Volleyball ist unsere Leidenschaft
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Mo, 25.01.2016

Bundesliga? Nicht um jeden Preis.

Durch den 3:0 Erfolg gegen den Tabellenzweiten Borken zogen die TSV-Volleyballerinnen auf drei Punkte davon.

Foto: www.mowy.de

Schlägt man im Duden das Wort Spitzenspiel nach, ist per Definition von einer Partie zu lesen, in dem Spitzen-Mannschaften gegeneinander spielen - klar. Als ein eben solches wurde auch das Duell zwischen den Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 und den Skurios Volleys Borken im Vorfeld deklariert.
Das erwartete Niveau erreichte jedoch nur ein Team: das des TSV. Deutlich schlugen die Schützlinge von Zhong Yu Zhou den punktgleichen Zweitplatzierten der zweiten Bundesliga Nord mit 3:0 (25:13, 25:23, 25:15).
Erwartet gut gelaunt sprach der 60-jährige Coach einen Tag nach dem Triumph über das Match: "Von Anfang bis Ende waren wir hochkonzentriert. Was wir mit dem Gegner gemacht haben, war super."
Der hingegen war auch mehr mit sich selber beschäftigt und fand selten zur Normalform, wie Zhou anmerkte - auch weil seine Mannschaft die Münsterländerinnen erst gar nicht in die Partie hineinkommen ließ.
Den größten Unterschied machten am Samstag - neben dem ohnehin wohl besten Angriff der Liga - die oft gelungenen Aufschläge und Annahmen des TSV. Nur ein Annahmefehler unterlief den Leverkusenerinnen, ganze neun standen für die Borkenerinnen zu Buche. "Ihre Annahme war oft nicht stabil, dadurch konnten sie nicht taktisch aufbauen", analysierte Zhou.
Dass die Partie am Ende derart deutlich für den TSV enden würde, hätte der Chinese und die gut 500 Zuschauer in der Smidt-Arena nicht für möglich gehalten. "Ich habe schon damit gerechnet, dass es in unsere Richtung laufen würde. Aber ich habe erwartet, dass es sehr schwer werden würde."
Mit dem Sieg konnten sich die Farbenstädterinnen nun etwas Luft in der Tabelle verschaffen. Mit 42 Zählern rangieren sie nun drei Punkte vor dem Team aus Borken.
Bleibt die Frage nach einem möglichen Aufstieg. Zhou: "Sportlich gerne, aber wir wollen nicht gleich wieder absteigen." Abteilungsleiter Jürgen Rothe erklärte nach dem Match gegen Dingden, dass der Vorantrag zur Lizensierung im November vergangenen Jahres gestellt wurde - das jedoch ist nicht gleichbedeutend mit einer Teilnahme. Es ist lediglich die Grundvoraussetzung. Weiter wollte sich Rothe nicht äußern. Acht Liga-Spiele stehen noch aus. Klar ist aber: ein Himmelfahrtskommando, wie vor einigen Jahren, wird es nicht geben. Nur wenn es absolut Sinn macht, zieht der TSV in die erste Bundesliga ein.


Quelle: Rheinische Post, Tobias Brücker, 25.Januar 2016

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