Für Kontaktfreudige

Judo-News

Miryam, Karl-Richard und Anthony. Hier beim Grand Prix in Agadir.

Grand Prix Hohhot, China

TSV - Trio ist erneut unterwegs - Anthony Zingg holt Bronze, Miryam Roper-Yearwood belegt Platz 7.
Karl-Richard Frey scheidet vorzeitig aus.


Im Auftaktkampf gegen Giyosjon Boboev (UZB) konnte Anthony Zingg einen Waza-ari Rückstand kurz vor Ende der Kampfzeit noch mit Ippon gewinnen.
Im zweiten Kampf stand Anthony dem Italiener Augusto Melone gegenüber. Nach Zwei Minuten hochkonzentriertem Griffkampf und einigen Wurfaktionen des Italieners gelang es Anthony, seinen Gegner mit Ko-Soto-Gake zu werfen, wofür er eine Waza-ari Wertung erhielt. Nun in Rückstand liegend, steigerte der Italiener das Tempo und attakierte mit diversen Wurftechniken, denen Anthony gekonnt ausweichen konnte. 
Das Viertelfinale gegen den Chinesen Daga Qing bestritt Anthony über die volle Kampfzeit. Der Chinese schaffte es immer wieder, Anthony mit seinem starken Griff unter Druck zu setzen. Nach der hälfte der Kampfzeit konnte Anthony eine Wurfaktion des Gegners zu einer Gegenwurfbewegung nutzen und für sich einen Waza-ari erzielen. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Athleten bereits eine Strafe erhalten. Unermüdlich setzte der Chinese einen tiefen Seoi-nage nach dem anderen an und Anthony hatte sichtlich immer mehr Mühe, die Angriffe abzuwehren. Im Kampfgeschehen erhielt er zudem einen Shido wegen Greifens an das Bein des Gegners. Doch Anthony konnte seinen Wertungs-Vorsprung erneut über die Kampfzeit sichern und den Lampe für sich entscheiden.
Im Halbfinale wartete niemand anderer als der aktuelle Erstplatzierte der Weltrangliste: Soichi Hashimoto (JPN) auf Anthony. Stark dominierend erzielte der Japaner nach 30 Sekunden den ersten Waza-ari für O-Soto-Gari. Bei einem weiteren Seoi-nage Angriff des Japaners konnte sich Anthony wegdrehen, sodass es hier keine Wertung gab. Anthony konnte einige Male mit Uchi-mata angreifen, jedoch waren diese Ansätze gegen den Japaner wirkungslos. Nach 3:30 Minuten Kampfzeit konnte der Japaner einen Tai-otoshi wie aus dem Lehrbuch ansetzen, bei dem sich selbst Anthony nicht mehr retten konnte. Der zweite Waza-ari für den Japaner entschied den Kampf vorzeitig gegen Anthony.
Nun musste Anthony im Kampf um Platz drei alle Reserven mobilisieren. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf gegen den Russen Musa Mogushkov erzielte Anthony mit einem O-Soto-Gari die erste Wertung des Kampfes - den er mit Ippon für sich entschied. 

 

In ihrem ersten Kampf gegen die recht quirlige Italienerin konnte Miryam Roper bereits nach 15 Sekunden Kampfzeit einen Waza-ari für Yuko-Sumi-gaeshi erzielen. Miryam dominierte ihre Gegnerin im Griff und setzte immer wieder Fußtechniken an. Im darauf folgenden Bodenkampf setzte Miryam aus der eigenen Rückenlage eine Sankaku-Technik an, aus der sie ihre Gegnerin hebelte und den Kampf für sich entschied.
Die darauf folgende Viertelfinal-Gegnerin Jessica Klimkat aus Kanada ließ keine Zweifel aufkommen, dass sie diesen Kampf für sich entscheiden wollte. Blitzschnelle Angriffe auf beiden Seiten führten zu einem offenen und schnellen Schlagabtausch. Miryam konnte allen Angriffen ihrer Gegnerin ausweichen oder sich im letzten Moment wegdrehen um eine Wertung gegen sich zu verhindern. Nach 2 Minuten Kampfzeit erhielten beide Athletinnen eine Bestrafung. Eine Minute vor Schluss konnte die Kanadierin Seoi-nage ansetzen, Miryam versuchte auszuweichen, doch die Kanadierin ließ nicht locker, sodass Miryam mit dem Rücken auf der Matte aufkam - Ippon für Kanada.
Nun musste sich Miryam in der trostrunde behaupten. Gegen Hedwig Karakas aus Ungarn hatte Miryam schon öfters gekämpft. Miryam takelte nicht lange und stieg offensiv in das Kampfgeschehen ein. Sofort attaktierte sie die Ungarin mit ihren Fußwürfen. Nach einer Unachtsamkeit ging der Kampf im Boden weiter. Zunächst konnte Miryam sich gut verteidigen, wurde dann aber von ihrer Gegnerin gedreht, die sofort Juni-gatame ansetzte. Miryam hielt dagegen, jedoch wechselte die Kanadierin in einen Haltegriff, aus dem Miryam sich nicht mehr befreien konnte. Somit belegt Miryam Platz 7 bei diesem hochkarätigen Turnier. 

Im Kampf gegen Bojan Dosen (SRB) konnte Karl-Richard mit einem vorzeitigen Sieg in das Turnier starten. In der ersten Kampfminute lieferten sich die Kontrahenten einen ausgeglichenen Griffkampf. Beide Athleten erhielten eine Bestrafung wegen Sperrens mit dem gestreckten Arm. Doch Karl-Richard konnte seinen bärenstarken Griff einige Male gut platzieren und dominierte den Serben zeitweise. Die zweite Strafe für Dosen wegen abgebeugten kämpfens ließ nicht lange auf sich warten. Nach mehreren Scheinangriffen mit einer Art tiefen Seoi-nage erhielt der Serbe die dritte Bestrafung und damit die Disqualifikation. 
Im Anschluss wartete der Koreaner Min-ho Hwang auf Karl-Richard. Nach einer ersten Phase ohne großartige Wurfansätze erhielten beide Athleten eine Bestrafung für das Greifen in die Finger. Nachdem KArl-Richard einen tiefen Seoi-nage Ansatz des Koreaner abblocken konnte, stand der Koreaner auch schon wieder auf den Beinen und warf Ko-uchi-maki-komi. Nun musste Karl-Richard einen Waza-ari-Rückstand aufholen. Er versuchte durch schnelle Aktionen und einen dominierenden Griffkampf seinen Gegner unter Druck zu setzen.  Jedoch überraschte der Koreaner mit einem erneuten Ko-uchi-maki-komi, für den er den zweiten Waza-ari erhielt. Somit schied Karl-Richard vorzeitig aus dem Turnier aus.


Zurück

Telefon Ort E-Mail Navigation aufklappen Prev Next Häkchen Listenpunkt Navigation schließen Suche