Fechten ist unsere Leidenschaft
Fechten ist unsere Leidenschaft

News

Mi, 18.10.2017

Gelungene Premiere der B-Jugend beim ersten nationalen Turnier in Heidelberg

Je sieben Damen und Herren bei der Allstar Challenge der B-Jugend in Heidelberg dabei.

Glückliche B-Jugend-Herren nach der Siegerehrung

 

 

Je sieben Herren und Damen vom TSV Bayer 04 Leverkusen waren an diesem Wochenende in Heidelberg dabei. Erstmals in dieser Saison werden vom deutschen Fechterbund nationale Turniere in der Klasse der U13-U14 durchgeführt. Heidelberg ist dabei das Erste dieser Folge von Turnieren, das nationale Ranglistenpunkte gibt und damit zur direkten Qualifikation für die deutschen Meisterschaften beiträgt.

Und es wurde viel gefochten an diesem Wochenende in Heidelberg, ging es doch über eine Vor- und Zwischenrunde mit allen Fechtern, die alle TSV-Athletinnen und Athleten überstanden. Mit dem 64er K.O. folgte eine Direktausscheidung, in der jeder Platz ausgefochten wurde. Für alle Damen und fünf Herren sie hieß es dann, im 64er K.O. rund 10 Stunden zu fechten bis die endgültige Platzierung feststand. Für Trainer Paul Kakoschke-Schwietz steht fest: „Der Turniermodus war insgesamt super und sehr fordernd!"

Bei den insgesamt 12 Gefechten der Herren in Vor- und Zwischenrunde setzte sich Ian Kolditz mit insgesamt nur acht erhaltenen Gegentreffern souverän und mit Abstand an die Spitze. Diese wollte er auch nicht mehr verlassen und brachte Runde für Runde mit klarem Trefferstand für sich durch. Einzig im Viertelfinale gegen Moritz Wegner vom Heidelberger FC musste Ian nach einem Rückstand von 0:5 seine Konzentration finden, drehte dann aber das Ergebnis auf ein 10:8. Ebenso spannend wurde das Finale. Dort setzte er sich aber mit 7:3 gegen den deutschen Meister der B-Jugend 2017 Janik Ritz vom Heidenheimer SB durch.

Tobias Schulz startete ebenfalls richtig gut in das Turnier und ging mit nur einem verlorenen Gefecht von Platz 13 in die Direktausscheidung. Leider hatte er im 32 K.O. gegen Lorenz Spierzak vom Fechtzentrum Solingen einen Aussetzer und verlor mit 7:10. Danach bewies er aber seine Leistungsstärke, gewann alle weiteren Gefechte, unter anderen auch das gegen den Drittplatzierten der deutschen Meisterschaften Kevin Kozielski aus Tauberbischofsheim, und belegte am Ende Rang 17.

Ebenfalls mit sehr guten Vorleistungen erreichte Raphael Schumacher in seinem ersten Jahr B-Jugend die Direktausscheidung. In Nicolo Warnking vom Fechterring Hochwald und Philipp Ahlvers vom Fechtcentrum Halle traf er an diesem Tag aber auf zu starke Gegner. Schließlich beendete er den Wettbewerb auf Rang 28.

Thore Hahnel startete mit Pech in die Direktausscheidung, da er das erste Gefecht gegen Jan-Philipp Lehnardt aus Ditzingen unglücklich mit 9:10 verlor. Danach fasste er sich aber sehr schnell, musste nur noch das letzte Platzierungsgefecht des Tages verloren geben und erreichte den 34. Platz. Ähnlich erging es Tim Schüttler, der sich mit insgesamt drei gewonnenen Gefechten der Direktausscheidung noch den 39. Platz sicherte. Gereon Hambach (70. Platz) und Nick Luckenbach (77. Platz) schafften leider nicht den Einzug ins 64er K.O. TSV-Trainer Kakoschke-Schwietz sieht aber auch in diesen Leistungen eine Steigerung zu denen der letzten Landesturniere.

Für Svenja Jütten ging es bei den Damen von Platz 15 aus ins 64er K.O., da sie in der Vor- und Zwischenrunde drei Gefechte abgeben musste. Die Gefechte der Direktausscheidung brachte sie aber mit sicheren Siegen durch und stand nach fünf Siegen verdient im Finale gegen Alexandra Zittel vom Heidenheimer SB, der deutschen Vizemeisterin 2017. Svenja Jütten, die den ganzen Wettbewerb durch neben den Gegnern auch mit Schmerzen zu kämpfen hatte, konnte der Heidenheimerin an diesem Tag nichts mehr entgegensetzen und belegte den zweiten Platz.

Nele Prinz erwischte einen guten Start in den Wettkampf und startete mit fast makelloser Vor- und Zwischenrunde vom dritten Platz aus ins K.O. Im Gefecht der letzten 16 Teilnehmerinnen traf sie mit Laura Umminger aus Tauberbischofsheim auf die spätere Drittplatzierte, die mit 10:9 knapp gewinnen konnte. Im vorletzten Gefecht (Plätze 9-12) war dann die Leipzigerin Emily Frommolt als Gegnerin gesetzt, die sich gegen die Leverkusenerin durchsetzen konnte. Mit dem Sieg im letzten Gefecht belegte Prinz schließlich Rang elf.

Mit nur zwei gewonnenen Gefechten fing die Vorrunde für Fiona Müller sehr schlecht an. Um eine gute Ausgangslage für die Direktausscheidung zu erreichen, musste sie in der Zwischenrunde ihr gesamtes Können und ihren Kampfgeist aufbieten. Dies gelang ihr und so startete sie von Rang 28 in die K.O.-Runden. Dort traf sie auf starke Gegnerinnen wie die Heidenheimerinnen Carolina Alves de Lima und Elisabeth Shapovalov, die sie beide mit 10:6 besiegte. Im letzten Gefecht des Tages musste sich Fiona Müller dann aber wie ihre Teamkollegin Prinz ebenfalls gegen Emily Frommolt geschlagen geben und erreichte schließlich den zehnten Platz.

Die im ersten Jahr B-Jugendlichen Juna Gonano und Laura Amian lieferten solide Vor- und Zwischenrunden ab und starteten beide mit Auftaktsiegen in die Direktausscheidung. Gegen Laura stand dann in der nächsten Runde leider die ein Jahr ältere Teamkollegin Nele auf der Planche. Amian, die die ganze Zeit über konsequent gefochten und gekämpft hatte unterlag knapp mit 8:10 in diesem vereinsinternen Duell. In den anschließenden Gefechten kämpfte die Leverkusenerin dann aber munter weiter, besiegte unter anderem die Dritte der deutschen Meisterschaften 2017 Anne Sophie Bulland aus Berlin mit 10:9 und freute sich am Ende über den 20. Platz. Juna Gonano kam in ihrer Siegesserie noch eine Runde weiter und musste sich erst Anna Karsten aus Heidenheim und ebenfalls wieder der Leipzigerin Frommolt geschlagen geben. Im letzten Gefecht traf Gonano schließlich auf Shapovalov, die sie mit 10:5 sicher besiegte und damit einen sehr guten 13. Platz erreichte.

Auch die Fechterinnen Marie Schulz (28. Platz) und Greta Leenen (51. Platz) zeigten solide Leistungen, mussten aber bedingt durch kleine Patzer und knapp verloren gegangene Gefechte noch Erfahrungen sammeln.

So fällt dann auch das Fazit des TSV-Trainers aus: „Den Jungs muss ich ein Kompliment machen. Trotz einer Buspanne bei der Anreise und dem damit verbundenen Stress und Schlafmangel haben sie ihre Leistung souverän abgerufen. Die jungen B-Jugendlichen U13 der Damen und Herren haben bei ihrem ersten so großen Wettbewerb super gekämpft. Die gezeigten Ergebnisse der Leverkusener Damen und Herren entsprechen dem Leistungsstand im deutschen Vergleich und sind durchaus wiederholbar bzw. sogar noch ausbaufähig.“

Heike Bernstein

Zurück

Partner im Sport
Netzwerk
Business Partner