Judo ist unsere Leidenschaft
Judo ist unsere Leidenschaft

G-Judo

Schon seit vielen Jahren wir Judo im Behindertensport im Verein und auch auf Wettkampfsebene betrieben, also für Breiten- und für Leistungssportler. Im Judo der Behinderten unterscheidet man noch mal in zwei Gruppen. Zum einen wird Judo für hochgradig Sehgeschädigte angeboten und zum anderen G-Judo (Judo für Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung).

In die beiden Gruppen muss der Sportler einklassifiziert werden, das bedeutet, es muss durch medizinische Untersuchungen festgestellt werden, ob der Sportler im Wettkampfbereich die Voraussetzungen erfüllt, um im Behindertensport die Startberechtigung zu erhalten. Für den Breitensport im Verein gilt das natürlich nicht. Dort werden die Sportler, wie in allen anderen Sportarten auch, vom Trainer in die jeweiligen Gruppen eingeteilt oder zugewiesen.

Klassifizierung

Im Sehgeschädigtenjudo wird in drei Funktionsklassen einklassifiziert und letztendlich zum Wettkampf wieder alle in eine Gruppe zusammen geschmissen, da die Konkurrenz sonst nicht groß genug sein würde. Ziel ist es aber nur, die zu gut sehenden herauszusuchen. Die Grenze liegt bei 10 % Sehfähigkeit beidseitig. Alle Athleten die besser sehen können, sollten nicht mehr starten dürfen.

Im G-Judo wird in drei Funktionsklassen einklassifiziert. Dafür ist zur Zeit noch der Trainer oder Betreuer zuständig, aber es wird an einem System gearbeitet, das es ermöglicht, die Klassifizierung nachvollziehbar von Externen durchführen zu lassen.

Die Einklassifizierung in die drei Klassen wird dann letztendlich auch im Wettkampfgeschehen so umgesetzt.

Ganz grob gesagt sind in Wettkampfklasse III diejenigen, die nur noch Wettkämpfe im Bodenkampf durchführen können (stark körperlich beeinträchtigte Sportler). In Wettkampfklasse II sind Sportler, die leichte motorische Beeinträchtigungen haben. Sie können sich aussuchen, ob sie ihren Wettkampf im Stand beginnen möchten, oder direkt aus dem Kniestand beginnen und somit im Bodenkampf bleiben müssen. In die Wettkampfklasse I sind die Sportler einklassifiziert, die ihren Wettkampf ganz normal durchführen und auch noch in der Lage sind, in Trainingsgruppen im „Nichtbehinderten-Sport“ teilzunehmen.

Im Sehgeschädigtenjudo trainieren die Sportler zum Großteil voll integriert in „normalen“ Judovereinen und -gruppen. Es bedarf keine besondere Rücksichtnahme, außer dass der Trainer gezeigte Techniken am Sportler selbst noch mal zeigen sollte. Kleine Gruppen gibt es auch in Sehbehinderten- oder Blindenschulen, aber das ist eher selten.

Judo für Sehgeschädigte wird schon seit Jahren im Leistungssport angeboten und auf EM-, WM-Ebene und auf den Paralympics erfolgreich durchgeführt. Die Judo-Frauen waren erstmals 2004 in Athen vertreten, die Männer sind schon viele Jahre länger mit dabei.

Behindertensportler in G-Judo trainieren zum Großteil in eigenen Gruppen. Auf die Sportler muss spezieller und anders eingegangen werden, wenn es um die Technikvermittlung geht. Judokas der Wettkampfklasse I sind teilweise in die „normalen“ Judogruppen mit einbezogen.

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