wir hatten über 60 Minuten zu wenig Zugriff in der Abwehr und haben es Leverkusen zu einfach gemacht, die Tore zu erzielen. Das war defensiv zu wenig, deshalb verlieren wir das Spiel.“ 

Für beide Teams geht es am kommenden Wochenende in der Fremde weiter. Während die HSG Blomberg am Sonntag in die Nordheide nach Buchholz reisen muss, geht es für das Bayer-Team bereits am Samstag nach Bad Langensalza zum dort ansässigen Thüringer HC. „Wir nehmen eine Portion Selbstvertrauen mit auf die Reise. Ich freue mich auf das Spiel“, so Petersson abschließend. 

Die Spielstatistik:

TSV Bayer 04 Leverkusen – HSG Blomberg-Lippe 36:34 (20:19)

Leverkusen: Graovac, Zuzic; Thomaier (2), Jurgutyte (3), Hoelzer (1), Sprengers (5), Leuchter (8), Klein (2), Cormann (3), Bruggeman (2), Kaludjerovic, Terfloth (1), Huber (9/4), Klobucar; Trainer: Johan Petersson.

Blomberg: Andresen, Veith; Ziercke, Kynast (6), Quist (1), Rajes (4), Wenzel (1), Kordovska (4), Hertha, Agwunedu (3), Pettersson (3), Hartstock (3), Michalczik (9/8); Trainer: Steffen Birkner.

SR: Biehler/Dietz (Offenburg/Ohlsbach) – Z: 200. – Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Bruggeman/zweimal, Terfloth – Hartstock/dreimal – Disqualifikation/47., Rajes/zweimal, Kordovska). – Siebenmeter: 4/4:8/8.– Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 4:3 (6.), 5:58.), 7:6 (11.), 7:9 (14.), 9:12 (16.), 11:14 (19.), 16:14 (25.), 17:17 (28.), 18:19 (29.), 20:19 (30.) – 21:19 (32.), 21:21 (35.), 25:25 (43.), 30:30 (52.), 32:32 (55.), 34:32 (59.), 34:33 (59.), 36:33 (60.), 36:34 (EN).

 KK

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