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Medaillensammler Pollap
Medaillensammler Pollap

Do, 07.12.2017

Pollap kehrt mit Silber, Bronze, Bronze zurück

Eine Silber- und zwei Bronzemedaillen: Das ist die Ausbeute von Tobias Pollap bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Mexiko-Stadt.

Tobias Pollap mit Maike Naomi Schnittger und Janina Breuer
Tobias Pollap mit Maike Naomi Schnittger und Janina Breuer

„Es war überraschend gut, summa summarum zwei gute Starts, zwei schlechte Starts“, sagte der 31-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Gleich am ersten Tag gewann er mit Silber über die 100 Meter Lagen seine erste WM-Medaille überhaupt. „Das ist der Höhepunkt“, sagte Pollap, dessen größte Erfolge zuvor zweite Plätze bei den Europameisterschaften 2011 und 2016 waren.

Vor dem Gewinn der Bronzemedaille über 50 Meter Freistil war er „zu nervös“ und haderte mit der Zeit, die 50 Meter Schmetterling am Tag darauf waren dann wieder „super“, wie er selbst sagt. Nachdem die WM Ende September wegen des Erdbebens verschoben wurde, war eine gezielte Vorbereitung in der Höhe Mexikos nur schwer möglich: In Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Rheinland bekam Pollap daher ein Hypoxiezelt, welches eine Höhensimulation ermöglicht, indem der Sauerstoffgehalt im Zelt niedrig gehalten wird. „Sehr zur Freude seiner Lebensgefährtin hat Tobi also einen Campingurlaub im eigenen Wohnzimmer veranstaltet“, sagt Heimtrainer Markus Hoffmann und fügt hinzu: „Die Erfolge bei der WM unterstreichen, dass diese improvisierte Vorbereitung Früchte getragen hat.“

Pollap selbst merkte die Höhe dennoch, war aber aufgrund dieser zusätzlichen Belastung zufrieden. Kurzzeitig trübten die 200 Meter Lagen am Abschlusstag seine Laune, als er auf Rang drei anschlug, später aber wegen eines Fehlers bei der Wende von Rücken auf Brust disqualifiziert wurde. Dennoch schaute er direkt in die Zukunft: „Das ist sehr ärgerlich, Bronzemedaille verschenkt, Silber beinahe bekommen, aber was soll’s. Ich blicke nach vorne, Weihnachten steht vor der Tür und ab Januar greife ich an für die Europameisterschaft 2018 in Irland.“

Insgesamt gab es für Pollap und die vier weiteren deutschen Starterinnen Maike Naomi Schnittger, Denise Grahl, Janina Breuer und Elena Krawzow zwölf Medaillen. Deshalb sagte Bundestrainerin Ute Schinkitz: „Ich bin wirklich sehr stolz auf mein Team. Wir haben die Anforderungen erfüllt und alles geschafft, was wir uns im Vorfeld erträumt hatten. Für mich standen die geschwommenen Zeiten der Athletinnen und Athleten hier nicht im Vordergrund. Durch die Höhe von 2250 Metern haben wir ganz andere Bedingungen. Ich ziehe ein absolut positives Resümee. Der Aufwand hat sich gelohnt und wir haben Deutschland gut repräsentiert.“

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