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Bild: Andreas Joneck

Sa, 08.09.2012

Paralympics: Bronzefinale Deutschland gegen Russland - Deutschland siegt mit 3-2 im Tie-Break

Deutschlands Sitzvolleyballer haben die Bronzemedaille gewonnen und damit 20 Jahre nach den Spielen von Barcelona wieder eine Medaille gewonnen.

Bild: Axel Kohring (beautiful sports)

In der ExCel – Arena kam es erneut zu dem erwarteten Krimi, den Deutschland im Tie-Break mit 16-14 für sich entschied. Damit verwirklichte sich das Team um Mannschaftsführer Jürgen Schrapp den Traum von der paralympischen Medaille.

Das deutsche Team lag im ersten Satz bei der ersten technischen Auszeit bedingt durch zahlreiche Eigenfehler mit 3-8 im Hintertreffen. Mit einer guten Abwehr und einem stärker werdenden Alexander Schiffler kämpfte sich Deutschland über 16-17 auf 18-18 heran. Danach waren es wieder die Eigenfehler, die der russischen Mannschaft den 25-20 Satzgewinn bescherte.
Der zweite Satz verlief zunächst ausgeglichen. Bei der ersten technischen Auszeit führte das deutsche Team mit 8-7. Der Angriff war nun durchschlagkräftiger. Nachdem das deutsche Team bereits mit 20-17 geführt hatte, starteten die Russen eine Aufholjagd und gingen ihrerseits mit 24-21 in Führung. Nun kam Heiko Wiesenthal an den Aufschlag. Trainer Sonnenbichler brachte nun Sayilir für Thomas Renger. Das deutsche Team wehrte drei Satzbälle ab. Heiko Wiesenthal wehrte dabei beim Stand von 23-24 einen unglaublichen Ball ab. Nach dem Ausgleich der erste Satzball für Deutschland. Mit einer gelungenen Blockaktion beendet Barbaros Sayilir diesen Satz.
Der dritte Satz sah erneut zwei Teams auf Augenhöhe. Bei der zweiten technischen Auszeit lag Deutschland mit 15-16 im Hintertreffen. Nun kam Sayilir für Schiewe. Die Russen setzten sich auf 23-20 ab. Beim 21-24 hatte Russland erneut drei Satzbälle. Nachdem der erste Satzball noch abgewehrt werden konnte, verwandelten die Russen den zweiten Satzball mit einem Block gegen Herzog.
Im vierten Satz stand das deutsche Team nun enorm unter Druck. Das Team agierte nun deutlich konzentrierter, die Fehlerquote sank und die Abwehr agierte sehr gut. Stefan Hähnlein war nun für Christoph Herzog im Spiel. Über 8-3 setzte sich das Sonnenbichler Team auf 17-10 ab. Der russische Angriff kam nicht wie gewohnt zur Geltung und beim deutschen Team punkteten immer mehr Spieler. Die Russen kämpften sich zurück ins Spiel und konnten auf 22-24 verkürzen. Nun kam Herzog zurück ins Spiel und der Leipziger machte den Punkt zum 25-22 Satzgewinn.
Nun musste wie schon in der Vorrunde der Tie-Break entscheiden. Der Tie-Break sah zwei Teams auf Augenhöhe. Im Angriff drückten Schiffler und Schrapp dem Spiel ihren Stempel auf und Heiko Wiesenthal brachte das Team beim Seitenwechsel mit 8-7 in Front. Das deutsche Team erarbeitete sich eine 10-7 Führung. Die Russen glichen auf 10-10 aus. Nun wurde es dramatisch. Nach dem 13-13 Zwischenstand hatte Russland beim 14-13 den ersten Matchball. Thomas Renger konnte für das deutsche Team ausgleichen. Nun war Wiesenthal am Aufschlag. Zum tragischen Helden auf russischer Seite wurde nun der überragende Spieler Alexander Savichev, der die beiden folgenden Angriffe ins aus schlug. Anschließend kannte der Jubel im deutschen Team keine grenzen. Selbst Cheftrainer Rudi Sonnenbichler lag jubelnd am Boden.

Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Russland hat deutlich stärker gespielt als im ersten Spiel. Das war unser bestes Turnierspiel. Entscheidend war, dass wir im zweiten Satz den 21-24 Rückstand noch in einen Satzgewinn umwandeln konnten. Ich bin stolz auf mein Team“

Jörg Frischmann: „Die Mannschaft hat eine phantastisches Turnier gespielt und nur ein Spiel verloren. Heute war es das erwartet spannende Spiel. Spieler wie Jürgen Schrapp, Thomas Renger oder Alexander Schiffler haben nach mehreren vergeblichen Anläufen nun ihre Paralympische Medaille.“

Deutschland: Czpakowski, Hähnlein, Renger, Sayilir, Schrapp, Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Bayer Leverkusen), Herzog, Schiffler (BV Leipzig), Schlorf (SCC Berlin), Schiewe (BSV Celle)
Cheftrainer: Rudi Sonnenbichler
Co-Trainer: Jürgen Vorsatz
Physiotherapeut: Stephan Henne
Scout: Volker Groß (OSP Rhein – Ruhr, Stützpunkt Essen)

 

Bilder: Andreas Joneck & Axel Kohring (beautiful sports)

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