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Vanessa Low: Dank Training in den USA zur Paralympics-Medaille

Fr, 02.09.2016

Vanessa Low: Dank Training in den USA zur Paralympics-Medaille

Nach meheren Jahren in Leverkusen wechselte Vanessa Low in die USA. Dem TSV Bayer 04 blieb sie aber weiter verbunden.

Vanessa Low. Foto: Axel Kohring (beautiful sports)

Nach meheren Jahren in Leverkusen wechselte Vanessa Low nach den Paralympics in London in die USA. Dem TSV Bayer 04 blieb sie aber weiter verbunden.

Es ist eine einzigartige Kombination: Vanessa Low, die Weitsprungweltmeisterin und Vize-Weltmeisterin über 100 Meter, und ihr Trainer Roderick Green, der für das Team USA in Rio im Sitzvolleyball zu den Paralympics darf.

Nach Platz vier über 100 Meter und Platz sechs im Weitsprung waren die Paralympics 2012 in London aus Lows Sicht enttäuschend, gar ein Karriereende war wohl ein Thema für die heute 26-Jährige. Doch dann ergab es sich, dass sie ihrer damaligen Zimmerkollegin Katrin Green, die 2008 in Peking Gold und 2012 in London Bronze geholt hatte, in die USA folgen konnte. Ihr Verein blieb weiterhin Bayer Leverkusen, sie startete weiterhin für Deutschland, nur ihr Trainingsort, ihr Lebensmittelpunkt, ihr Trainer war fortan ein anderer.

„Die Kombination aus Roderick und mir ist perfekt“, sagt Low, die sich durch hartes Training in den USA bereits nach einem Jahr um eineinhalb Sekunden über 100 Meter verbessert hatte und im Weitsprung seither Weltrekordhalterin ist, „er hat mich relativ früh zur Selbstständigkeit erzogen.“

In diesem Jahr ist Low seit Mitte Mai in Deutschland für die Wettkämpfe, die letzten Wochen vor der Europameisterschaft in Grosseto, bei der sie Gold im Weitsprung und Silber über 100 Meter gewann, trainierte sie ohne ihren Coach, genau wie aktuell auch vor den Paralympics. „Wir sind jeden Tag in Kontakt, meistens geht es dann darum, wie ich mich fühle, wie es mir geht. Ab und zu schicke ich auch ein Video, damit er das mit seinen Erwartungen besser abgleichen kann. Aber generell gibt es einfach ein großes Vertrauensverhältnis zwischen uns.“

Die Vorbereitung war hart, beim Inklusiven Sportfest in Leverkusen musste Low den Wettkampf mit einer Zerrung am unteren Rückenstrecker abbrechen. Low spricht im Hinblick auf die Paralympics von „Schmerzmanagement“, sagt lachend: „Wer jetzt noch schmerzfrei ist, hat nicht richtig trainiert.“

Dennoch sieht sie sich in bester Verfassung, einerseits körperlich, aber auch mental sei sie besser vorbereitet als noch in London. Das Training lief gut. „Das ist alles auch eine Kopfsache.“ Rio will sie entspannter angehen, weil sie weiß, was sie erwarten wird, „vielleicht kann ich es auch genießen.“

In der Klasse T42 der oberschenkelamputierten Sportlerinnen wird wieder ihre Konkurrentin Martina Caironi aus Italien warten. Bei der WM 2015 in Doha war Low im Weitsprung vorne, Caironi Zweite. Über 100 Meter war es umgekehrt. „Aber Paralympics sind sehr speziell und schwierig vorherzusagen“, sagt Low.

Ihre Ziele sind klar formuliert: „Nach einem solch harten Training will ich meine beste Leistung zeigen und wenn ich dann noch eine Medaille mit nach Hause nehmen kann, wäre das ein perfektes Paket.“

 

Text: Nico Feisst mit Ergänzungen TSV Bayer 04

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