Fechten ist unsere Leidenschaft
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Die Fechter des OFC Bonn und von Bayer 04 Leverkusen freuen sich über den Fair-Play-Pokal

Mi, 07.06.2017

Besonderes Erlebnis für die TSV-Degenjugend in Lyon

Auf nach Frankreich - die B-Jugend-Fechterinnen und -Fechter sammeln erste Erfahrungen im internationalen Vergleich

 

 

Die insgesamt 11 TSV Bayer 04 Jugendlichen sowie zwei Fechterinnen des OFC Bonn nutzten das Pfingstwochenende, um das mit vier Nationen besetzte Turnier in Lyon zu besuchen und erste internationale Erfahrungen zu sammeln. Mit dem Fair-Play-Pokal ausgezeichnet und den erzielten Ergebnissen Platz 6, 8 und 9 bei den Damen, Rang 4 der Herren im Mannschaftswettbewerb und Erreichen des Viertelfinales für Ian Kolditz im Einzelwettbewerb können die Athleten auf durchaus positive Erfahrungen blicken.

Schon die angesetzte Turnierzeit mit Start um 13:00 Uhr und Ende des ersten Wettkampftages um 21:00 Uhr war für die Fechterinnen und Fechter ungewöhnlich. Sie starteten in den Mannschaftswettbewerb der Damen mit zwei Bayer 04-Teams und einer mit zwei Fechterinnen des OFC Bonn gebildeten Startgemeinschaft. Bei den Herren trat eine Leverkusener Mannschaft an. Der TSV Trainer Paul Kakoschke-Schwietz äußerte sich zur Organisation: „Es ist erstaunlich, wie groß und professionell ein solches Jugend B-Turnier aufgezogen werden kann. Die Anerkennung der Sportler, die Anforderungen durch den Zeitplan, die Anzahl der Teams und der Gefechte; so etwas findet man in Deutschland nicht.“

Anders als bei nationalen Wettbewerben wurde im sogenannten italienischen Modus auf vier Siegtreffer gefochten. Alle Mannschaften konnten sich in der Vorrunde mit guten Leistungen zeigen. So belegten die Herren mit Benedict Gerhartz, Ian Kolditz, Tobias Schulz und Raphael Schumacher im Feld der 16 Mannschaften nach der Vorrunde Platz 6. Die Damenmannschaften kamen bei den insgesamt 12 startenden Mannschaften in der Zusammenstellung Nele Prinz, Fiona Müller und Juna Gonano (Lev 2) auf Rang 7, Katharina Bernstein, Svenja Jütten und Greta Leenen (Lev 1) auf Platz 8 und Svea Gonano erreichte gemeinsam mit den Bonnerinnen den 9. Platz. Damit war der Mannschaftswettbewerb für den ersten Tag geschafft, die Direktausscheidung wurde auf den folgenden Tag gelegt.

Mit Fechten war aber noch nicht Schluss, es wartete mit dem sogenannten Porthos-Turnier eine weitere neue Erfahrung auf die jungen Athleten. Im gemischten Tableau gingen Damen und Herren in maximal einer Minute auf die Ein-Treffer-Jagd. Wie beim Sudden Death wurde zunächst ein Vorteil ausgelost. Um ins Finale der besten 16 Fechter zu gelangen, mussten drei solcher KO-Runden überstanden werden. Dies gelang einzig Ian Kolditz, der damit schon mal ein schönes Finalisten-T-Shirt bekam. Schließlich endete die Punkte-Jagd für Ian im Viertelfinale, eine schöne Leistung angesichts der Konkurrenz aus Frankreich, Italien und Spanien. Die Bilanz des ersten Tages fiel für den Bayer 04 Trainer Kakoschke-Schwietz entsprechend aus: „Die Leistungsdichte der Teams in diesem jungen Alter ist beeindruckend; ich finde es gut, dass unsere Fechterinnen und Fechter da schon mithalten können.“

In der Direktausscheidung trafen die Mannschaften Bonn-Leverkusen und Lev 1 mit dem besseren Ende für die Startgemeinschaft aufeinander. Da alle Plätze ausgefochten wurden, musste auch Lev 1 weiter ran, und sicherte sich knapp mit 36:35 den neunten Platz. Die Startgemeinschaft Bonn-Leverkusen traf im Viertelfinale auf die späteren französischen Sieger des Turniers, Ligue Dauphine Savoie und erreichten schließlich Rang 6. Für die Mannschaft Lev 2 war ebenfalls im Viertelfinale Schluss, sie beendeten das Turnier auf Platz 8. Die TSV-Herren schafften es mit Siegen über die französische Mannschaft Champagne Ardenne und Trevise aus Italien ins Halbfinale. Dort trafen sie auf die späteren Zweiten des Wettbewerbs Bourgogne. Auch wenn sie sich im kleinen Finale der Mannschaft Provence geschlagen geben mussten, erreichten sie einen guten vierten Platz. Der Kommentar des Trainers zum Auftritt der TSV Jugendlichen: „Am Ende gibt es für unsere Sportler noch Potenzial und Luft nach oben. Ich hoffe, die TSV’ler nehmen viel für die Zukunft mit. Mich würde es nicht wundern, wenn in zwei bis drei Jahren die gleichen Athleten wieder bei CC-Turnieren oder der EM auf einander treffen.“

Ein besonderes Highlight stellte schließlich noch die Ehrung mit dem Fair-Play-Pokal dar. In den Gefechten waren die Leverkusener und Bonner Fechterinnen und Fechter dadurch aufgefallen, dass sie Bodentreffer anzeigten, dabei aber Kampfrichterentscheidungen nicht diskutierten.

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