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Do, 03.11.2016

DM nach Rio: Zahlt sich Bayers Paralympics-Erfahrung aus?

Haben sich die Rio-Teilnehmer von Gastgeber Bayer 04 Leverkusen schon von den Paralympics erholt oder gelingt es dem BV Leipzig, seinen Titel zu verteidigen ?

DM 2016

Die Deutschen Meisterschaften am Samstag und Sonntag im Sitzvolleyball werden es zeigen und gleichzeitig der Startschuss in die neue „Olympiade“ in Richtung Tokio 2020 sein.

Bereits zum siebten Mal wird die Deutsche Meisterschaft in Leverkusen ausgetragen. Somit ist Leverkusen mit 22 Titeln nicht nur Rekordmeister sondern auch Rekordausrichter. Sechs Teams werden im Modus „Jeder gegen Jeden“ vier Halbfinal-Teilnehmer ausspielen, wobei die erstplatzierte Mannschaft dann auf die viertplatzierte trifft, den zweiten Finalplatz spielen die Vorrundenzweiten und –dritten aus.

Neben Leipzig und Leverkusen I ist auch das Team Rheinland-Pfalz, das mit den ehemaligen Leverkusener Nationalspielern Barbaros Sayilir und Heiko Wiesenthal in die Herbert-Grünewald-Halle kommt, ein Aspirant auf das Endspiel. Der vierte Halbfinalplatz dürfte an das erfahrene Team des SCC Berlin gehen. Außenseiter sind die die Leverkusener Zweitvertretung sowie  Anpfiff Hoffenheim, die zum zweiten Mal an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen.

Rudi Sonnenbichler, der die Hoffenheimer trainiert und nach den Paralympics nach vielen erfolgreichen Jahren als Nationaltrainer aufgehört hatte, wird aber nicht vor Ort sein. Obwohl die Stelle aktuell noch nicht besetzt ist, werden sich vor allem die jungen Spieler gut präsentieren wollen, da der Nationalmannschaft nach Platz sechs bei den Paralympics auch altersbedingt ein Umbruch bevorsteht.

Das Leipziger Team von Trainer Bernd Zimmermann, in dem Christoph Herzog und Alexander Schiffler ebenfalls Rio-Erfahrung vorweisen können, hatte 2015 gewonnen. Das wollen Bayer-Coach Michael Overhage und seine Mannschaft dieses Mal verhindern: „Wir wollen uns den Titel zurückholen, auch wenn die Vorbereitung nicht optimal war. Allerdings ist Leipzig der Favorit.“

Für Overhage, der mit Lukas Schiwy, Dominik Albrecht, Stefan Hähnlein, Stefan Schu, Mathis Tigler und Jürgen Schrapp gleich sechs Leute zu den Paralympics geschickt hatte, war eine geregelte Trainingsarbeit im Vorfeld kaum möglich: „Die haben erst mal alle eine längere Pause gebraucht, was ja auch verständlich ist.“ Weil Routinier Schrapp bei der DM beruflich verhindert ist, sollen es die jüngeren Spieler jetzt richten.

Für Jörg Frischmann, Geschäftsführer Behindertensport beim TSV Bayer 04, ist Leipzig der Favorit: „Sie schaffen es, Nichtbehinderte gut in ihr Sitzvolleyball-Team zu integrieren, wie beispielsweise Ex-Volleyball Nationalspieler Mark Siebeck. Das ist auch unsere Aufgabe für die Zukunft: Dass gute Volleyballer in der Umgebung vielleicht auch den Weg zu uns finden und Spaß am Sitzvolleyball finden. Denn beim Sitzvolleyball sind Nichtbehinderte in den meisten Fällen sogar im Nachteil.“ Am Samstag beginnen die Spiele um 10.00 Uhr, am Sonntag bereits um 9:00 Uhr. Das Endspiel ist um 12.15 uhr geplant.

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