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Di, 06.09.2016

Paralympics Vorschau: 18 Bayer Athleten kämpfen in Rio um Medaillen und Platzierungen

18 Athletinnen und Athleten in drei Sportarten werden bei den XV. Paralympics in Rio de Janeiro die Farben des TSV Bayer 04 Leverkusen vertreten.

Wenn am 8. September die XV. Paralympics in Rio de Janeiro beginnen, werden 18 Athletinnen und Athleten vom TSV Bayer 04 Leverkusen am Start sein. Nach der Suspendierung des russischen Teams ist Nachwuchsathlet Léon Schäfer nun der 18 Athlet aus Leverkusen. Damit stellt der TSV Bayer 04 Leverkusen einmal mehr das größte Teilnehmerkontingent im deutschen Team.

In der Leichtathletik gehen gleich zehn Leverkusener Athletinnen und Athleten an den Start.
In den Sprintwettbewerben konnten die Leverkusener Asse kurz vor den Paralympics mit drei Europarekorden glänzen. Auf der Königsstrecke über 100 Meter besitzen Felix Streng (T44), Heinrich Popow (T42), Vanessa Low (T42) und Irmgard Bensusan Medaillenchancen in ihren Startklassen. Ob es für Titelverteidiger Heinrich Popow nach dem Formanstieg der letzten Wochen zum erneuten Titel langt, bleibt abzuwarten. Für Nachwuchsathlet Léon Schäfer wäre das Erreichen des Finales ein Erfolg.
Über 200 Meter gehen David Behre, Johannes Floors (beide T43) und Irmgard Bensusan (T44) aussichtsreich ins Rennen. Größten Konkurrenten werden bei den Männern die US-Sprinter. Lokalmatador Alan Oliveira und Liam Malone (NZL) sein, während bei den Frauen die Niederländerin Marlou an Rhijn und Amelie Le Fur (FRA) favorisiert sind.
Über 400 Meter sind Prognosen kaum möglich. Während der Saison explodierten die Leistungen der Athleten. David Behre und Johannes Floors (beide T43) gehören nach ihren starken Auftritten bei der WM In Doha und einer guten Saison zum Favoritenkreis bei den Männern. Irmgard Bensusan (T44) geht bei den Frauen als Nummer zwei der Welt an den Start und hofft auf eine neue Bestleistung.
Das Highlight der Sprintwettbewerbe könnte die 4 x 100 Meter Staffel werden. Nach den Titelgewinnen bei der WM in Doha und der EM in Grosseto gehört das Leverkusener Quartett von Trainer Karl-Heinz Düe auch in Rio zu den Favoriten. Top-Favorit ist einmal mehr das Team aus den USA, das sich wieder einmal nur selbst schlagen kann. Doch Vorsicht. Mit dem Quartett aus Brasilien lauert ein weiterer starker Gegner.

Die Weitsprunggrube in Rio könnte für Leverkusens Para-Leichtathleten zur Goldgrube werden. Mit Vanessa Low (T42), Markus Rehm (T44) und Heinrich Popow (T42) gehen drei Bayer Athleten als Weltrekordler und zugleich Weltranglistenführende an den Start.

Heinrich Popow wird sich in der Startklasse der Oberschenkelamputierten mit dem Japaner Yamamoto und dem Dänen Jörgensen einen Dreikampf liefern. Hinter den Top 3 könnte Nachrücker Léon Schäfer eine Top-Platzierung erreichen.
In der Klasse der Unterschenkelamputierten liegt Felix Streng in der Weltrangliste auf Platz 3. Sollte ihm ein Satz übe die 7 Meter-Marke gelingen, ist eine Medaille im Bereich des Möglichen. Bei den oberschenkelamputierten Frauen kommt es zum Duell um Gold zwischen Vanessa Low und Martina Caironi, wobei die Leverkusenerin favorisiert ist. Mit Franziska Liebhardt hegt eine weitere Leverkusener Athletin Medaillenhoffnungen. Spätestens nach dem Ausschluss des russischen Teams ist sie die größte Konkurrentin der Chinesin Wen.

Im Kugelstoßen der Startklassen F36 bzw. F37 führen Birgit Kober und Franziska Liebhardt als Weltrekordlerinnen auch die Weltranglisten an.  Gut in Erinnerung ist noch das spannende Kugelstoß-Duell zwischen Franziska Liebhardt und der Chinesin Ni Mi bei der vergangenen WM in Doha. Seit dieser Zeit hat sich Franziska Liebhardt in die Favoritenposition gebracht und mit einem neuen Weltrekord überzeugt. Birgit Kober hat sich in ihrer neuen Startklasse schnell etabliert. Bereits zwei Mal konnte sie in dieser Saison den Weltrekord übertreffen. Ihre größte Konkurrentin ist die alte Weltrekordlerin Xiaoyan Wen (CHN)sein. 

Schwimmer mit Finalchancen

Im Schwimmen ist die Situation für die TSV Schwimmer Tobias Pollap und Hannes Schürmann ungleich schwieriger. Tobias Pollap startet in vier Wettbewerben. Tobias Pollap der bisher eine glänzende Saison schwamm, hofft bei seinen zweiten Paralympics über 50 Meter Freistil, 100 Meter Freistil und über 200 Meter Lagen auf das Finale.

Nachwuchsschwimmer Hannes Schürmann, der vom Rückzug des verletzten Leverkuseners Sebastian Iwanow profitierte, will nach einer eher durchwachsenen Saison in Rio mit neuen Bestleistungen in seinen sechs Wettbewerben überzeugen. Eine Finalteilnahme scheint bei seinem Debüt nur schwer realisierbar zu sein.  

Im Sitzvolleyball strebt das deutsche Team mit sechs Spielern aus Leverkusen den Sprung ins Halbfinale an. Bereits das erste Spiel gegen die unorthodox spielenden Ägypter könnte den Mannen von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler den Weg ins Halbfinale ebnen. Beide Teams sind auf Augenhöhe und liegen in der Weltrangliste auf den Plätzen vier und fünf. Im zweiten Spiel trifft das Team auf Außenseiter USA. Alles andere als ein Sieg des deutschen Teams wäre eine Überraschung. Im letzten Gruppenspiel wartet dann Gastgeber Brasilien. Auch gegen das Team vom Zuckerhut liegt ein Sieg für das deutsche Team im Bereich des Möglichen, bevor dann im möglichen Halbfinale mit Bosnien oder dem Iran einer der beiden Turnierfavoriten wartet. Wenn alles optimal läuft, sollte wie schon in London eine Medaille möglich sein.

Jörg Frischmann: „Die Nominierung von 18 Sportlerinnen und Sportler für die Paralympics sind ein überragendes für unseren Verein. Das Team ist für mich in dieser Konstellation ein Jahrhundertteam, das sicher für einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte sorgen kann!

Die Starts der TSV Athletinnen und Athleten in der Übersicht:

Leichtathletik: David Behre (100 / 200 / 400 Meter, 4 x 100 Meter Staffel), Irmgard Bensusan (100 / 200 / 400 Meter), Johannes Floors (100 / 200 / 400 Meter / 4 x 100 Meter Staffel), Birgit Kober (Kugel), Franziska Liebhardt (Weitsprung / Kugelstoßen), Vanessa Low (Weitsprung / 100 Meter9, Heinrich Popow (Weitsprung / 100), Markus Rehm ( Weitsprung / 100 Meter / 4 x 100 Meter Staffel), Léon Schäfer (100 Meter, Weitsprung, Hochsprung), Felix Streng (Weitsprung, 100 / 200 Meter / 4 x 100 Meter)

Schwimmen: Tobias Pollap (50 / 100 Meter Freistil, 50 Meter Butterfly,  200 Meter Lagen) und Hannes Schümann (50 /100 /400 Meter Freistil, 100 Meter Rücken, 50 Meter Butterfly, 200 Meter Lagen)

Sitzvolleyball:
Dominik Albrecht (Angriff), Stefan Hähnlein (Zuspiel), Lukas Schiwy (Angriff), Jürgen Schrapp (Angriff), Stefan Schu (Angriff), Mathis Tigler (Libero).

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