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Johannes Floors jubelt über den ersten WM-Titel (c) Beautiful Sports

Mo, 17.07.2017

Gold für Weitspringer Rehm und Langsprinter Floors

Was für ein Abend, was für Emotionen: Dreifach-Gold und zwei Mal Bronze für Deutschland. Je ein Titel geht an Markus Rehm und Johannes Floors.

Weitspringer Markus Rehm holte das zweite Gold für Deutschland und bleibt in seiner Startklasse T44 weiterhin das Maß aller Dinge. „Ich bin sehr glücklich, dass ich den vierten WM-Titel in Folge gewonnen habe. Das ist ein toller Erfolg, wobei ich die acht Meter gerne noch ein wenig überboten hätte. Ich habe natürlich darauf gehofft, dass noch ein Sprung dabei ist, der richtig weit geht, aber ich bin irgendwie nicht optimal weggekommen. Trotzdem bin ich froh, dass die Acht vor dem Komma steht, das war mir wichtig“, erklärt Rehm, der von Steffi Nerius trainiert wird. Der 28-Jährige ließ seinen Konkurrenten Ronald Hertog (6,94 Meter/Niederlande) und Jean-Baptiste Alaize (6,82 Meter/Frankreich) keine Chance.

Kurz nach seinem Gold-Sprung fieberte Rehm mit Vereinskollege Johannes Floors mit, der über die 400 Meter in der Klasse T43 unbedingt den Titel wollte. Und der 21-Jährige gab von Beginn an mächtig Gas, setzte sich von seinen Kontrahenten ab und lief mit WM-Rekord von 46,67 Sekunden zum ersehnten Gold. „Das Rennen war absolut der Wahnsinn. Ich habe das umgesetzt, was ich mit meinem Trainer Kalle Düe Tag für Tag erarbeitet habe. Es hat sich ausgezahlt, das ist einfach der Hammer“, sagte Floors, der bei den Paralympics in Rio über seine Paradediszplin nicht antreten konnte, nachdem er sich beim Jubel über Staffel-Gold verletzt hatte. „Das war heute mein Rio-Finale, ich habe Gold geholt und das nimmt mir jetzt keiner mehr.“

Schäfer und Bensusan auf Rang vier

 

Eine Medaille verpasst haben dagegen Léon Schäfer (T42) und Irmgard Bensusan (T44) über 100 Meter und Lindy Ave (T38) im Weitsprung mit Rang vier.

Schäfer startete in einem starken Rennen gut, wurde aber auf der Ziellinie noch von Richard Whitehead abgefangen. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 12,43 Sekunden blieb er vier Hundertstelsekunden hinter dem 200-Meter-Weltrekordhalter. „Das kann echt nicht sein, dass der noch an mir vorbeifliegt“, ärgerte er sich im Ziel.

Irmgard Bensusan fehlten mit 13,35 Sekunden zehn Hundertstel zur Medaille. Nach dem Goldmoment über 400 Meter am Vortag war ihre Enttäuschung allerdings nicht zu groß.

Die weiteren deutschen Medaillen gewannen Kugelstoßer Sebastian Dietz mit Gold und die Speerwerfer Martina Willing und Mathias Mester mit Bronze. Mester hatte lange Zeit in Leverkusen bei Steffi Nerius trainiert.

Damit hat das deutsche Team von Bundestrainer Willi Gernemann nach vier von zehn Wettkampftagen viermal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze auf dem Medaillenkonto. Am Dienstag geht es unter anderem für Léon Schäfer im Weitsprung um seine erste WM-Medaille. Die Para-Leichtathletik-WM in London ist mit rund 1100 Athletinnen und Athleten aus 95 Nationen und über 280.000 verkauften Tickets das bisher größte Event im Para-Sport neben den Paralympics.

 

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