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Sa, 17.12.2016

Weltklasse-Judokas bei G-Judo-Jahresabschlusstraining

Besondere Trainingseinheit für die G-Judo-Gruppe des TSV Bayer 04 Leverkusen: Der Olympia-Fünfte Karl Richard Frey kam mit seinem Bruder Johannes vorbei.

Die Teilnehmer zusammen mit den Frey-Brüdern. Foto: Baron Felix von Solemacher
Die Teilnehmer zusammen mit den Frey-Brüdern. Foto: Baron Felix von Solemacher

Eine besondere Trainingseinheit kurz vor Weihnachten erlebte die G-Judo-Gruppe des TSV Bayer 04 Leverkusen: Der Olympia-Fünfte Karl Richard Frey war mit seinem jüngeren Bruder Johannes vorbeigekommen und hatte für strahlende Augen bei den Teilnehmern gesorgt.

Erst zeigten Vize-Weltmeister Frey und sein Bruder, seit kurzem Vize-Europameister der U20, bei einer kleinen Demonstration ihr Können. „So etwas haben die meisten hier noch nicht gesehen“, sagte Bayers Judo-Trainer Walter Gülden, der die Veranstaltung organisierte und die G-Judo-Gruppe mit den Judokas mit geistiger Behinderung trainiert.

Anschließend durften alle, die den Mut hatten, selbst gegen die Frey-Brüder auf die Matte. Nachdem beide mit einer unglaublichen Ausdauer rund 25 Kämpfe bestritten hatten, kam Gülden aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Da denkt man ja, da kommt ein Koloss, ein Muskelpaket, der muss grob sein, aber ganz im Gegenteil! Die haben so ein Feeling, so ein Feingefühl für die Menschen mit geistigen Behinderungen, das ist unglaublich. Und sie haben auch mit allen gekämpft.“

Auch zwei Vierjährige, die keine Behinderung haben, wollten unbedingt dabei sein, als sie hörten, dass Frey vorbeikommen würde. Gülden lud die beiden nach Rücksprache mit ihrem Trainer ein – und auch sie durften noch mit auf die Matte. „Die Augen haben überall gestrahlt. Und alle haben mich gelobt, dabei habe ich doch gar nichts gemacht“, sagte Gülden, den es besonders freute, dass die Frey-Brüder auch anschließend zum Buffet noch blieben und jeden Wunsch nach Fotos oder Autogrammen erfüllten.

Für seine sportlichen Leistungen wurde Andre Conen noch ausgezeichnet. In 14 Jahren hat er bei Verbandsmeisterschaften jeden Kampf gewonnen. „Dass er in der Rangliste nicht ganz oben ist, hängt damit zusammen, dass er von seinem Arbeitgeber oft nicht freigestellt wird“, sagt Gülden, der dienstags auch immer ein integratives Judo-Training anbietet, „aber Andre ist national und international der Beste, deswegen haben ihm den Preis auch alle gegönnt.“

2017 wird in Köln zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft im G-Judo ausgetragen, auf die die Leverkusener hintrainieren – genau wie mit Karl Richard und Johannes Frey an diesem Samstagvormittag, die beide auch direkt zugesagt haben, im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen.

Jörg Frischmann: "Richard und Johannes haben das Training überragend gestaltet und haben der Gruppe viel Freude bereitet. Jeder aus der Gruppe durfte gegen sie kämpfen und auch beim anschließenden Fotomarathon bewiesen sie ebenfalls Geduld."

 

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